Mathe am Board oder Beamer
Ich bin Geisteswissenschaftler – Deutsch und Geschichte meine Fächer. Von daher kommen mathematisch-naturwissenschaftliche Beiträge hier ziemlich kurz. In den letzten Tagen haben mich gleich zwei Anfragen von Kolleginnen erreicht, wie ich denn den Einsatz von interaktiven Whiteboards im Matheunterricht einschätze. Ich habe versucht, mich mal umzuschauen und gestaunt, was mir in diesem Bereich an Tools einfach nicht ins Blickfeld geraten ist. Nun will ich nicht gegen meine Interessen bloggen, aber da ich bald ein SmartBoard in meine Klasse bekommen werde, werden wohl die Fachlehrer mit ähnlichen Fragen kommen.
Für Mathe hält die NoteBook-Software von SmartTech (gibt es in der Vorgängerversion für Mac sogar kostenlos) ja bereits tolle Werkzeuge bereit. Aber eine spannende online-Applikation (oben aufs Bild klicken) hält ganz ähnliches optisch noch etwas kindgerechter bereit – und kostenlos. Zudem der Sevice gespickt mit vielen netten Vorlagen für die diversten Szenarien. Und auch für mich klasse finde ich die integrierte Stoppuhr und den Timer – das ist sogar “fachfremd” eine feine Sache z.B. für Spiele. Und wenn man nicht gleich ein ganzes interaktives Whiteboard zur Verfügung hat, tut es vielleicht auch schon ein Lehrerlaptop mit Beamer.
Ein abschließendes Urteil überlasse ich in den Kommentaren den Mathe-Fachkollegen
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© René Scheppler, 2010

Leider habe ich, was Mathe betrifft, noch keine eigene Erfahrung mit dem IWB (ActiveBoard) sammeln können, nur in einer Fortbildung. Dort stachen drei Möglichkeiten besonders hervor:
1. das Mustererkennungstool macht aus krakeligen Dreiecken und eierförmigen Kreisen geradlinig begrenzte Dreiecke und richtige Kreise, die sich nach Belieben drehen und verschieben lassen.
2. Bilder und Videos können nebenbei beschriftet werden, ist aber nicht typisch mathematisch (Tipp für den Satz des Pythagoras: http://www.youtube.com/watch?v=iK9bhyl6B_E )
3. mit GeoGebra kann direkt an der Tafel statt mit dem Finger auf der Maus und dem Blick auf den Laptopbildschirm geabreitet werden
Spezielle Matheprogramme gibt es m.E. nicht fürs ActiveBoard. Und selbst wenn, befürchte ich, dass es auch nur viel Klickibunti mit geringem Bezug zur Sek.I-Mathematik ist *seufz*
Aber das Tool aus dem Beitrag liefert doch schon ziemlich konkrete Grundlagen sortiert nach den Klassenstufen (wenn wohl auch amerikanischer “Lehrplan”).
Aber ich fürchte, in die Didaktik der Mathematik habe ich mich einfach bisher viel, viel zu wenig reingedacht.
Ich denke, es geht beim Einsatz des IWB weniger darum, mit welchen Programmen man es einsetzen könnte, sondern das man einfach ausprobiert, das normale Tafelbild oder sonst auf den OHP gelegte Folien zu ersetzen. Dadurch wird den Schülern das IWB viel normaler vorkommen als wenn man besondere Programme und Spielchen darauf spielt. Viel schwieriger ist, mit der Klasse das IWB regelmäßig zu benutzen und zwar, wenn man es gerade wirklich benötigt und nicht, wenn zufällig der Raum gerade frei ist oder man eine Einheit speziell mit dem IWB geplant hat. In Französisch ist es für mich ein Folienersatz geworden: ich kann Bilder in Farbe und groß genaug zeigen und beschriften, Lückentexte anzeigen und beschriften lassen, Videos zeigen und mal eben im Internet etwas zeigen.
Die Notebook Software ist für alle Lehrer und Schüler übrigens immer noch kostenlos wenn ein Smartboard an der Schule vorhanden ist. In der neuen Version sind Geodreieck, Zirkel und Lineal mit dabei. Allerdings gibt es jetzt auch eine kostenpflichtige Mathe-Erweiterung mit Formel-Editor, Erkennung von handgeschriebenen Formeln (klappt ganz gut) und vor allem einen Funktionsplotter, der direkt ins Tafelbild eingebunden ist.
Bei Virtual Manipulatives habe ich es leider noch nicht hinbekommen gerade Linien entlang der Linealkante zu ziehen (das klappt in Notebook). Die interaktiven Manipulatives sind aber wirklch sehr gut und in der Form für mich neu
Danke für den Hinweis.
Heiner