Archive: Posts Tagged ‘Netzgeneration’

Wenn die Net-Generation in den Spiegel schaut

1 comment August 6th, 2010

Wenn die Net-Generation in den Spiegel schaut… dann sieht sie offenbar etwas, worauf sie stolz ist. In Reaktion auf den Spiegel-Artikel “Null Blog” schreibt im Kölner Stadtanzeiger eine 11.-Klässlerin der neben meiner Schule ebenfalls zu Rate gezogenen Kaiser Augusta Schule (auch Herr spang hat geantwortet).

Was kann man so viel Weitsicht und Souveränität noch hinzufügen?:

Denn man kann diese Generation nicht nur als die sehen, die sich hinter den neuesten technologischen Errungenschaften versteckt, sondern vor allem als eine, die das Bedürfnis hat sich mitzuteilen, sich auszutauschen, informiert zu sein und in Verbindung zu stehen – mit allem, allen und zu jeder Zeit. Diese Generation behält ihre Meinungen nicht für sich, sie macht sie öffentlich – auf Blogs, bei Twitter, in Foren und Kommentarspalten. Es ist nicht mehr die Generation, die sich zu Hause allein vor den Fernseher setzt, sondern die, die während des DVD-Schauens Skype einschaltet, um sich mit Freunden auf der ganzen Welt über den Film auszutauschen. Ob es sich dabei um natürlichen Fortschritt und den Ausbau von Kompetenzen oder um kulturellen Sittenverfall handelt, werden wohl erst die Reaktionen zukünftiger Generationen zeigen.

© René Scheppler, 2010

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Ja, wo surfen sie denn? Spiegel findet die Net-Generation nicht

20 comments August 3rd, 2010
Da ist sie wieder: die Net-Generation, die Internetgeneration, Generation Y oder wie man sie sonst gerne nennen möchte. Nun hat sich auch der Spiegel auf die Suche nach ihr gemacht oder besser gesagt nach Those Wacky Kids. Da auch ich bei dieser Suche helfen durfte und in mehreren Telefonaten nach Sinn und Unsinn des Internets für Schüler, Schule und Unterricht befragt und nun auch zitiert wurde, versuche ich mal auf das Ergebnis in Spiegel 31/2010 einzugehen (dieser Artikel ist als erster der Lernwolke kollaborativ entstanden, indem im Vorfeld über Twitter der Link zum Google-Dokument veröffentlicht wurde, an dem jeder mitschreiben konnte und wo dieser Beitrag live entstanden ist. Dort finden sich auch bereits einige Anregungen, die ich versucht habe aufzunehmen oder die bereits als Kommentar wirken können.):
Spiegel: Null Blog
Der Grundtenor ist schlicht: Es gibt sie nicht. Es gebe wohl “wichtigeres im Leben”. Es werden Studien herangezogen, der oben verlinkte Prensky bemüht und Schüler befragt, denen “das ganze hochgelobte Mitmach-Web, auch Web 2.0 genannt, (als Netzbürger der Zukunft) offenbar völlig egal” ist. Und dann fällt der für mich entscheidende Aufhänger gleich zu Beginn des Artikels:
“Eine kleine Industrie von Autoren, Beratern und findigen Therapeuten lebt von der immergleichen Botschaft: Die Jugend sei durch und durch geformt von dem Online-Medium, in dem sie groß geworden sind. Speziell die Schule müsse ihr deshalb ganz neue Angebote machen; der herkömmliche Unterricht erreiche diese Jugend gar nicht mehr”.
Nun muss ich wohl annehmen, dass ich zu “Autoren” gezählt werde. Und tatsächlich kann man den Eindruck gewinnen, dass über die Lernwolke ein “neuer Unterricht” propagiert wird. Für sehr fragwürdig halte ich aber die Unterstellung, dass es sich dabei um eine Abkehr vom “herkömmlichen Unterricht” handele, womöglich eine Kampfansage an diesen. Ganz im Gegenteil handelt es sich aus meiner Sicht bei allen ernst zu nehmenden Versuchen, die Neuerungen und revolutionären Fortschritte im Bereich der “neuen Medien” auch in und für die Schule einerseits sinnvoll zu nutzen und andererseits die Schüler verantwortungsvoll darauf vorzubereiten, stets um Ansätze, die den “traditionellen” Unterricht erweitern und ergänzen wollen. In meinen Augen kann es nicht Ziel sein, Schule und Unterricht komplett zu digitalisieren, alles über das Netz abwickeln zu wollen oder Moodle zum neuen Klassenraum zu erklären. Es geht um zwei grundlegende Dinge:
  • Die Verknüpfung von Lern- und Lebenswelten der Lerner
  • Die Integration neuer Medien als Arbeitsinstrument neben vielen anderen.
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Has the Net-Generation Arrived at the University? oder Studierenden von Heute, Digital Natives?

No comments September 23rd, 2008

Eine interessante Präsentation von Martin Ebner, Mandy Schiefner und Walther Nagler, gefunden hier. Die Folien dazu gibt es hier.

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