Archive: Posts Tagged ‘Medienkompetenz’

Handys als pädagogische Herausforderung

1 comment February 15th, 2010

Ein Handyverbot kann zwar als kurzfristige Massnahme sinnvoll sein, um eine schwierige Situation in einem Schulhaus zu entschärfen. Der Trend zu mobilen Kleincomputern ist allerdings gesellschaftlich so breit und ausgeprägt, dass die Schule mittelfristig nicht darum herumkommt, deren Besitz und Nutzung in einem medienpädagogischen Konzept zu integrieren, Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Beschränkt sich jedoch die schulische Auseinandersetzung mit Handys auf ein blosses Verbannen und Verbieten, dann könnte dies als pädagogische Bankrott- Erklärung verstanden werden.

So deutlich oder gar drastisch formuliert eine jüngst in an der PH Zürich erscheinende Broschüre von Rolf Deubelbeiss und Peter Holzwarth unter dem Titel “Handy im Schulumfeld” aus der Reihe “Ideen für den Unterricht”. Ich stelle hier meine kommentierte/markierte Version zur Verfügung:

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Wieviel Google tut gut?

3 comments January 2nd, 2010

Tom Barrett, einer der führenden englischsprachigen Kollegen und Blogger im Bereich neuer Medien im Schuleinsatz, wirft zu Jahresbeginn eine Frage auf, die nicht uninteressant ist: Is a Google Teacher Academy Really Such a Good Idea?

Mit einem neidischen Blick hatte er auf die Lehrer-Workshops von Google (Teacher Academies) initiiert im US-amerikanischen Raum geblickt und ähnliches auch für Europa gefordert. Mit zunehmender Diskussion stellen sich aber wohl zwei wesentliche Unterfragen:

  • So is it right that we are using Google tools at all in the classroom?
  • Is a Google Teacher Academy a morally flawed concept or a long overdue professional development event for UK (Europe) teachers?

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Medienkompetenz: Webrecherche in Teamarbeit

4 comments August 2nd, 2009

Medienkompetenz setzt sich aus verschiedenen Fähigkeiten zusammen – was sich nicht zuletzt aus der Mehrzahl der unterschiedlichen Medientypen ergibt. Im Grunde steckt aber sehr oft ein klassischer Dreischritt hinter der Auseinandersetzung mit medial aufbereiteten Informationen:

  • finden
  • evaluieren/bewerten
  • selektieren (also die Funde aus dem ersten Schritt mit Hilfe des zweiten sinnvoll zu begrenzen)

Erst danach ist es ergiebig bzw. sinnvoll, damit weiter zu arbeiten und in einen neuen, eigenen Kontext zu stellen. Ich habe nicht selten die Erfahrung gemacht, dass Schüler sich da überschätzen. Deshalb laufen auch (oft gut gemeinte) Arbeitsaufträge à la “recherchiert mal im Netz zu XY” schnell ins Leere. Die Schüler sammeln eine Unmenge an Informationen, Webseiten, Bildern und Videos. Ihre Fertigkeiten, etwas zu finden, ist dabei bemerkenswert. Sollen sie dann aber damit zu Ergebnissen kommen, wird es schwierig, da es ihnen nicht gelingt, den zweiten und dritten Schritt zu gehen, nämlich aus der Fundmenge ein qualitatives Extrakt zu produzieren.

Ich habe dies im vergangenen Schuljahr immer wieder versucht aufzubrechen. Dazu ist natürlich die Aufgabenstellung als solche wichtig. Aber auch das Medium, über das dies laufen kann. In meinem Fall war dies Moodle mit einer Datenbank oder später einem Glossar, in dem wir alle relevanten Internetseiten sammelten, um sie danach gegenseitig zu bewerten und zu kommentieren. Anschließend kristallisieren sich die besten Seiten zum Weiterarbeiten schnell selber heraus (häufige Nennung, positive Kommentare), oder man konnte sie mit einem Rating finden lassen. Von der grundsätzlichen Idee war dies mehrfach sehr effektiv, da die Schüler lernen, auf Urheberschaft, Aktualität, Relevanz und Verständlichkeit für die Zielgruppe usw. zu achten. Das Kopieren von URLs in eine separate Sammlung war aber recht umständlich.

Daneben gibt es bereits diverse Linksammlungen, die auch in den Browser integriert mit wenigen Klicks eine Seite zu einer Sammlung hinzufügen. Dabei steht allerdings der Sammelnde im Mittelpunkt und nicht die Seite/Information. Eine ansehnliche Möglichkeit scheint mir der schweizer Dienst Tick’n’Talk zu sein:

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