Archive: Posts Tagged ‘interaktives Whiteboard’

SMART-Board wird kollaborativ

No comments October 15th, 2009

SMART-Technologies geht einen Schritt weiter und ermöglicht in einer beta-Phase – in dessen Rahmen eine zunehmende Erweiterung des Tools versprochen wird – das gemeinsame Erstellen und Bearbeiten von Materialien für das interaktive Whiteboard. Das Werkzeug, das Ende 2010 fertig sein soll,  ist noch recht bescheiden und übernimmt nur wenige Funktionen aus der Grundsoftware. Dafür wird es nun möglich, mit Kollegen gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten und dies zu ergänzen. Da es dabei komplett im Browser läuft, ist es auch über die Betriebssystemgrenzen hinweg einsetzbar.

Ich denke, um wirklich alltagstauglich zu werden, muss noch einiges ergänzt und der Funktionsumfang verbessert werden. Ebenso sollte man skeptisch bleiben, ob das Tool nach der beta-Phase kostenlos verfügbar bleibt. Als offene Beta ist es aber sicher einen Blick wert und eine Möglichkeit, im Kollegium einfacher, gemeinsam an WhiteBoard-Dokumenten zu arbeiten.

Wer zusammen mit den Schülern am Whiteboard arbeiten will, sollte einen Blick auf DabbleBoard werfen.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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Interaktives Whiteboard – Gefahr der Lehrerzentrierung?

1 comment April 30th, 2009

Ich glaube, ich muss langsam aufpassen, das Thema interaktives Whiteboard hier im Blog nicht zu dominant werden zu lassen. Für mich ist es aber gerade ein aktuelles Thema, da ich es in kleinen Dosierungen in den Unterricht bringe und ausprobiere. Auf der anderen Seite wird dieses Werkzeug oft als dasjenige angesehen, welches fast schon synonymisch für das “Klassenzimmer des 21. Jahrhunderts” steht.

Während unserer Finnlandreise hatte ich erstmals die Gelegenheit, den Einsatz von Smartboards und deren Einbettung in Unterricht zu erleben. Wie ich im entsprechenden Beitrag angedeutet habe, hat sich unsere Gruppe sehr gewundert, wie lehrerzentriert weite Strecken des Unterrichts in dieser Stunde liefen, in der man uns das SmartBoard explizit vorführen wollte. Aufgrund der kurzen Besuchsdauer aber dann in den nachfolgenden Gesprächen ist etwas klarer bzw. doch erkennbar geworden, dass dies zu einem gewissen Grad auch auf das finnische Verständnis von Unterricht und dessen Kultur zurückzuführen ist. In der deutsche Schule in Helsinki wurde meine Nachfrage ansatzweise bejaht, ob die Gefahr erkennbar sei, dass der Einsatz von interaktiven Whiteboards zu einer Steigerung des Lehreranteils in den entsprechenden Stunden beinhalte.

Nach meinen eigenen Versuchen wird dieser antizipierte Eindruck ebenfalls gefestigt. Der Lehrer droht immer wieder in die Rolle des “masters of the smartboard” zu kommen. Das wird natürlich aufgebrochen durch das Aufrufen von Schülern oder noch besser eigenverantwortliche Weitergeben des Whiteboardstiftes, auf das dann aber aber immer folgt, dass einer oder zwei Schüler vorne stehen, etwas verschieben, anzeichnen oder zuordnen und sich wieder setzen, während die restliche Klasse zuschaut. Bei solchen Szenarien wird es für mich schwer – auch unter der Berücksichtigung unserer Projektforderung, dass die Schüler mit eigenen Laptops ausgestattet sein sollen -, eine deutlichen Mehrwert gegenüber ähnlichen Szenarien an der Tafel (abgesehen von der einfachen Möglichkeit, in der nächsten Stunde, das Tafelbild identisch zur Weiterarbeit aufzurufen) aufzuzeigen. Und genau auf diese stirnrunzelnden Fragen stoße ich gerade immer öfter, wenn ich erzähle, was ich mit interaktiven Whiteboard so ausprobiere: “Kann ich das nicht auch ohne die ganze Technik machen?”

Nicht nur deshalb, sondern um die Idee, dass erst durch eine richtige Kollaborationsmöglichkeit und Neugestaltung der Partizipationsstrukturen der Einsatz neuer Medien sein volles Potential zur Bereicherung und Ergänzung des “klassischen” Unterrichts liefern kann, habe ich nach weiteren Szenarien und deren Realisierung gesucht, die es mir erlauben, den Tafeleinsatz noch weiter zu einem gemeinschaftlichen Prozess unter möglichst hoher und nahtloser Beteiligung von mehreren Schülern werden zu lassen – aber ohne dabei auf die vielen zusätzlichen Funktionen des Whiteboards verzichten zu müssen. Und ohne die einfache, intuitive Nutzbarkeit einzuschränken.

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Drag & Drop – Ein Einstieg ins interaktive Whiteboard (Wii)

No comments April 27th, 2009

Ich habe bereits an mehreren Stellen im Blog über die Möglichkeit berichtet, die Fernsteuerung der Wii-Konsole als Self-Made-Smartboard einzusetzen. Ebenso freue ich mich, dass diese Idee bereits in verschiedenen Blogs und schulischen Situationen aufgegriffen wurde.

Heute habe ich es nach “schülerfreien” Testläufen erstmals im eigenen Unterricht verwendet. Ich habe die Übung bewusst einfach gehalten, um sowohl mir als auch den Schülern zu Beginn einen guten Start zu ermöglichen. Und so ging es darum, Ereignisse auf einem Zeitstrahl zu ordnen und zu erklären. Die Schüler haben zur Wiederholung wichtige Ereignisse zwischen 1789 und 1848 genannt und erklärt, die ich dann am Rechner als Textfeld in die virtuelle Tafelebene der Smart-Software eingefügt habe. Der jeweilige Schüler ging dann vor und bewegte das Element auf dem zuvor eingefügten Zeitstrahl an die richtige Stelle. Der dadurch entstehende Verlauf macht die Entwicklung hin zur 1848er-Revolution in Deutschland deutlich.

Technik und Situation waren für die Schüler natürlich sehr neu, was auf beiden Seiten zu Phasen des Ausprobierens geführt hat. Der grundsätzliche Ansatz hat allerdings gut funktioniert, wobei ich inzwischen den Bedenken zustimme, dass längere, handschriftliche Texte aufgrund der Auflösung der Wii-Remote weniger gut gelingen. Ebenso war unsere zwar schwere und einigermaßen stabile Leinwand dann doch etwas zu beweglich – besonders, wenn Schüler fester aufdrücken wollten (ein scheinbar intuitiver “Trick”, um seiner Geste mit dem Stift Nachdruck zu verleihen). Ein schöner Vorteil der Wii-Lösung wurde aber auch schnell deutlich: Die Projektionsfläche ist beweglich und auf die Körpergröße der Schüler justierbar, so dass das wii-Whiteboard “mitwachsen” kann.

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