Archive: Posts Tagged ‘Forschung’

Web 2.0 ist nicht alles, aber ohne Web 2.0 ist alles nichts

1 comment August 26th, 2008

Einen sehr gelungenen Beitrag hat kürzlich “Bildung im Dialog” online gestellt. Dort kommt Prof. Dr. Rolf Arnold (TU-Kaiserslautern) mit einem Impulsvortrag von der EduMedia 2008 zu Wort:

[audio:http://userpages.uni-koblenz.de/~bid/bidcast/get.php?web=BiD-2008-08-22-85239.mp3]

Im Folgenden möchte ich ein paar Punkte aufgreifen:

Arnold geht zu Beginn direkt auf einen wesentlichen Aspekt ein, welchen er ein “didaktisches A-Priori” nennt. Darunter versteht er, e-Learning nicht hauptsächlich von der technischen Machbarkeit her zu denken, sondern den primären Blick auf eine didaktische Fundierung des jeweiligen Vorhabens zu legen. Hauptansprechpartner sollten also weniger Informatiker oder Softwareentwicklern sein, sondern eher Bildungswissenschaftler, Psychologen und Didaktiker. Ich kann dieser Forderung nur Nachdruck verleihen. Hinsichtlich der Lernplattform-Problematik habe ich dieses Manko ja bereits früher anklingen lassen. Lernen ist – nach derzeitigem Wissensstand – ein hoch individueller Prozess, der sich nicht mit einer starren Lernplattform einfangen lässt. Und auch in anderen Bereichen des e-Learnings gilt, wie Arnold treffend auf den Punkt bringt:

Man kann Bildung nicht machen, man kann auch Kompetenzentwicklung nicht machen. Und wenn man das verstanden hat, (…) dann hat man den ersten Schritt in die Professionalisierung als Pädagoge oder Bildungswissenschaftler getan. Dann wird es nämlich richtig kompliziert.

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w@nt or don’t? Neue Medien und eLearning – Einstellungen der Studierenden

No comments June 28th, 2008

Eine interessante und umfangreiche Dissertation mit dem Titel “w@nt or don’t? Neue Medien und eLearning – Einstellungen der Studierenden Ergebnisse einer empirischen Untersuchung” hat im Juli 2007 Izabela Kwiatkowska an der Universität Bielefeld vorgelegt. Diese greift gewissermaßen das Thema eines vorherigen Posts dieses Blogs auf: Gibt es eine Net Generation?

Darin untersucht sie, mit welcher Einstellung Studenten Neuen Medien und e-Learning gegenüberstehen und ob sie sich deren Einsatz vorstellen können oder agr begrüßen würden. Die Ergebnisse, die sie sammelt, waren für mich einerseits zu erwarten, andererseits aber auch etwas erschreckend. Dass die Ausstattung heutzutage bei den meisten so weit vorhanden ist, dass von einer Vollversorgung gesprochen werden könnte, ist sicher jedem, der jüngst an einer Universität war, bekannt. Und dass der Umgang mit Neuen Medien und Internet-Technologien von den meisten recht sicher beherrscht wird (oder dass dies zumindest die meisten von sich annehemen), dürfte auch nichts Neues sein.

Anders sieht es aber beim Punkt e-Learning aus. Hier begegnen einem doch noch offenbar recht “konservative” Ansichten. Viele scheinen den Nutzen für sich selber in e-Learning-Technologien noch nicht erkannt zu haben. Dies ist sicher darauf zurückzuführen – was in der Dissertation auch anklingt – das e-Learning noch zu oft als Nachbildung traditioneller Lehrveranstaltungen genutzt wird. Plattformen und Kurse werden häufig online so aufgebaut, wie man sie auch im Hörsaal durchführen würde, ohne die sich aus den Neuen Medien ergebenen Vorteile voll auszuschöpfen.

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Durch Computerspiele besser in Mathe

No comments June 24th, 2008

Was unsere Spiele-Gruppe im Workshop bereits angedeutet oder unterschwellig angenommen hat, wurde in einer amerikanischen Studie empirisch untersucht:

Die University of Central Florida hat eine Hypothese getestet, dass interaktive Mathe-Spiele effektiver als Unterricht sind. Damit beschäftigte sich eine Studie mit dem Titel “The Effects of Modern Math Computer Games on Learners’ Math Achievement and Math Course Motivation in a Public High School Setting” von Mansureh Kebritchi, Ph.D., Atsusi Hirumi, Ph.D. und Bai Haiyan, Ph.D.

In ihrer Zusammenfassung formulieren sie:

Students who played the math video games scored significantly higher on the district-wide math benchmark exam, F (1, 188) = 6.93, p < .05, and on the math performance test generated by the publisher, F (1, 188) = 8.37, p <.05, than students who did not play the games.

[…]

Teacher and student interviews support the quantitative findings. The majority of the

interviewed teachers (4 of 5) and students (15 of 15) reported that the participants’

mathematics understandings and skills improved as a result of playing the mathematics games.

[…]

The results also support findings from two meta-analysis, including: (a) Vogel et al. (2006) who concluded that interactive simulations and games were more effective than traditional

classroom instruction on learners’ cognitive gains based on a review of 32 empirical studies,

and (b) Dempsey et al. (1994) who concluded that students who played math video games and attended the traditional classroom instruction achieved higher mathematics score than students who only attended traditional classrooms based on 94 empirical studies.

(Hervorhebungen durch mich)

Gefunden via Donald Clarks.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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