ePortfolios – mehr als ein lebloses Materialbündel

Portfolios sind für mich ein hochspannendes Feld. Dies resultiert wohl zum einen daraus, dass ich es in meiner Schulzeit selber nie führen musste/sollte, zum anderen aber sicher vielmehr daraus, dass ich bisher nur auf Leute gestoßen bin, die davon überzeugt waren, wenn – und diese Einschränkung halte ich für bedeutend – sie es selber versucht bzw. in ihren Lerngruppen etabliert hatten. Diese Einschränkung führt wohl auf den Aspekt, dass hinter Portfolios immer auch eine gewisse Einstellungen stecken muss. Wie diese nun konkret aussieht, haben wir bereits in einem vorherigen Post kontrovers andiskutiert.
Scherzhaft behaupte ich immer, dass derzeitige Grundschüler wohl am Ende ihrer Schulkarriere mit einem so dicken Portfolio die Schule verlassen, dass sie es kaum mehr tragen können – wenn man mal die Befürworter und ihre Visionen beim Wort nimmt. Dass dieses letzte Argument, welches mich zurückgehalten hat, da ich schlicht befürchte – nicht nur als Schüler sondern auch als Lehrer – in einer Papierflut und unübersichtlichen Koordinationstätigkeit unter zu gehen, nicht mehr trägt, ist mir sehr schnell bewusst geworden, als ich mir erste ePortfolios angesehen habe.
Und… seit dieser Woche, führen meine Schüler solche innerhalb unserer Moodle-Plattform (zum genauen Tool alsbald in einem eigenen Post mehr). Nun will ich nicht dazu anheben, ePortfolios en detail zu erläutern. Das würde zu lange dauern und können andere auch viel besser – z.B. die JISC in ihrer neuesten Publikation “Effective Practice with e-Portfolios“:
