Zeigt her Eure Dateien

Kommentieren 23. October 2010

Wichtiges Update: Zeigt her Eure Dateien – zum Zweiten

Wer als Lehrer in eher schreibintensiven Fächern unterrichtet, wird die Stapel an Heften kennen, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf dem Schreibtisch zu Türmen anwachsen. Mir sind diese stets ein Graus zumal viele Dokumente, die meine Schüler erstellen, inzwischen auch digital angelegt werden. Dies gilt (noch) nicht für Diktate oder Klausuren, aber in den eher offenen Unterrichtsszenarien an meiner schule treten diese zu Gunsten von Projektarbeiten, Portfolios und ähnlichem immer weiter in den Hintergrund. Und letztere erstellen die Schüler gerne digital und bringen inzwischen gar eigene Laptops mit in den Offenen Unterricht.

Doch auf diese Dokumente sollte man ab und zu als Lehrer einen ruhigen Blick werfen können. weniger aus dem Gedanken der Kontrolle sondern vielmehr in meiner Rolle als Berater und Coach, der unterstützen und weiterhelfen kann. Nun kann man dies natürlich über eine Lernplattform à la Moodle machen. Doch nicht immer ist eine solche etabliert und zudem gestaltet sich hier auch die textnahe Korrektur als recht aufwendig, da man permanent am runter- und hochladen von Dateien ist.

eine sehr elegante Lösung, die sich auch spontan und flexibel einsetzen lässt, ist AirDropper für die Dropbox (siehe papierfreie Schultasche). Dieser recht simple Service übernimmt einen eigentlichen fehlenden Bestandteil von Dropbox, welcher auch bei box.net nur in der Premium-Version verfügbar ist, nämlich die Möglichkeit, über eine spezielle Webseite externen Nutzer zu ermöglichen, Dateien direkt in meine eigene Dropbox hochzuladen. Diese habe ich dann in gewohnter Manier direkt auf dem Rechner oder dem Handy/iPhone.

Bei Airdropper gewährt man zunächst dem service Zugriff auf die eigene Dropbox und erstellt dann ein Projekt, bei dem man am besten sich selber als Empfänger einträgt. denn dann schickt der dienst die Einladungsmail direkt an einen selber und man kann den dort enthaltenen Link nehmen und z.B. über Tinyurl in ein merkbares Format bringen. Dies ist dann einfach an die Schüler via Tafel, Zettelchen oder eben Klassenhomepage/-community verteilt.

Natürlich wäre eine direkte Kooperation via Dropbox mit den Schülern noch einfacher, aber nicht immer sind alle dazu bereit, es stehen Datenschutzgründe im weg oder man möchte es gar nicht so langfristig sondern eher flexibel nutzen. den Schüler kann man dann wieder den Public-Link zum entsprechenden Dropbox-Ordner geben, damit diese sich evtl. Korrekturen/Anmerkungen ansehen können.

Ich halte dies für eine einfache und schnelle Variante, Dateien einzusammeln, wenn man eine längerfristige Lösung (mit ihren Vorteilen) vermeiden will. Anschauen lohnt sich…

© René Scheppler, 2010

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