Alltagstipp: Webseiten drucken

Kommentieren 30. January 2010

Solange in der Schule oder einer Schulklasse keine 1:1-Verfügbarkeit für internetfähige Endgeräte möglich ist (also dass jeder Schüler mit einem eigenen, immer verfügbaren Gerät arbeiten kann), wird man als Lehrer immer wieder vor der Schülerfrage stehen:

Darf/kann ich mir das mal ausdrucken?

Ob die Rechner nun im Klassenraum oder im Computerraum stehen, die Verbindung zu einem eigenen oder in meinem Klassenraum zentralen Drucker für die Schule ist schnell hergestellt und funktionsbereit. Doch erschreckend ist immer wieder das Ergebnis mit dem die Schüler dann mit deprimiertem Gesicht wieder in den Klassenraum zurück kommen, wenn die Webseiten keine druckoptimierten Versionen ihrer Beiträge anbieten. Nicht selten kommen da verhackstückelte, unansehnliche Ergebnisse raus, die unleserlich oder mit teilweise leeren Seiten versetzt sind. Oder es kommen unzählige Seiten heraus, von denen man eigentlich nur eine oder zwei gebrauchen kann.

Um dies zu vermeiden und auch das Bewusstsein und eine Fragehaltung gegenüber dem “ausgedruckten Internet” zu schärfen, bieten die Macs in unserem Klassenzimmer ja bereits von Hause aus die Vorschau-Funktion, die den Ausdruck zuerst in eine PDF-Datei zieht, von der aus man entscheiden kann, ob das Ergebnis gefällt oder man nur einzelne Seiten braucht. Auf den Windowsrechner ist es etwas schwieriger diesen Zwischenschritt einzuziehen, ohne ihn zu sehr aufzublasen.

Als praktisch und alltagstauglich hat sich dabei der Dienst PDFmyURL erwiesen. Dabei kopiert man entweder die Adresse auf die Seite des Dienstes oder man nutzt das Bookmarklet für die Browserleiste. Nach einem Klick auf letzteres bekommt man ein meistens ansehnliches PDF-Druckergebnis der aktuellen Internetseite und kann von diesem aus gezielt drucken.

Der positive Nebeneffekt, der recht häufig zu beobachten ist, ist derjenige, dass alleine dieser kleine Zwischenschritt genug Zeit einräumt, um nochmals zu überdenken, ob es wirklich notwendig ist, diese Seite auszudrucken. Das verführerische, schnelle und massenhafte Ausdrucken wird damit in meinen Augen zumindest etwas reduziert und die Druckkosten der Schule geschont.

© René Scheppler, 2010

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