Google in der Schule?

Kommentieren 22. March 2010

Die Diskussion, ob und in welcher Form wir Google Einzug in die Schulgebäude gewähren können/dürfen/sollen, scheint auch weiter brisant zu bleiben. Ich hatte vor einiger Zeit einen Beitrag mit meiner Sichtweise gepostet.

In einer ansprechenden Prezi-Präsentation hat vor wenigen Tagen Uwe Klemm einen guten Überblick geschaffen. Er präsentiert natürlich die unübersehbaren Vorteile bzw. Potentiale vor allem der Google Apps. Aber er verabsäumt auch nicht, die Gegenargumente ins Feld zu führen:

Das Kerres-Zitat halte ich für treffend

Ich denke, perspektivisch wird man im Bildungsbereich, auch in Deutschland, nicht umhin kommen, sich mit diesen Angeboten auseinander zu setzen. Diese Angebote sind sicher nicht für alle Fälle und Einrichtungen geeignet, aber will man schnell und kostengünstig eine leistungsfähige Online-Infrastruktur für die Zusammenarbeit von Lehrenden und Lernenden aufbauen, erscheint es mir sinnvoll, solche Angebote näher zu untersuchen.

aber im Grunde spiegelt es nur den aktuellen Stand der allgemeinen Verunsicherung. Ich denke, wir brauchen hier klare Linien, die den Lehrern an der Schule die Fragezeichen von den Schultern nehmen. Es kann nicht sein, dass man permanent das Gefühlt hat, etwas falsches zu tun, ohne genau zu wissen, ob dem so ist.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass weder Schulbuchverlage noch Schuladministrationen in der Lage sind und sein werden, ernsthafte Equivalente aufzubauen, denke ich, sollte man sich in der Tat mit der Option Google insofern auseinandersetzen, dass man sich mit dem Anbieter zusammensetzt und eine Lösung findet, die Verlässlichkeit herbeiführt.

Denn so wie wir als Lehrer den Schülern ein eindeutiges und verlässliches Setting bieten sollen/wollen, da nur in diesem vertrauensvoll gelernt werden kann; so brauchen auch Lehrer einen solchen Rahmen, in dem sie sich lehrend bewegen können.

© René Scheppler, 2010

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