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Zeitmanagement – Uhren für den Klassenraum

2 comments June 6th, 2010

Ich habe einige Male hin und her überlegt, ob ich die folgenden beiden Tools hier im Blog vorstelle, da sie doch weniger kollaborativ und auch eher für eine stark strukturiertes Unterrichtssetting stehen. Ich arbeite im Unterricht eher offen und versuche gerade den 5er Zeitmanagement und -einteilung beizubringen – immer vom einzelnen Schüler und weniger der ganzen Gruppe ausgehend. Doch ab und zu gibt es dann doch Phasen, in denen eine gemeinsame Zeitökonomie sinnvoll ist – und nicht nur in der Klasse, sondern womöglich auch in Konferenzen und Besprechungen.

Ob es nun eine Stundeneinteilung in Sammel-, Vorbereitung- und Präsentationsphase ist. Oder ein Spiel, das verschiedene Abläufe hat. Oder eine Klassenarbeit, die in mehrere Phasen aufgeteilt ist usw. Häufig gibt der Lehrer Phasenwechsel vor (z.B. mit einer Glocke auch akustisch hervorgehoben). Davor hört man dann oft sowas wie “noch 3 Minuten”, “letzte Minute”. Mit NextUp kann man diese Phasen schnell eintippen und dann ablaufen lassen. So sieht jeder oder jede Arbeitsgruppe, wie viel Zeit in der jeweiligen Unterrichtsphase noch ist. Ich denke, dies besonders hilfreich, wenn in Teams gearbeitet wird und man erst nach 2-3 Phasenwechseln wieder ins Plenum zusammenkommt. Oder in Stillarbeitsphasen, bei denen ständige Zeitansagen des Lehrers stören (z.B. Klassenarbeiten). Und wen man auf einer Lehrerkonferenz mal deutlich und zügig mehrere Punkte “abarbeiten” muss, hilft so eine Zeitstruktur evtl. auch zur Selbstdisziplinierung ;-) Schade ist, dass man den einmal gestarteten Ablauf nicht pausieren kann.

Nicht mit vordefinierten Phasenwechseln sondern einfach als Countdown bzw. Stoppuhr (z.B. für Wettkampfspiele, Raterunden, Klassenarbeiten, Schülerpräsentationen usw.) gefällt mir nach einiger Recherche Online Stopwatch ganz gut. Es ist groß, übersichtlich und auch während des Unterrichts leicht und schnell zu bedienen. Den Firefox Browser in den Vollbildmodus gesetzt ist das (trotz kleiner Textwerbeeinblendung am oberen Rand, die man nicht klicken muss oder durch Zoomen ausblenden kann) eine saubere Lösung fürs Zeitmanagement.

Wie angedeutet halte ich dies nur für Stützen zum Üben bzw. Visualisieren. Man muss sicher sehr aufpassen, dass die Schüler sich an so etwas nicht zu sehr gewöhnen, sondern in die Lage versetzt werden, zunehmend ihre eigene Zeit- und Aufgabeneinteilung zu bewältigen. Da ich aber immer wieder merke, wie schwierig die selbst noch Erwachsenen und erst recht Kindern zu Beginn dieser Übungsphasen fällt, können solche “Werkzeuge” evtl. helfen. Und am interaktiven Whiteboard sicher noch problemloser im spontanen Einsatz.

Kennt jemand andere gute Tools für solche Szenarien?

© René Scheppler, 2010

Sprachen lernen – Sprechen lernen – online!

5 comments June 4th, 2010

Unter anderem der bloggende Kollege José Picardo zeigt in dem jungen Video von teachers.tv, wie Web 2.0-Tools für das Fremdsprachenlernen genutzt werden können. Er zeigt z.B. voki und glogster. Mich schrecken zwar immer diese Computerkabinette ab, aber für den Fremdsprachenunterricht sind die Web 2.0-Tools wirklich prima geeignet. Und auch hier taucht immer wieder der wesentliche Vorteil der Verfügbarkeit außerhalb der Schule auf – zur Verbindung von Lern- und Lebenswelten. Schöne Beispiele und Einblicke:

Hard to teach from José Picardo on Vimeo.

© René Scheppler, 2010

Digitale Pinnwand – die Vierte

2 comments May 19th, 2010

Vor Kurzm hatten wir an der Schule einen Pädagogischen Tag. In einem Workshop haben wir gebrainstormed:

Jeder nimmt sich einen Zettel – es gab verschiedene Farben mit verschiedenen Bedeutungen – und notiert eine Idee. Die Zettel landen in der Stuhlkreismitte auf dem Boden. Dann wird versucht – auf den Knien rutschend – eine Struktur in den Zettelwust zu bringen. Die Struktur landet auf einer Flipchart (denn das Ganze soll später im Plenum auch den anderen Workshopgruppen präsentiert werden können). Abschließend bekommt jeder einige Klebepunkte und klebt diese an die Flipchart, um zu signalisieren, welche Idee für ihn von Bedeutung ist und zu sehen, wo sich evtl. Interesse bündelt.

Das wird wohl jeder Lehrer kennen – womöglich auch schon mit den Schülern so gemacht haben. Ich finde das grundsätzliche Vorgehen prima – ein guter Prozess zum Sammeln und Filtern von Ideen. Aber – die Leser der Lernwolke kennen diese Frage inzwischen: Geht das nicht auch digital? (Und diesmal stelle ich diese Frage erneut mit dem speziellen Fokus, hoffentlich bald mein SmartBoard in der Klasse nutzen zu können).

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