Archive: Posts Tagged ‘Computerspiele’

Computerspiele im Unterricht – Lehrer ins Kino

No comments May 13th, 2010

Spätestens seit Computerspiele ihren festen Platz im Alltag von Kindern und Jugendlichen haben, sind sie zwangsläufig auch Thema und Gegenstand der pädagogischen Praxis. Computerspiele bieten der Pädagogik die Chance, direkt an der Lebenswelt junger Menschen anzuknüpfen. (…)

Voraussetzung jeder pädagogischen Nutzung von Computerspielen ist, dass sich Fachkräfte aktiv mit der Thematik auseinandersetzen. Eine Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen ist sinnvoll, denn oftmals sind sie die wahren Spieleexperten. Glaubwürdig sind Pädagoginnen und Pädagogen, die nachfragen, Interesse zeigen und nicht aus der Ferne urteilen. Der Einsatz und die Thematisierung von Spielen sollten dabei aber kein Selbstzweck sein. Was soll erreicht werden und welche Rolle nehmen dabei die Spiele ein? Hier kommt es auf die eigenen Erfahrungen an. Um Potenziale oder Risiken abschätzen zu können, müssen sich pädagogische Fachkräfte informieren und relevante Spiele selbst und unvoreingenommen testen.

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Digitale Spiele im Klassenzimmer

4 comments October 29th, 2009

Im letzten Post ging es kurz um Handys und den Umgang damit in Schulen. Wer pädagogische Diskussionen 8oder besser: Diskussionen unter Pädagogen) kennt, weiß, dass es in medienpädagogischer und -didaktischer Hinsicht nur noch eine Steigerung gibt: Computerspiele. Deren Ruf ist teilweise so schlecht, dass ernsthafte Diskussionen mit einem Kommentar zu Killerspielen und deren “Wirkung” abgetan wird. Im Unterricht mit Schülern am Computer zu spielen braucht wahrscheinlich eine gehörige Portion Mut und Diskussionsbereitschaft. Oder aber gute Sachkenntnis und Bereitschaft, mit Klischees aufzuräumen.

Einen in meinen Augen gelungenen Ansatz versucht das European SchoolNet mit der Herausgabe eine Broschüre in gleich mehreren europäischen Sprachen – auf Deutsch “Digitale Spiele im Klassenzimmer”. Im Untertitel heißt es “Ein Handbuch für LehrerInnen” und kann zurecht als solches bezeichnet werden, da es neben dem theoretischen aber praxisnah gehaltenen Teil auch praktische Hilfe und Informationen liefert.

Dass der Anspruch nicht gerade gering ist, zeigt die Liste der ziele der Broschüre:

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Virtuelle Spielplätze

1 comment October 18th, 2009

In 3Sat berichtete heute die Sendung “Neues” über die digitalen Spielplätze vor allem kleinerer Kinder (ganze Sendung mit einführender Erklärung, was Online-Spielwelten sind). Unter dem Titel “Onlinewelten für Kinder – Wenn Kinder zu Kunden werden” wird recht vorurteilsfrei und nachvollziehbar über die Spielewelten an sich mit Experten unter anderem aus dem forschenden Bereich gesprochen. Dort finden sich Tipps und Hinweise auch für die Eltern der Kinder, was Nutzungsdauer und evtl. Gefahren angeht.

Darüber hinaus werden (auch auf der verlinkten Seite oben nachzulesen) einige dieser Angebote vorgestellt und kritisch betrachtet. Der Beitrag gibt einen ganz guten Überblick darüber, wohin sich der Trend derzeit bewegt und womit man die Kinder zu locken versucht. Die Userzahlen die im genannt werden sind nicht unbeachtlich. Und von dem einen oder anderen Spiel habe auch ich meine Schüler bereits reden hören. etwas stutzig bin ich bei der Lobeshymne auf Panfu geworden. Zwar mag sich diese Spielewelt durch ihre besondere Gewaltfreiheit und pädagogische Entwicklung sowie Moderation auszeichnen (mein Probe-Panda konnte eben nach 22 Uhr gar nicht mehr Chatten). Das Werbebombardement, das da mit gleich zwei Bannern für mehrere nicht unbedingt kinderrelevante Produkte (Winterkollektion eines Modeanbieters und ein DVD-Verleiher) auf mich einging, ist aber auch da nicht zu verachten.

Ich denke, der Beitragstitel ist daher durchaus bemerkenswert treffend: Kinder und Schüler werden im Internet zunehmend als Kunden wahrgenommen. Sie dafür zu sensibilisieren sollte auch die Aufgabe von Schule sein. Sich daher einen Einblick zu verschaffen, worüber man da überhaupt mit den Kindern spricht, hilft dieser Beitrag aber bestimmt ein Stück weit (Direktlink / mov-Datei):

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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