Archive: Posts Tagged ‘Lehrplan’

Wie man digitale Medien in die Schule bringt

9 comments May 30th, 2009

Genau unter der Überschrift dieses Blogbeitrags hat vor wenigen Tagen Prof. Gabi Reinmann (Uni Augsburg) einen Vortrag in München gehalten. Dabei stellt sie sich selber und ihr Publikum vor die Frage welches der drei Szenarien wir gehen wollen: Schule abschaffen, beibehalten oder ändern. Hintergrund dieser Überlegung ist das Problem, auf welche Art dabei neue Medien am ehesten in schulische und unterrichtliche Strukturen eingebettet werden können.

Da ich den Vortrag für ausgesprochen anregend, treffend und hilfreich für weitere Überlegungen halte und nicht auf alles eingehen kann, möchte ich ihn hier mit meinen Markierungen und kleinen Anmerkungen einstellen, um mich im Folgenden auf einen Aspekt des Vortrags zu konzentrieren:

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How to teach these wacky kids?

2 comments April 24th, 2009

Kurz bevor ich letzte Woche zum EduCamp aufgebrochen bin, hat Marc Pesce eine Keynote über sein neues Schwerpunktthema Digital Citizenship gehalten, die mir immer wieder in den Sinn kam während der Diskussionen in Ilmenau. Denn ganz richtig wurde an verschiedenen Stellen immer wieder auf die Gefahr hingewiesen, dass wir neue Lehr- und Unterrichtsmethoden zu sehr vom Tool selber aus denken und weniger von dem notwendigen Standpunkt des … – ja, von welchem Standpunkt eigentlich? Gehen wir davon aus, was unsere Schüler in 10, 15, 20 Jahren einmal brauchen werden? Wollen wir sie auf diese Zeit vorbereiten, ihnen Denk- und Handlungsstrukturen für ihre Zeit NACH der Schule geben? Und wenn ja, woher wissen wir, wie diese Zeit, diese Gesellschaft, diese Welt aussehen wird?

Oder – wenn wir nicht vom Tool ausgehen – gehen wir dann von den derzeitigen Gegebenheiten aus? Können wir eigentlich doch nur auf das vorbereiten, was wir selber kennen und mit unserem Wissensvorsprung und Erfahrungsschatz als Erwachsener dem Schüler einfach aufbereitet und in kleinen Portionen darbieten? Was ist dann aber mit dieser angeblich klaffenden Lücke zwischen “digital natives” und “digital immigrants”, die uns ja offenbar so weit von den Lebenswelten der Schüler entfernt, dass wir von unterschiedlichen Voraussetzungen aus denken und so zwangläufig an den Jugendlichen vorbei pädagogisieren?

Marc Pesce sieht genau diese Gefahr, wenn er in seiner gewohnten Art von den “wacky kids” spricht, deren neue, kulture Selbtwahrnehmung sich signifikant von den Denkstrukturen der digital immigrants unterscheidet:

The change is already well underway, but this change is not being led by teachers, administrators, parents or politicians. Coming from the ground up, the true agents of change are the students within the educational system. Within just the last five years, both power and control have swung so quickly and so completely in their favor that it’s all any of us can do to keep up. We live in an interregnum, between the shift in power and its full actualization: These wacky kids don’t yet realize how powerful they are.

Ich werde mich daher an seinen Ausführen entlang bewegen und verrate wohl bereits an dieser Stelle des Beitrags nicht zu viel, wenn ich als Referendar und somit “teaching immigrant” keine Lösung des Problems präsentieren kann.

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Twitter im Grundschullehrplan

1 comment March 26th, 2009

Nein, soweit ist es in Deutschland noch nicht. Aber in England gibt es laut The Guardian Pläne, Bloggen und Twittern zu im Lehrplan verankerten Kompetenzen (?) zu erklären:

The proposals would require:

• Children to leave primary school familiar with blogging, podcasts, Wikipedia and Twitter as sources of information and forms of communication. They must gain “fluency” in handwriting and keyboard skills, and learn how to use a spellchecker alongside how to spell.

Doch aus dem Artikel wird nicht ganz klar, wie die noch nicht veröffentlichten Neuerungen inhaltlich zu werten sind. Offenbar gehen hier zwei Dinge miteinander einher, die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben: Einerseits will man wohl die ICT-Kenntnisse der Schüler bereits im Grundschulalter stärken. Andererseits findet sich aber auch ein weiterer Aspekt, der eher auf eine grundsätzliche Strukturierung des Curriculums abzielt und dessen Öffnung im Sinne einer größeren inhaltlichen Freiheit für die Schulen anstrebt:

The proposed curriculum, which would mark the biggest change to primary schooling in a decade, strips away hundreds of specifications about the scientific, geographical and historical knowledge pupils must accumulate before they are 11 to allow schools greater flexibility in what they teach.

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