Was lernen Schüler durch digitale Medien?

Kommentieren 06. January 2010

Eine spannende, anregende und Mut machende Podiums- und Plenumsdiskussions fand gegen Ende letzten Jahres initiiert durch die engagierte MacArthur Foundation statt. Den Live-Stream habe ich leider erst kurzfristig entdeckt, dafür gibt es aber eine Aufzeichnung.

Ich halte diese Runde trotz der Länge für sehenswert, da neben Grundsätzlichem und Good-Practice-Beispielen auch auf die praxisnahen Fragen von Kollegen eingegangen wird (z.B. zu Web-Filtern in Schulen, Copyright-Problematiken, Lehrerausbildung, Rolle der Erwachsenen).

Die wesentlichen Aussagen gehen für mich in ähnliche Richtungen, in die auch hier im Projektblog schon öfters argumentiert wurde: Schule darf sich nicht mehr als alleinige, monopolartige Einrichtung für Bildung und Ausbildung junger Menschen verstehen. Schule ist und wird zunehmend zu einer verantwortlichen Instanz neben anderen. Dass dies aber nicht als Gefahr missverstanden werden sollte, sondern als Potential der Entlastung des einzelnen Lehrers, der – wie ganz richtig betont – gar nicht mehr in der Lage sein kann, all diese neuen Entwicklungen alleine, lehrend zu managen, sowie der Einbeziehung und Erweiterung existierender und neuer Lernräume außerhalb des Schulgebäudes und seiner sozialen Reichweite.

Der entscheidende Satz – neben der Einleitung durch die Moderatorin – für mich fällt in Minute 27:00:

So what kids learn from digital media depends on how it is taught.

© René Scheppler, 2010

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