Handys im Unterricht – die Zweite

Kommentieren 23. June 2008

Handys im Unterricht war bereits Thema eines vorherigen Posts. Quasi führend in diesem Bereich ist sicher Liz Kolb, welche in den USA diejenige ist, die den Einsatz von Mobiltelefonen zu Unterrichtszwecken am populärsten propagiert.

Sie schreibt nicht nur einen eigenen Blog, der sich ausschließlich diesem Thema widmet, sie veröffentlicht im Oktober 2008 auch ein Buch mit dem Titel “Toys to Tools: Connecting Student Cell Phones to Education” (ich werde hier berichten, sobald es verfügbar sein wird).

In einer sehr ausführlichen Präsentation vom 15.11.2007 (im Rahmen der K12 Online Conference) stellt sie verschiedene Tools, Unterrichtsideen und evtl. Schwierigkeiten bei der Realisierung von Unterrichtseinheiten vor, die auf die Nutzung von Handys aufbauen:

(zum Abspielen aufs Bild doppelklicken)

Sehr praxisnah sind z.B. ihre Regeln für den Einsatz der Mobiltelefone im Unterricht:

Here are my top 5 (although I reserve the right to change them as I hear better ideas).

1) Cell phones need to be on vibrate

2) Cell phones need to be in the front of the room (drop bag) until it is time to use them

3) Cell phones can only be used in class for academic/learning purposes

4) Any activity conducted on cell phones in class cannot be published without permission of teacher and/or students who are involved in the text/image/video/audio file (e.g. no publishing a photo of a class project on MySpace page without permissions).

5) Students will use appropriate cell phone etiquette by respecting the privacy of other’s phone numbers and using appropriate language with their mobile communication.

Einen solchen “Handy-Knigge” aufzustellen ist sicher notwendig. Denn wie in dem vorherigen Post zu diesem Thema bereits angedeutet, wird der Funktionsumfang der Geräte kontuinuierlich wachsen und damit auch dazu verführen, diese Features unterrichtsfremd zu nutzen. Deutliche und einsichtige Regeln befördern somit nicht nur den zielgerichteten Umgang sondern lehren auch zugleich eine gewisse Sensibilität.

Ihre Ideen (zum Buch) hat Liz Kolb am 10. Juni 2008 im Interview mit Inside Michigan Education vorgestellt. Ich denke, dort erklärt sie am besten, worum es ihr geht und welches Anliegen sie mit ihrem Engagement verfolgt. Einfach mal reinhören:

Auch hier – und wer den Blog verfolgt, wird es kennen – begegnet uns wieder die Idee, “to connect social and learning live of students”.

Wer sich weiter mit den Ideen von Liz Kolb beschäftigen möchte, schaut am besten in eine ihrer vielfältigen Publikationen (evtl. werden einzelne in späteren Posts genauer vorgestellt) oder Präsentationen.

Dieses Post wurde erstellt von René scheppler.

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