Archive: April, 2010

Googles Wunderrad – Internetsuche mit Strukur

3 comments April 17th, 2010

Im Internet verliert man sich schnell mal. Ein Klick hier, ein Klick da und schon weiß man nicht mehr, woher man kommt, wohin man will und was man eigentlich sucht. Letzteres trifft speziell auf Google zu. Und besonders Schüler neigen dazu, schnell einige Suchbegriffe nacheinander einzutippen und dann den Überblick zu verlieren.

Dank Damian Duchamp bin ich auf eine der vielen Tipp-Präsentationen von Tom Barrett gestoßen – diesmal mit dem Titel “Thirty-Six Interesting Ways* to Use Search Engines in the Class“. Und darin verweist er auf ein kleines aber feines Werkzeug, welches als Standard in der Google-Suche verfügbar ist und sich “Wunderrad” nennt. Aufgerufen wird es über das Hinzuschalten von “weiteren Optionen” unter dem Google-Logo auf einer Trefferseite.

Google gliedert die Seite dann um eine weitere Spalte, in der eine Mindmap-ähnliche Struktur angezeigt wird. Rund um den eingegeben Suchbegriff tauchen weitere, verwandte Stichworte auf, während die jeweiligen Top-Treffer am rechten Rand aufgelistet werden. Nun kann man die angebotenen Verweise aufrufen und es folgt eine angegliederte Begriffwolke sowie die aktualisierten treffer rechts.

So erhält man weitere Anregungen und Suchhinweise kann aber stets den eigenen Suchverlauf im Blick behalten und auch zu vorherigen zurückkehren. Dies ist in meinen Augen eine vor allem für erste Rechercheschritte bemerkenswerte Erweiterung des klassischen Googelns, die ich in Zukunft meinen Schülern aufzeigen werde. Denn auch ich kannte diese Möglichkeit bislang nicht – sie ist ja auch gut versteckt. etwas ähnliches könnte ich auch für Wikipedia gebrauchen, wo ich mich auch regelmäßig im Verlinkungswald verlaufe.

© René Scheppler, 2010

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Google Docs ist das bessere Etherpad – Schreibkonferenz die Vierte

19 comments April 12th, 2010

Google hatte vor kurzer zeit Etherpad gekauft. Dass einige Funktionen davon ihren Weg in Google Docs finden werden, war eine berechtigte Hoffnung. Denn gestern hat das Online-Office-Paket nun einige elementare Neuerungen erhalten. Diese sind besonders für den Schulsektor nicht uninteressant, da sie die Nutzbarkeit nun endgültig ermöglichen.

Die wichtigsten Neuerungen zeigt dieses Video aus der offiziellen Ankündigung:

Für den Einsatz in schulischen Lehr-/Lernsituationen sind vor allem drei Neuerungen von Bedeutung, von denen aber nur zwei direkt im Video angesprochen werden:

  • Kommentarfunktion: Die kommentare gab es in Google Docs bereits länger. Problematisch für Ihre Nutzung in z.B. Schreibkonferenzsettings war aber ihre Einbettung unmittelbar in den Text. Dies hat diesen schnell unübersichtlich werden lassen und auch das Entfernen der Kommentare war nicht sehr intuitiv. In der neuen Version werden diese nun an den rechten Rand gesetzt, dennoch unmittelbar mit einer Texstelle verknüpft. Dies ist in meinen Augen eine deutliche Verbesserung.
  • Simultane Kollaboration: Das ist wohl die wesentliche Übernahme aus Etherpad, welche es erlaubt, mit bis zu 50 Teilnehmer zeitgleich an einem Dokument zu arbeiten und dabei live die Änderungen der Kollaborateure mitverfolgen zu können. Wer dies aus Etherpad kennt, wird beeindruckt sein. meine Schüler haben stets gestaunt, wenn wir auf diese Art und Weise in Tabellen gearbeitet haben und wie von Geisterhand die Einträge der Anderen auftauchten. Dass dies nun nicht nur in Tabellen möglich ist, sondern mit einer großen Nutzerzahl auch in Textdokumenten, wird nicht nur – aber besonders – die Deutschkollegen freuen.

Die für mich entscheidende Neuerung, die im Video gar nicht explizit angesprochen wird, ist aber eine Dritte, welche für den schulischen Einsatz den Durchbruch oder zumindest eine sehr deutliche Vereinfachung bedeutet:

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Karte für Karte – online lernen

3 comments April 11th, 2010

Das Web 2.0 ist im ständigen Wandel. Ich habe dies eben wieder gemerkt, als ich auf der Suche nach einem Tool auf einen Anbieter gestoßen bin und beim Registrierungsprozess mitgeteilt bekam, das mein Benutzername bereits existiert. Und tatsächlich, der LogIn klappte ohne erneute Registrierung. In solchen Fällen starte ich stets eine Suchabfrage in der Lernwolke und die Tatsache, das sich kein Eintrag finden lässt, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass ich mir den Dienst in seiner Entstehungsphase bereits angesehen habe und er sich so weiterentwickelt hat, dass er nun eine Empfehlung hier wert ist.

Von daher ist er wahrscheinlich einigen auch gar nicht neu. Und ebenso wenig neu dürfte das sein, was geboten wird: Lernen mit Karteikarte – halt online. Derzeit habe ich dazu stets auf CoboCards verwiesen – ein von einem findigen und sehr bemühten Entwicklerteam geführtes Tool, welches viele Grundfunktionen zum Online-Karteikartenlernen bereit hält. Auch hier hat sich einiges getan: Verbesserter Editor, iPhone-App, kostenpflichtige Version und einige Feinheiten mehr.

Ediscio bietet sehr ähnliches: Anlegen von Karteikarten, lernen der Karten, kollaboratives Bearbeiten in der Gruppe, CommunityFunktionen (Freunde, Einladungen, Foren usw.). Zu CoboCards sind mir allerdings einige Unterschiede aufgefallen, die mir besonders für den Einsatz in der Schule sinnvoll erscheinen:

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