Termine finden? – kein Problem!

Kommentieren 17. March 2010

Dann lassen Sie uns mal schauen, wann es passen könnte.

Das sind Sätze, an die sich häufig eine lange, zähe Diskussion knüpft. Aus meiner Sicht liegt das nicht selten an der Spontanität, mit der solche Findungsprozesse ablaufen. Das andere Extrem ist der Vorwurf

Sie haben ja nie Zeit.

Und wer den Schulalltag kennt, weiß, wie schnell dieser einen auffressen kann und tatsächlich kaum noch Freiräume für z.B. Elterngespräche zu existieren scheinen.

Ich habe vor einiger Zeit aus Anlass des halbjährigen Elternsprechtages bereits einen Beitrag zum Thema Terminfindung mit besonderem Blick auf Eltern geschrieben (ich wiederhole die dortigen Ausgangsbedingungen hier nicht). Dort habe ich ein Tool vorgestellt, welches mir akute Hilfe bot aber auch aus der Not genommen wurde, schnell etwas zu brauchen. Ich möchte meine Kritik aus diesem Beitrag nicht revidieren, da ich nach wie vor denke, dass Primoo einem ein funktionierendes Grundgerüst zur Terminkoordinierung bietet. Vor allem die Möglichkeit, Zetfenster anzubieten, in die sich von Extern eigenständig eingewählt wird, um Termine vorzuschlagen, ist mir hierbei wichtig.

Doch wie so oft, hat sich auch in diesem Fall schnell der Wunsch bemerkbar gemacht, zum Einen mehr Funktionen zu bekommen, um es weiter an meine spezielle Situation anpassen zu können. Und zum Anderen wurde mir Primoo – wie bereits angedeutet – vor allem im Administrationsbereich etwas zu schwergängig. In den letzten Tagen habe ich einige Tools getestet – darunter auch kostenpflichtige, die ja für diesen Blog keine Rolle spielen sollen -, bin dann aber bemerkenswerter Weise wieder bei einem Dienst hängen geblieben, der eine kostenfreie, wenn auch werbefinanzierte Grundversion anbietet (ich denke in der Elternarbeit ist die Werbefreiheit ein sekundäres Ausschlusskriterium): SuperSaaS

SuperSaaS ist im Funktionsumfang bemerkenswert komplex, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Darüber hinaus bietet es einen Grad der Individualisierung bzw. Anpassung des Tools an die eigenen Bedürfnisse, die meinen Ansprüchen sehr gerecht wird. Folgendes Demonstrationsvideo vermag einen guten Einblick zu geben:

Die kostenfreie Grundversion ist voll funktionsfähig bis auf die Synchronisation mit z.B. Google Kalendar, ist werbefinanziert und begrenzt die registrierten Nutzer und zukünftigen Termine. Letzteres ist beim Einsatz für einen einzelnen Lehrer oder für eine Schulklasse kein Problem, so dass ich der Ansicht bin, dass die Basisversion durchaus einsatzfähig ist.

Mir gefallen besonders die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten zu Sicherheit und Datenschutz bei der Veröffentlichung des Kalenders. So kann sehr fein bestimmt werden, wer Änderungen vornehmen kann, wer sich für einen Kalender anmelden kann, welche Daten zu den jeweiligen Einträgen gezeigt oder anonymisiert werden usw.

Und die Besonderheit von SuperSaaS ist dann sicher auch die Multifunktionalität hinsichtlich der Einsatzszenarien. Denn in meinem für diesem Blog angelegten Beispielkalender zum Rumprobieren für die Lernwolke-Leser zeige ich, dass sich das Tool auch schulweit sehr gut eignen würde, um zum Beispiel Räume oder Ressourcen wie Beamer zu koordinieren. So könnten die Kollegen von daheim schauen, ob Projektoren, Wandkarten oder ähnliches verfügbar sind und gegebenenfalls reservieren. Die Beschränkung auf 50 registrierte Teilnehmer ist da nur bedingt von Relevanz, wenn man den Kalender z.B. über ein allgemeines Kennwort schützt, dass dann auch ein größeres kollegium kennen kann, um mit diesem Zugangsschutz weiterhin ohne Registrierung auszukommen. Doch selbst der Preis für die nächst höhere Nutzungsstufe ist in meinen Augen durchaus vertretbar.

Ich bin von dem Tool sehr angetan, da es mir eine bessere und effektivere Möglichkeit bietet, den Eltern meiner Schüler Gesprächstermine anzubieten, ohne immer koordinieren zu müssen. Ich überlege ebenfalls, dass Tool für Projekte zu nutzen, wenn es darum geht, Präsentationsstunden für Schüler zu finden, was ja zu Projektabschlüssen häufig zu viel Zeitaufwand bei der Planung führt. SuperSaaS ist zwar ein öffentliches Tool, das ich aber nach belieben in der Zugänglichkeit beschränken kann. Und um es kostenfrei in mehreren Klassen nutzen zu können, besteht ja stets die Möglichkeit, sich mehrere Accounts anzulegen.

Abschließend sei aber auch darauf hingewiesen, dass sich ähnliches für diejenigen, die Moodle an ihrer Schule nutzen, auch sehr gut mit MRBS (MRBS für Moodle)integriert in die Lernplattform realisieren lässt. ich habe im Rahmen meines Projekts Lezius (virtuelles Lehrerzimmer) damit gute Erfahrungen gemacht.

© René Scheppler, 2010

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