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	<title>Lernwolkee-learning</title>
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	<description>Neue Medien im Schulunterricht</description>
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		<title>Aus dem Alltag: Fronter &#8211; erste Eindrücke</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 16:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheppler</dc:creator>
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		<category><![CDATA[e-learning]]></category>
		<category><![CDATA[Fronter]]></category>
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Wer diese Woche auch Beiträge im Blog gewartet hat, wird es erahnt oder über Twitter erfahren haben &#8211; es waren wieder 5 volle tage. Aber auch diesmal fällt wieder etwas in Sachen neue Medien ab. Denn seit nun einer Woche ist an meiner Schule Fronter einsatzfähig und mit administrativen Rechten ausgestattet erkunde ich die Plattform [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://blog4.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/11/fronter-logo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2939" title="fronter-logo" src="http://blog4.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/11/fronter-logo.jpg" alt="" width="477" height="215" /></a></p>
<p>Wer diese Woche auch Beiträge im Blog gewartet hat, wird es erahnt oder über Twitter erfahren haben &#8211; es waren wieder 5 volle tage. Aber auch diesmal fällt wieder etwas in Sachen neue Medien ab. Denn seit nun einer Woche ist an meiner Schule <a href="http://www.fronter.com" target="_blank">Fronter</a> einsatzfähig und mit administrativen Rechten ausgestattet erkunde ich die Plattform und versuche sie mir selber zu erschließen sowie Ideen zu entwickeln, sie den Kollegen möglichst einfach und effektiv zugänglich zu machen.</p>
<p>Ich möchte daher diesen Beitrag nutzen, die Plattform selber in den Blick zu nehmen und meine allerersten Eindrücke zu schildern. Da ich nun mehrjährig mit <a href="http://www.moodle.org" target="_blank">Moodle</a> gearbeitet habe und ich den Eindruck habe, dass dies vielen Bloglesern als Referenzgröße bekannt ist, ergibt sich fast automatisch, dass ich bei einem solchen Switch auf eine neue Umgebung die alte auch für mich selber als gewissen Maßstab im Kopf habe. Das dies zu einer Voreingenommenheit führen kann, hat bereits die vor einigen Tagen <a href="http://www.blog.initiatived21.de/?p=2842" target="_blank">geführte Diskussion</a> gezeigt, ist in meinen Augen aber auch sinnvoll, um im sich eh schon prinzipiell langsamer entwickelnden Schulbereich nicht immer wieder von vorne anzufangen.</p>
<p>Ich möchte meine Eindrücke in folgende Bereiche unterteilen:</p>
<p><span id="more-2938"></span></p>
<ul>
<li><strong>Lehrerzentrierung und didaktisches Konzept</strong>: Dies ist für mich auch zugleich der auffälligste Bereich, denn hinter Fronter scheint eine grundlegend andere Mentalität zu stecken als ich sie von Moodle gewohnt bin. Fronter basiert primär auf einem Up- und Download-Konzept, stellt diese Funktion für den Erstnutzer bzw. Erstkontakt deutlich in den Vordergrund. Dies bezieht sich sowohl auf die Dateiablage aber auch auf die Gestaltungsmöglichkeiten einzelner Räume. Das Hochladen von Material, das dann im nächsten Schritt von den Nutzern konsumiert werden kann, führt dann aber auch zu einer Art Lehrerzentrierung, da er ja in den meisten Fällen derjenige ist, der diese Materialien  bereitstellt. Da ich im Moment Fronter noch hauptsächlich für den Austausch mit kollegen (bald aber wohl auch Eltern) nutze, ist dies noch kein schwerwiegendes Handicap. Im Umgang mit Lernern stelle ich mir dies aber problematisch vor, nicht den Eindruck des Nürnberger Trichters zu erwecken, sondern Schüler aktiv in die Mitgestaltung des virtuellen Lernraumes einzubinden. Um damit zum nächsten Punkt überzuleiten, sehe ich bei Fronter in deutlich geringerem Maß eine Zuschneidung bzw. eine Fokussierung auf Unterricht, wie er in Zeiten des Web 2.0 möglich wird und sein sollte.</li>
<li><strong>Unterrichtseinsatz</strong>: Hier meine ich weniger das angesprochene didaktische Konzept, sondern in den letzten tagen habe ich immer wieder versucht, mir konkrete Unterrichtssituationen mit dem Einsatz von Fronter bereitzulegen. Aus der Moodle-Schule kommend schätze ich besonders die Möglichkeiten, Unterricht und vor allem Lernprozesse aktiv und zeitnah zu lenken und mitzugestalten. In Moodle ist dies sehr gut möglich, da ich in der Vorbereitung des Unterrichts verschiedene Blöcke aber in diesen auch verschiedene Tools und Materialien anlegen kann, sie aber zunächst noch ausblende. Im Unterricht selber empfinde ich es als sehr angenehm, an meinem Lehrerrechner mit administrativen Rechten eingeloggt zu sein und dann mit einem Klick zu sehen, ob mein Vorhaben aufgeht oder ich z.B. einen anderen Block vorschalte bzw. einzelne Elemente übergehe, indem ich sie mit einem Klick freigebe/sichbar schalte oder aber auch per Drag und Drop im laufenden Unterricht verschieben kann. Dies ist in Fronter nicht möglich, da die Raumbearbeitung weitaus aufwendiger und kaum im laufenden Unterricht zu bewältigen ist. Was ich hier einstelle, wird sichtbar und wenig editierbar &#8211; was sich übrigens auch auf die Schüler bezieht.
<p>Denn in Moodle ist es ja bekanntlich sehr schnell einzurichten, einzelne Blöcke oder Tools in Gruppenbearbeitung zu geben, Schüler also nicht zentral sondern nach eigenen Interessen und Lerntempi arbeiten zu lassen. Hier können zu den Aufgaben dann nicht nur unterschiedliche Ergebnisse entstehen, sondern diese entwickeln sich auch in eigenen, flexiblen Unterräumen. Da letztere aber stets Bestandteil des Kursraumes sind und gezielt gruppiert werden können, bleibt die Lerneinheit &#8220;Klasse&#8221; aber stets bestehen. In Fronter müsste ich dazu wohl mehrere Räume einrichten, die dann zusammenzuführen bzw. übersichtlich zu halten, sehr schwer werden wird.</p>
<p>ein letzter Unterpunkt ist dazu die Anwendung von Tools. In Fronter sind diese recht rar gesät. Dies mag angesicht von Werbebroschüren und der auch plattforminternen Auflistung etwas verwundern. In meinen Augen resultiert diese Behauptung aber darauf, dass viele Funktionen, die als unterschiedliche Tools angepriesen werden, im Kern oft sehr ähnlich sind oder nur geringe Unterschiede aufweisen. Auch hier kommt die grundsätzliche Mentalität des Einpflegens zu Konsumierungszwecken wieder zum Tragen, da mir alleine zum Einstellen von unterschiedlichen Materialarten unterschiedliche Tools angeboten werden.</p>
<p>Noch bemerkenswerter ist für mich aber das Spektrum der Einsatzszenarien für die einzelnen Tools. Dadurch, dass diese oft stark fokussieren, scheint ihr Einsatzfeld klar abgesteckt bzw. seitens der Entwickler durchdacht zu sein. Dies mag aus der Sicht letzterer sehr sinnvoll sein, da damit eine gewisse Stabilität gewährt werden kann. Für mich als Lehrer ist dies aber eher einschränkend. Ich merke es nach den ersten Tagen und Versuchen daran, dass ich mich ertappe, mir grundsätzlich andere Fragen zu stellen als in Unterrichtsvorbereitungen mit Moodle: In Fronter klingt das gedanklich so</li>
</ul>
<blockquote><p>Ah, dieses Tool kann also dies. Wie setze ich das jetzt geschickt im Unterricht mit seiner gezielten Funktionalität ein?</p></blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">In Moodle ist meine Denkweise eher diese:</p>
<blockquote><p>Ah, ich würde gerne eine kollaborative Sammlung von Begriffserklärungen erstellen lassen. Nutze ich dazu jetzt lieber ein Glossar oder das Wiki? Oder kommen die Schüler besser in einem Forum zurecht?</p></blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">Ich denke in Fronter &#8211; bzw. habe das Gefühl, dazu geführt zu werden &#8211; viel eher vom Tool aus und nehme die möglichen Unterrichtsszenarien in den Blick. In Moodle hingegen stehen mir unterschiedlichste Tools für gleiche Szenarien bereit &#8211; und ich kann sie aus dem reichen Fundus der Community erweitern &#8211; die mich eher den Unterrichtsgegenstand zum Ausgangspunkt nehmen lassen. Ein weiterer Aspekt in Sachen Tools ist dann, dass Fronter sehr eigene Werkzeuge anbietet, die einem in der Web 2.0-Landschaft so nicht begegnen. Am auffälligsten ist dies sicher &#8211; aber nicht nur &#8211; beim Fronter-Wiki, welches kaum Ähnlichkeit in aussehen und Handhabung mit den verbreiteten Wikis im Internet hat, sondern vielmehr eine minimalistische Form eines Google Docs-Dokuments ist &#8211; also eine Datei, die gemeinsam (aber nicht simultan) bearbeitet und gespeichert werden kann (allerdings mit Versions-History, ohne farbliche Hervorhebung). Die Werkzeuge in Fronter werden einem in der Form kaum anderswo begegnen, so dass ich meinem derzeitigen Orientierungsprozess schon den Eindruck habe, Fronter selber zu &#8220;lernen&#8221;. Ich bin gespannt, ob sich dies mit zunehmender Vertrautheit mit Fronter ändern wird. Wenn ich mich an meinen Erstkontakt mit Moodle zurück erinnere, meine ich allerdings nicht vor diesem Phänomen gestanden zu haben.</p>
<ul>
<li><strong>Support</strong>: Dies scheint mir ja in der Werbestrategie von Fronter ein wesentlicher Aspekt zu sein. Denn tatsächlich ist die Plattform kostenpflichtig und der Anbieter garantiert einem die Abnahme sämtlicher Hosting-Bereiche. Man bekommt als Schule also eine fertige, lauffähige Plattform bereitgestellt. Das klingt natürlich verlockend, da Lehrer im Alltag ja eh kaum  Zeit für weitere Aktivitäten haben (ob dies nun an der prinzipiellen Arbeitsbelastung oder der Art und Weise, wie Lehrern (un-)flexible Arbeits- und Denkstrukturen in der Ausbildung vermittelt werden, ist eine andere Diskussion). Und tatsächlich läuft Fronter vom ersten Tag recht zuverlässig und bedarf als Plattform kaum administrativer Eingriffe durch die schuleigenen Lehrkräfte. Doch damit ist es ja keineswegs einsatzfähig. Denn die Arbeit des Einpflegens von Schülern und Lehrern (LogIns), das Anlegen und Ausgestalten von Räumen bleibt auch hier bei der Schule und den betreuenden Lehrern &#8211; wir sind es also selber diejenigen, die Räume anlegen, gestalten, Rechte vergeben, Nutzer einpflegen und zuweisen usw. Im Grunde ist die Einrichtung eines Fronterraums für meine Kollegen, Eltern und Schüler genauso aufwendig wie in Moodle. Nur mit dem Zusatz, dass ich in Moodle viel ausgefeiltere Optionen habe, bereits fertige Räume in unterschiedlichen Stufen zu übernehmen (mit oder ohne Nutzer, mit oder ohne einzelne Materialien, mit oder ohne einzelne Tools usw.), was in Fronter nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich ist. Was dann aber eher fortgeschrittene Nutzer betrifft: Ein Zugriff auf den Webspace ist in Fronter nicht möglich, sondern auch als Administrator operiere ich ausschließlich über die Nutzeroberfläche.
<p>Und zu guter letzt: die Community. Wer einmal in moodle vor einem Problem stand, das entweder technischer oder auch didaktischer Natur war und das hohe Tempo und die beeindruckende Bereitschaft der Community über moodle.org erlebt hat, wird sich im Klaren sein, dass so etwas einzigartig und für ein kommerzielles Anbieter kaum nachahmbar ist.</li>
</ul>
<p>Ich möchte noch einmal hervorheben, dass es sich bei den geschilderten Problemen, die ich derzeit mit Fronter habe um Erfahrungswerte nach der gut einwöchigen Nutzung (dabei aber täglich) handelt. Wenn man daraus ableitend aber die derzeit attraktivsten oder meistgenutzten e-Learning-Plattformen im schulischen bereich in den Blick nimmt, wird für mich eines überdeutlich: Man merkt als Lehrer sehr schnell, mit welchem Fokus bzw. mit welchem Blick eine Plattform entwickelt wurde. man registriert unmittelbar, ob dahinter t´techniker mit ihrem Sinn für die Realisierungsmöglichkieten und der Strategie der Stabilität stecken. oder ob hier Didaktiker und Pädagogen (mit-)entwickeln und in welchem Umfang. Und ich glaube, dass dieses Maß an Zusammenarbeit zwischen technischem Anbieter und alltäglichem Nutzer (hier: Lehrer und Schüler) eine maßgebliche Rolle nicht nur für die Akzeptanz aber auch die erfolgreiche Nutzbarkeit in Lernszenarien beeinflusst. Letztendlich ist es die Neuausrichtung und Neuaufstellung im Zuge des Wechsels vom Web 1.0 zum Web 2.0 der manchen Plattformanbietern noch tiefer in den Knochen steckt als anderen. Aber auch seitens der Lehrer wird sich die Akzeptanz einer Plattform wesentlich an dem Grad messen lassen, in welcher Form er Unterricht denkt und wird dabei evtl. auch zu einem anderen Bild kommen als ich mit meiner eigenen Vorstellung von schülerzentriertem und kolaborativ gestalteten Unterricht.</p>
<p>Ich selber werde daher die in meinen Lerngruppen bereits eingeführten Moodleinstanzen nicht sofort aufgeben und mich weiter versuchen, mit Fronter als schulweite Plattform anzufreunden und ab und an hier zu berichten. Vielleicht habe ich es in ein paar Wochen oder Monaten soweit durchschaut, dass ich meine Kritikpunkte zurücknehme und mein &#8220;Fronter-Lernprozess&#8221; erfolgreich war. Mit Blick auf die aktuelle Landschaft der Lernmanagementsysteme (LMS) stellt sich mit aber einmal mehr die Frage</p>
<blockquote><p>Quo vadis, e-learning?</p></blockquote>
<p>Dieses Post wurde erstellt von <a href="http://www.scheppler-online.de" target="_blank">René Scheppler</a></p>
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		<title>Study Finds That Online Education Beats the Classroom</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 07:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheppler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessanter Artikel in der New York Times zum Thema Online-Lernen. Er handelt von einer neuen Studie, die im Auftrag des &#8220;Departments of Education&#8221;, also des US-Bildungsministeriums, entstanden ist, mit dem Namen &#8220;Evaluation of Evidence-Based Practices in Online Learning&#8221;. Recht umfangreiches Werk, mit der bemerkenswerten Schlussfolgerung: &#8220;On average, students in online learning conditions performed better than [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="blank" href="http://bits.blogs.nytimes.com/2009/08/19/study-finds-that-online-education-beats-the-classroom/?ref=technology">Interessanter Artikel</a> in der New York Times zum Thema Online-Lernen. Er handelt von einer neuen Studie, die im Auftrag des &#8220;Departments of Education&#8221;, also des US-Bildungsministeriums, entstanden ist, mit dem Namen <a target="blank" href="http://www.ed.gov/rschstat/eval/tech/evidence-based-practices/finalreport.pdf">&#8220;Evaluation of Evidence-Based Practices in Online Learning&#8221;</a>. Recht umfangreiches Werk, mit der bemerkenswerten Schlussfolgerung: &#8220;On average, students in online learning conditions performed better than those receiving face-to-face instruction.&#8221;</p>
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		<title>Von der Lehr- zur Lernplattform</title>
		<link>http://lernwolke.de/2009/03/16/von-der-lehr-zur-lernplattform/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheppler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Prof. Michael Kerres hat im Rahmen der Fachtagung an der PH Zürich am letzten Freitag seine Keynote &#8220;Personal Learning Environments &#8211; von der Lehr- zur Lernplattform&#8221; online gestellt. Darin geht er der wahrscheinlich entscheidenden Frage im Hinblick auf die Entwicklung von Lehr-/Lernplattformen in den nächsten Jahren nach: Wie können sich Lehrplattformen zu Lernplattformen entwickeln?

Ausgehend von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="phz" src="http://www.schwyz.phz.ch/uploads/pics/logo_fachtagung_2009.gif" alt="" width="600" height="200" /></p>
<p>Prof. Michael Kerres hat im Rahmen der <a href="http://www.schwyz.phz.ch/fachtagung" target="_blank">Fachtagung an der PH Zürich</a> am letzten Freitag seine Keynote &#8220;<a href="https://connect.ruhr-uni-bochum.de/ple09" target="_blank">Personal Learning Environments &#8211; von der Lehr- zur Lernplattform</a>&#8221; online gestellt. Darin geht er der wahrscheinlich entscheidenden Frage im Hinblick auf die Entwicklung von Lehr-/Lernplattformen in den nächsten Jahren nach: Wie können sich Lehrplattformen zu Lernplattformen entwickeln?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://connect.ruhr-uni-bochum.de/ple09" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-2234" title="bild-30" src="http://blog4.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/03/bild-30.png" alt="" width="271" height="235" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Ausgehend von der zutreffenden Diagnose zum Status Quo an vielen Schulen &#8211; was die IT-Ausstattung angeht &#8211; entwickelt er eine Art nahe Vision von dem, was die von ihm zugrundegelegte Implementierung der Idee des Web 2.0 nicht als neue Technologie sondern als &#8220;andere Sichtweise und Nutzung des Internet&#8221; nach sich ziehen wird.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-2233"></span>Bereits bei der Analyse des Ist-Zustandes macht Kerres einen wesentlichen Punkt, der bei der Betrachtung von Schulgebäuden und deren technischer Ausstattung &#8211; so auch wieder direkt gesehen bei der jüngsten, offiziellen und externen Inspektion meiner Ausbildungsschule &#8211; leider allzu oft vergessen oder übersehen wird:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Und dann müsste man auch noch hinzuziehen die Ausstattung die eben Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen zu Hause haben. Auch das muss man ja eben halt berücksichtigen und bedenken, wenn man sich überlegt, wie eigentlich die Schul-IT-Zukunft aussehen könnte &#8211; konzeptionell und technologisch.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Dies deckt sich mit der Entwicklung, die auch die Initiative D21 sieht, dass es eben nicht mehr die hauptsächliche Verantwortung der Schule sein wird, die Kinder und Jugendlichen mit der entsprechenden Hardware auszurüsten, sondern dass private Endgeräte auch problemlos Bestandteil schulischen Lernens werden können. Die Aufgabe der Schule wird wohl weniger in den Endgeräten liegen, als vielmehr in der Bereitstellung einer Infrastruktur &#8211; hier konkret eines Netzwerkes:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Wir sehen, die Situation würde dann perspektivisch auch anders aussehen. Im Mittelpunkt steht eben jetzt nicht mehr die Schulausstattung mit PCs &#8211; gegen die ja gar nichts zu sagen ist -, aber im Mittelpunkt würde eben hier die drahtlose Kommunikation, das NetBook (stehen).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog4.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/03/bild-31.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2235" title="bild-31" src="http://www.blog.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/03/bild-31-300x193.png" alt="" width="300" height="193" /></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Für eine Konzeption von eLearning skizziert Kerres drei Entwicklungsrichtungen:</p>
<ol>
<li>user vs. author (learners as creators): &#8220;Die Lernenden werden zunehmend Mitwirkende bei der Entwicklung von Lernkontent&#8221;.</li>
<li>local vs. remote (learning is ubiqitous): Dies betrifft den Ort der Datenspeicherung, der sich zunehmend von der lokalen Festplatte zur Ablage auf (öffentlichen) Servern verschiebt.</li>
<li>private vs. public (learning = performing): &#8220;Diese Grenze verändert sich &#8211; um es vorsichtig auszudrücken. Sie verschiebt sich etwas in Richtung eben Öffnung des Privaten. Und auf diese Weise wird der Lernprozess selbst sozusagen sichtbar und hinterlässt Spuren. (..) Der Lernprozess wird selbst sozusagen zur Performanz.&#8221;</li>
</ol>
<p>Vor allem der dritte Punkt ist der in meinen Augen entscheidende, da dieser die ersten beiden indirekt mit beeinflusst oder zu einem gewissen Grad nach sich zieht. Lernen &#8211; so auch im <a href="http://www.blog.initiatived21.de/?p=2218" target="_blank">letzten Youtube-Schmankerl</a> angesprochen &#8211; wird weder zeitlich noch räumlich in Zukunft auf die Schulzeiten oder das Schulgebäude konzentriert bleiben können. Die Verknüpfung mit privaten Lernsettings, die sich im und durch das Internet ergeben, dürfen nicht Gefahr laufen, zu einer parallel zur Schule existierenden Lernwelt zu werden. In der <a href="http://www.blog.initiatived21.de/?p=2226" target="_blank">Diskussion auf der CeBit</a> war dies einer der Hauptkritikpunkte, der von den dort vertretenen &#8220;digital natives&#8221; in Person von Schülern geäußert wurde, wenn sie für sich feststellen, dass sie vieles, was sie lernen, nicht (mehr) in der Schule lernen.</p>
<p>Danach fragt Kerres schließlich, welche Bedeutung haben die Web 2.0-Tools für Lernen und Schulen:</p>
<blockquote><p>Welche Zukunft haben Lernplattformen in dieser Welt von Web 2.0? (&#8230;) Es stellt sich die Frage: Ist eigentlich das, was wir als LMS betreiben, überhaupt die Lernplattform? Ist nicht vielleicht eine Differenzierung vorzunehmen zwischen der Lehrplattform, in der wir Materialien einstellen und versuchen, das Lernen zu organisieren, und der wirklichen Lernplattform? Also in diesen Orten, die letztlich auch das Web 2.0 ausmachen.</p></blockquote>
<p>Anhand seines eigenen Lehrstuhls und Online-Studiengangs &#8220;M.A. Educational Media&#8221; stellt er offene Möglichkeiten vor, Lernende zu vernetzen. Die Studierenden schreiben dabei Blogs, die dann auf der Webseite des Lehrstuhls per RSS zusammengeführt werden. Dadurch entsteht eine Übersicht, womit die Studierenden sich aktuell beschäftigen. Dabei wird auf freie Web 2.0-Dienste zurückgegriffen, und eben nicht auf eine geschlossene, institutionseigene Plattform. Besonders anschaulich wird dies, wenn Kerres letztlich eine selbst zusammengestellte und auf und von den/m besitzenden Lerner zugeschnittene <a href="http://www.google.com/ig" target="_blank">igoogle-Seite</a> als die eigentliche Lernumgebung vorstellt. Das entscheidende dabei ist dann genau die Möglichkeit, z.B. über RSS die LMS des Lehrstuhls mit der PLE des Lernenden zu verbinden und einen direkten, automatisierten Austausch von Inhalten verschiedenster Art zu initiieren:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog4.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/03/bild-33.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2237" title="bild-33" src="http://www.blog.initiatived21.de/wp-content/uploads/2009/03/bild-33-300x219.png" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Damit entsteht &#8211; wie Kerres richtig betont &#8211; eine Lernumgebung, die dem Lerner gehört und auch nach seiner zeit an der jeweiligen Institution ihm weiter zur Verfügung steht. Der Lerner dockt mit dieser eigenen Plattform nur noch über automatisierte Austausch- und Synchronisationsdienste an die institutionseigene Plattform an und besorgt sich da den Kontent, den er braucht und gewinnbringend in seine eigene Lernumgebung einbettet (und selber strukturiert). Und dies funktioniert dann natürlich auch anders herum, dass &#8211; wie beschrieben &#8211; auf der Instituitionsseite, die die vielen Lerner letztlich verknüpft/verbindet, Inhalte eingepflegt werden, die ursprünglich aus einer individuellen PLE stammen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Der entscheidende Knackpunkt ist, dass diese Systeme alle miteinander verknüpft sind. Also praktisch einen zusätzlichen Layer über das Internet mit seinen traditionellen html-Verknüpfungen legt. (&#8230;) Diese Verknüpfung von Inhalten und von Anwendungen, das macht es letztlich, was eben auch diese zusätzliche Qualität einer solchen Koppelung von LMS und PLE (ausmacht).</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Dass dies nicht nur eine Spielerei für die Universität ist, sondern durchaus auch an der Schule funktionieren kann, beweist die Entwicklung so genannter ClassBlogFolios durch <a href="http://fremdsprachenundneuemedien.blogspot.com/" target="_blank">Jürgen Wagner</a> und Verena Heckmann. In ihrem Einführungsvortrag bedienen sie sich eben auch einer frei verfügbaren Blog-Software, mit der sie Schüler und deren Ergebnisse und Lernprozesse miteinander verknüpfen. Auch hier ist bemerkenswert, dass nicht auf Systeme zurückgegriffen wird, die dem Schüler für diesen erkennbar bei Verlassen der Institution (hier Schule) nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieser kann seine stetig wachsende PLE schließlich mitnehmen und dann &#8211; im Sinne von Kerres &#8211; an seine zukünftige Universität oder Ausbildungseinrichtung andocken. Hier der Einführungsvortrag von Jürgen Wagner: <a href="http://breeze.lpm.uni-sb.de/p76053762/" target="_blank">http://breeze.lpm.uni-sb.de/p76053762/</a></p>
<p style="text-align: left;">Wichtig ist dann aber auch, nicht zu vergessen zu erwähnen, dass solche bisher rein technische Szenarien zugleich eine Änderung von Einstellung zum Lernen selber erfordern (also di didaktische Sicht). Kerres stellt hierzu 5 Punkte zusammen (neben der Forderung nach dem Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur), die verdeutlichen, dass Lernen mit Web 2.0-Technologie anders strukturiert ist, als &#8220;traditioneller&#8221; Unterricht bzw. in diesem einzelne Bestandteile an Bedeutung gewinnen:</p>
<ul>
<li>Selbstlernen (z.B. Freiarbeit unter der Betreuung des Lehrers als Supervisor)</li>
<li>Kooperation (Austausch mit anderen Lernenden)</li>
<li>Projekte (und Projektarbeit im Sinne von Lernvereinbarungen mit dem Lehrer)</li>
<li>Individualisierung</li>
<li>Lernorganisation (Schaffung von Raum und zeitliche Fenstern)</li>
</ul>
<p>Bemerkenswert ist letztlich noch die Feststellung Kerres, dass es weniger um zusätzliche Fortbildungen im großen Stil für Lehrer gehen sollte. Vielmehr sieht er wesentliche Potentiale in Communities of Practice &#8211; also Plattformen für Gemeinschaftsbildung und auch Materialaustausch für Lehrer:</p>
<blockquote><p>Und dann sehen wir, es ist eigentlich gar nicht mehr so das Problem von Lehrerfortbildungen. Vielleicht können wir sogar langsam davon ausgehen, dass Lehrpersonen so etwas wie Moodle oder ähnliches sich schlicht auch relativ gut selbst aneignen können. Wir müssen heute viel weiter schauen und fragen &#8211; und das ist dann aber sogar dummerweise doch noch mühseliger als eine Moodle-Schulung -, wir müssen weiterschauen und fragen, was bedeutet das für unsere Schule, für unsere Bildungseinrichtung eben im Ganzen. (&#8230;)</p>
<p>Im Grunde das ist die spannendste Entwicklung und eigentlich auch die jetzt rein quantitative fast wichtigste für gerade die Lehrpersonen, das sind die Communities of Practice. Gemeint sind schlicht und einfach Foren und Möglichkeiten, wo Lehrpersonen untereinander Lehrmaterialien, die sie selbst entwickelt haben, einstellen, zur Verfügung stellen, austauschen. Die einzelne Lehrperson ist ja kompetent in der Entwicklung von Materialien.</p></blockquote>
<p>Hier legt Kerres in meinen Augen zu sehr den Fokus auf konkrete Materialien. Aber in meinen Augen ist dies gar nicht die Hauptschwierigkeit, vor der viele Kollegen stehen. Vielmehr wird ein Austausch über Unterricht und Unterrichtsszenarien notwendig, die dann natürlich mit Materialien unterstützt werden können. Wichtiger ist aber die Möglichkeit des Austauschs und der Knüpfung von durchaus auch überschulischen, interkollegialen Netzwerken, die es dem Einzelnen ermöglicht, den eigenen Unterricht nicht als Eigenes, von anderen Lehrern abgekoppeltes Etwas zu verstehen. Auch für den Lehrer (und nicht nur für den Schüler) werden dann die oben genannten 5 Punkte bedeutsam. Hierin sehe ich auch eine große Chance, Anregungen und Erfahrungen von und an anderen Schulen gewinnbringend an die eigene Lehrinstitution zu bringen und nicht Fehler oder Fehlentwicklungen, die andernorts bereits gelaufen sind, wieder zu machen. So oft hat man den Eindruck, dass jede Schule für sich nach Wegen und Lösungen für Probleme sucht, die viele andere Schulen auch haben.</p>
<p>Ich halte den Vortrag von Kerres für sehr anregend, was sich sicher auch aus der beschriebenen Stellung zwischen Status Quo und nicht allzu ferner Zukunft ergibt. Kerres spinnt hier keine wilden Visionen, sondern zeigt Szenarien auf, die sich aus in der Praxis nachvollziehbaren Beobachtungen ergeben. Ich kann somit nur empfehlen, sich die Ideen anzusehen, da ich trotz der recht umfangreichen Besprechung einige Selektionen vornehmen musste.</p>
<p>Schließen möchte ich schließlich mit einem Ausspruch aus der Präsentation, die es sicher ganz gut trifft und die man stets im Blick behalten sollte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Keep it simple, stupid!.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Dieses Post wurde erstellt von <a href="http://www.scheppler-online.de" target="_blank">René Scheppler</a>.</p>
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		<title>ECDL &#8211; kostenlose Module rund um Computer &amp; Internet</title>
		<link>http://lernwolke.de/2008/07/31/ecdl-kostenlose-module-rund-um-computer-internet/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 11:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheppler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[e-learning]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss zugeben, eine Weile überlegt zu haben, dies zu posten, da ich ja eigentlich kein großer Freund von Computerführerscheinen &#38; Co &#8211; also solchen expliziten Lehrkursen zum Computer, wo der Gegenstand auch gleich Unterrichtsinhalt ist und nicht als Hilfsmittel bzw. Medium genutzt wird &#8211; bin.
Dennoch ist die Seite der DLGI sehr nett aufbereitet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 10px; float: left;" src="http://www.ecdl-moodle.de/theme/dlgi/pix/pix/logo.gif" alt="" width="199" height="102" />Ich muss zugeben, eine Weile überlegt zu haben, dies zu posten, da ich ja eigentlich kein großer Freund von Computerführerscheinen &amp; Co &#8211; also solchen expliziten Lehrkursen zum Computer, wo der Gegenstand auch gleich Unterrichtsinhalt ist und nicht als Hilfsmittel bzw. Medium genutzt wird &#8211; bin.</p>
<p>Dennoch ist die Seite der <a href="http://www.dlgi.org/" target="_blank">DLGI</a> sehr nett aufbereitet und die dort kostenlos angebotenen <a href="http://www.dlgi.org/de/moodle/" target="_blank">Kurse rund um Computer und Internet</a> mögen vielleicht doch dem einen oder anderen nutzen. Und wenn man es sich nur mal ansieht, um zu sehen, wie modern ein Moodle aussehen kann.</p>
<p>Die angebotenen Kurse werden wie folgt angekündigt:</p>
<blockquote><p>Mit dem ECDL Moodle möchte die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik Lehrkräfte bei der Arbeit im Unterricht unterstützen und kostenlose ECDL Unterlagen zur Vorbereitung auf ECDL-Prüfungen anbieten.</p>
<p>Zu allen sieben ECDL-Modulen finden Sie vorbereitende Materialien für den schulischen Einsatz. Die Unterrichtsmaterialien stammen aus der Schulpraxis und sind von engagierten Lehrkräften erstellt worden. Mit der ECDL-Moodleplattform möchten wir ein Angebot zum Austausch und zur Weiterentwicklung dieser Inhalte anbieten.</p></blockquote>
<p>Dieses Post wurde erstellt von <a href="http://www.scheppler-online.de" target="_blank">René Scheppler</a>.</p>
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