Archive: Posts Tagged ‘Handy’

Handys als pädagogische Herausforderung

1 comment February 15th, 2010

Ein Handyverbot kann zwar als kurzfristige Massnahme sinnvoll sein, um eine schwierige Situation in einem Schulhaus zu entschärfen. Der Trend zu mobilen Kleincomputern ist allerdings gesellschaftlich so breit und ausgeprägt, dass die Schule mittelfristig nicht darum herumkommt, deren Besitz und Nutzung in einem medienpädagogischen Konzept zu integrieren, Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Beschränkt sich jedoch die schulische Auseinandersetzung mit Handys auf ein blosses Verbannen und Verbieten, dann könnte dies als pädagogische Bankrott- Erklärung verstanden werden.

So deutlich oder gar drastisch formuliert eine jüngst in an der PH Zürich erscheinende Broschüre von Rolf Deubelbeiss und Peter Holzwarth unter dem Titel “Handy im Schulumfeld” aus der Reihe “Ideen für den Unterricht”. Ich stelle hier meine kommentierte/markierte Version zur Verfügung:

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Handygewalt

No comments October 29th, 2009

Handys sind inzwischen unter Jugendlichen ein weit verbreitetes Kommunikationsmedium (vgl. KIM-Studie 2008). Dass diese Geräte schon längst nicht mehr nur zum Telefonieren geeignet sind, ist sicher auch hinlänglich bekannt. Besonders die Foto- und Videofunktionen sind unter Schülern sehr beliebt. Diese Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen und damit einen Beitrag zu leisten, das Potential auch sinnvoll zu beschreiben und zu nutzen, ist sicher ein wesentlicher Teil medienpädagogischer Arbeit. Schulen tun sich da des öfteren noch nicht so leicht, den Umgang mit Mobiltelefonen im Gebäude und damit auch Unterricht effektiv zu handhaben, reagieren teilweise mit Verboten und unterschätzen vielleicht auch die Bedeutung und Relevanz der Geräte für die Schüler.

Genauso schwierig ist aber nicht selten der zweite Ansatz medienpädogischer Arbeit – die Thematisierung von Gefahren und Problemen. Zwar gilt es eindeutig, sachkundig und nachhaltig solche Diskussionen zu leiten. Auf der anderen Seite st es natürlich wichtig, nicht über die Köpfe hinweg sondern möglichst nah sowohl an der Wahrnehmung als auch der Emotion der Schüler anzuknüpfen. Für einen gelungenen Einstieg zum Thema Handygewalt eignet sich wohl ganz gut ein recht neues Video der Polizei im Rahmen des Medienpakets “Abseits“:

Zusätzlich möchte ich dieses Posting nutzen, um auf eine noch recht junge Initiative an der TU Ilmenau hinweisen, die unter dem Namen medienbewusst.de seit Dezember letzten Jahres immer wieder gute und informative Meldungen zum Umgang mit Medien von Jugendlichen (aber auch für Pädagogen und Eltern gibt).

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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iMedia 2009 und Taschenfunk

12 comments May 29th, 2009

Gestern ging es für mich direkt nach dem Unterricht nach Mainz zur diesjährigen iMedia. Ich muss sagen, dass das wohl die bisher größte Veranstaltung und zugleich Fortbildung war, die ich zum Thema neue Medien mitgemacht habe – sowohl räumlich als auch von den angebotenen Workshops. Das Programm war regelrecht erschlagend und es galt sehr stark zu selektieren bzw. fokussieren. Dennoch an dieser Stelle ein großes Lob an die Organisatoren, denen es gelungen ist, einen reibungslosen Ablauf und ein wirklich reichhaltiges Angebot zu bieten. Besonder gefallen hat der ständig mögliche Wechsel zwischen offiziellem und inoffiziellen Teilen, die parallel liefen.

Doch was habe ich für mich mitgenommen und was kann ich den Lesern des Blogs als Fund anbieten? Die wichtigsten Erkenntnisse für mich, die sicher nicht neu sind aber auf der iMedia eine eindrucksvolle Bestätigung erfahren haben sind folgende:

  1. Moodle ist DIE Plattform der (nahen) Zukunft: Es war kaum möglich, an Moodle vorbeizukommen. Seien es Stände, direkte Veranstaltungen und selbst in Workshops, die nicht primär zum Thema Lernplattform stattfanden, fiel immer wieder das Stichwort “Moodle”. Die durchaus vorhandenen, anderen Plattformen klangen zwar auch an, wurden aber meistens zu Gunsten von Moodle als zweitrangig eingestuft. Ich glaube, wer derzeit darüber nachdenkt, an seiner Schule eine Plattform einzurichten, die unterstützt und auch vernetzt werden kann und soll, kommt um Moodle derzeit nicht herum. Das Urteil vieler Kollegen – meist im direkten Vergleich mit Lo-Net als möglichste Alternative – klang sehr eindeutig. Dass Lo-Net nicht einmal (als Aussteller oder Workshop) vertreten war, hat mich schon ziemlich erstaunt.
  2. Virtuelle Whiteboards: An jeder Ecke wurde man auf der iMedia mit SmartBoards konfrontiert. Verschiedene Anbieter haben ihre Lösungen präsentiert und auch in den Workshops wurde damit gearbeitet. Die Quantität der Präsenz dieses Mediums war schon beeindruckend und zeigt, dass diese  langsam aber sicher die traditionelle Tafel ablösen werden. Auch wenn immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass es mehr um ein Nebeneinander von Kreidetafel und SmartBoard gehen soll, glaube ich angesichts der Intensität, mit der diese Technik nach vorne drängt, nicht mehr daran, dass Schulneubauten oder -renovierungen an der breiten Etablierung von virtuellen Tafeln vorbei kommen werden. Es klang aber auch an, dass sich diese Technik nicht für jeden Raum anbiete. Hier wurden naturwissenschaftliche Fachräume genannt, in denen man wohl weniger Bedarf sehe, da dort das Experimentieren in Gruppen im Vordergrund stehe.

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