Ratgeber: Surfen ohne Risiko?

Kommentieren 22. March 2010

In Twitter ist am Wochenende mal wieder ein kleiner Austausch zum Anteil der Schule an der Erziehung und speziell hinsichtlich der Medienkompetenz der Kinder angestossen worden. Und ich stimme grundsätzlich Melanie Unbekannt zu, wenn sie tweetet:

Wenn man sich dann die “Arbeit” teilt, denke ich aber auch, dass wir als Lehrer – quasi als Profi – helfen und unterstützen können. Denn nicht selten sind Eltern mit den neuen Medien überfordert oder sorgen sich wie viele Lehrer, dass ihnen die kinder “eh voraus” sind. Dies scheint auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ähnlich zu sehen und hat vor ein paar Wochen die Broschüre “Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko” neu aufgelegt.

Besonders der Elternteil hält aus meiner Sicht einige interessante Beiträge bereit und setzt sich mit Fragen der Eltern auseinander. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Hilfestellung für Eltern (auf Elternabenden oder Sprechtagen) sein kann. Die aktualisierte Sammlung von Seiten für Kinder ist ebenfalls recht aktuell:

Der Schülerteil ist hingegen eine reine Linksammlung über mehrere PDF-Seiten. Das wirkt etwas überfrachtet und wohl wenig ansprechend für Kinder. Wieso das anze im PDF-Format fragt man sich mal abgesehen vom Inhalt, der letztlich wohl auch eher eine Informationssammlung (aufgrund der Kommentierungen zu den Seiten) für Lehrer und Eltern sein kann.

Ich denke, dass sich die Hefte als Ratgeber oder Hilfestellung eignen, da sie auf einem aktuellen Stand sind. Zudem kommt die Elternbroschüre nicht besserwisserisch daher, sondern versucht Hilfestellungen zu geben, ohne “goldene Lösungen” zu propagieren. Ich werde es für den Bedarf oder Nachfragen meiner Schülereltern mal im Hinterkopf behalten – und vielleicht findet es ja auch anderswo Anklang.

© René Scheppler, 2010

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