Googles Wunderrad – Internetsuche mit Strukur

Im Internet verliert man sich schnell mal. Ein Klick hier, ein Klick da und schon weiß man nicht mehr, woher man kommt, wohin man will und was man eigentlich sucht. Letzteres trifft speziell auf Google zu. Und besonders Schüler neigen dazu, schnell einige Suchbegriffe nacheinander einzutippen und dann den Überblick zu verlieren.
Dank Damian Duchamp bin ich auf eine der vielen Tipp-Präsentationen von Tom Barrett gestoßen – diesmal mit dem Titel “Thirty-Six Interesting Ways* to Use Search Engines in the Class“. Und darin verweist er auf ein kleines aber feines Werkzeug, welches als Standard in der Google-Suche verfügbar ist und sich “Wunderrad” nennt. Aufgerufen wird es über das Hinzuschalten von “weiteren Optionen” unter dem Google-Logo auf einer Trefferseite.
Google gliedert die Seite dann um eine weitere Spalte, in der eine Mindmap-ähnliche Struktur angezeigt wird. Rund um den eingegeben Suchbegriff tauchen weitere, verwandte Stichworte auf, während die jeweiligen Top-Treffer am rechten Rand aufgelistet werden. Nun kann man die angebotenen Verweise aufrufen und es folgt eine angegliederte Begriffwolke sowie die aktualisierten treffer rechts.
So erhält man weitere Anregungen und Suchhinweise kann aber stets den eigenen Suchverlauf im Blick behalten und auch zu vorherigen zurückkehren. Dies ist in meinen Augen eine vor allem für erste Rechercheschritte bemerkenswerte Erweiterung des klassischen Googelns, die ich in Zukunft meinen Schülern aufzeigen werde. Denn auch ich kannte diese Möglichkeit bislang nicht – sie ist ja auch gut versteckt. etwas ähnliches könnte ich auch für Wikipedia gebrauchen, wo ich mich auch regelmäßig im Verlinkungswald verlaufe.
© René Scheppler, 2010
Tools wie das Google Wunderrad halte ich für sehr wichtig, da sie Wissen visualisieren und strukturieren. Das macht es einfacher, sich einen Überblick zu verschaffen und kann eher visuell geprägten Menschen sogar helfen, sich Zusammenhänge zu merken. Für jüngere Schüler lassen sich Zusammenhänge leichter erkennen und Ober- und Unterbegriffe trennen. Damit sind diese Werkzeuge neben Mindmaps brauchbar um Strukturieren von Wissen als Kompetenz zu vermitteln. Je nach Werkzeug sollte die vorgegebene Struktur jedoch auch kritisch hinterfragt werden, da sie nicht immer nur reines Faktenwissen abbilden muss – siehe Wikimindmap.
Dem obigen Kommentator kann ich nur zustimmen
[...] für ein schlechtes Werkzeug zur Darstellung eigener Wissenskonstrukte, auch wenn Google bei der Darstellung seiner Suchergebnisse neuerdings auch darauf zurückgreift. Share and [...]