Archive: Posts Tagged ‘Kollaboration’

Zeigt her eure Ordner

12 comments November 1st, 2009

“Was ist denn das schon wieder?”, mag vielleicht schon so manchen entgegen geschlagen sein, der begeistert von einem neuen Tool los zog, die Kollegen zu überzeugen. Gerade bei auf Kollaboration angelegten Web2.0-Diensten macht es ja erst richtig Sinn, wenn mehrere es aktiv nutzen.

“Kannst Du mir das nicht einfach mailen?”, heißt es dann gerne mal, wenn man erklärt, dass man mit dem Dienst ganz einfach Dateien und Ordner synchron halten kann, eben ohne jedes Mal jede Datei zu mailen. Dass das eben ganz automatisch im Hintergrund abläuft. In meinem Fall ist dies Dropbox, welches automatisch reagiert, sobald eine Datei geändert oder hinzugefügt wird. Das ist sehr praktisch und lässt mich überall auf meine dateien zugreifen – in der Gewissheit des stets aktuellen Standes.

Wenn ich nun Dateien mit anderen Nutzern teilen will, kann sie entweder überzeugen, sich auch Dropbox zu installieren und sich mit mir zu verbinden (Idealfall), oder ich kann einzelne Dateien freigeben, so dass jeder mit der entsprechenden Adresse Zugriff bekommt (Sekundärlösung, da ich ja die URL für neue Dateien jedesmal wieder mailen muss). An die Grenze stößt Dropbox, wenn ich einen oder mehrere Ordner freigeben will, die sich stets automatisch aktualisieren – ich den Kollegen also nur einmal die URL schicken muss und diese befreit sind von dem Zwang, sich ein neues Programm zu installieren (was ich hier bitte nicht negativ reden möchte, sondern als nachvollziehbar und mehr als berechtigt empfinde – nicht falsch verstehen!).

Lösung:

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Schreibkonferenz 2.0

2 comments June 5th, 2009

Die Schreibkonferenz ist wohl eine der bekanntesten Methode, die jedem Lehrer bekannt sein sollte, dessen Fach die Erstellung von Texten durch Schüler erlaubt. Während meines Referendariats habe ich es als eine sehr beliebte Strategie erlebt, Schüler zu animieren, ihre Texte gemeinsam zu überarbeiten. Und selbst in weniger sprachlich orientierten Fächern wurde von dem Einsatz der Schreibkonferenz berichtet. Im ZUM-Wiki wird die Methode wie folgt aufgeschlüsselt:

Eine Schreibkonferenz ist eine Form des Beratungsgesprächs, das sich mit einem Textentwurf beschäftigt. Hierzu bildet der/die Verfasser/in eines Textes eine Kleingruppe mit zwei oder drei Mitschülern seiner Wahl.

  1. Der Text wird vorgelesen.
  2. Die Mitschüler äußern sich spontan zum Inhalt oder verwenden einen Kriterienkatalog (siehe Bild).
  3. Sie stellen Fragen zu inhaltlichen Einzelheiten, die ihnen unklar sind. Der Verfasser macht sich gegebenenfalls Zeichen im Text, wo noch etwas verändert werden muss.
  4. Die Schüler gehen den Text durch und besprechen sprachliche wie inhaltliche Aspekte. Der Verfasser markiert Stellen, die es möglicherweise ändern will, und notiert Vorschläge.
  5. Der Text wird auf Rechtschreibung durchgelesen.
  6. Anschließend überarbeitet der Verfasser den Text inhaltlich, sprachlich und orthografisch und legt ihn zur Kontrolle der Lehrkraft vor.
  7. Der Text wird ‘veröffentlicht’, d.h. vorgelesen, gedruckt, gestaltet ….

Ich nutze diese Variante der Textarbeit gerne im Deutschunterricht und stand schon mehrfach vor der Frage, ob man dies nicht auch gut digital umsetzen kann. Doch problematisch wird es an der oben fett markierten Stelle. Denn die wesentliche Idee der Schreibkonferenz ist in meinen Augen, dass der Autor immer “Besitzer” des Textes bleibt. Es entsteht ein “eigenes” Produkt, bei dem ich mir zwar Hilfe geholt habe, für das ich aber weiterhin Verantwortung trage. Und hier setzen die diversen Möglichkeiten à la Wiki, Google Docs, Zoho und EtherPad aus, denn in denen wird ein kollaborativer Text erstellt, der von allen geändert wird.

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