Flinke Finger – Maschinenschreiben mit Spaß

Kommentieren 29. November 2009

Das Internet basiert zu einem erheblichen Teil auf Schriftlichkeit. Um daran teilhaben zu können, muss man also lesen können. Doch im Zuge des Web 2.0 mit seinen Mitmach-Elementen wird auch der eigene Beitrag immer bedeutender. Wer sich in seiner Klasse, in der er Blogs, Wikis, Foren und ähnliches genau die Beteiligung anschaut, wird schnell feststellen, dass der Anteil derjenigen Schüler, die lese- und rechtschreisicher sind, höher ist, als derjenige in diesem Bereich eher schwächerer Schüler. Aber auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle. Wenn ich ewig brauche, einen Beitrag zu verfassen, da ich mit der Tatstatur nicht zurecht komme, wird wahrscheinlich bald Vermeidungsstrategien entwickeln.

In dem von mir betreuten PC-Kursen, in denen 9.-Klässler unseren 5.-Klässlern den Umgang mit Hard- und Software beibringen, ist das Maschinenschreiben daher auch ein wichtiger Bestandteil. Neben den Kursbestandteilen eignet sich das 10-Finger-Schreiben besonders für kurze Pausen oder zur Binnendifferenzierung für Schüler. Auf der Suche nach einer etwas attraktiveren Variante als den altpackenden Schreibtrainingsprogrammen bin ich auf typeracing.de gestossen.

Diese bietet vier wesentliche Vorteile:

  • kostenfrei
  • werbefrei
  • ohne Registrierungszwang
  • komplett auf Deutsch

Nach Aufrufen der Seite gibt man oben rechts einfach seinen Namen oder Nickname ein und wählt sich ein Auto mit Farbe aus. Danach stehen einem ein Trainingsraum (“Speedtest”), ein Single-Player-Modus sowie ein Multi-Player-Raum zur Verfügung. Das Grundprinzip ist immer gleich: Man bekommt einen Text, den es abzutippen gilt. Je nach Tippgeschwindigkeit bewegt sich das gewählte Auto auf einer Rennleiste – im Speedtest alleine und im Single-Player-Modus gegen computergenerierte Gegner.

Spannend für den Einsatz in der Schule wird dann der Multi-Player-Raum. Der wird vom Lehrer eröffnet und man erhält einen statischen Link. Gibt man diesen an die Schüler weiter, gehen diese mit ihren eigenen Autos an den Start. Sobald alle auf der Startlinie warten, klickt der Lehrer auf “Start” und ein Countdown zählt runter und gibt das Tipp-Rennen frei. Ein schöner Spaß, der noch gesteigert werden kann, wenn Tandems an den Start gehen und jeweils ein Schüler dem anderen diktiert.

Ebenso gelungen finde ich, dass das Tool mit attraktiven Abschreibtexten basierend auf aktuellen Jugendbüchern arbeitet. Das macht evtl. sogar beim Abschreiben gleich Lust aufs Weiterlesen. Das Tool ist einfach aber in meinen Augen effektiv und spaßig. Die Mitmach-Komponente im eigenen Klasserennen steigert durch den Wettkampfcharakter den reiz und lässt das eigentliche Ziel des Tastenschreibens in den Hintergrund geraten. Einfach mal ausprobieren und staunen, bis in welche Altersstufe, dies noch für Stimmung sorgt.

gefunden via derwebweiser.blogspot.com:

Typeracing — ein Webweiser-Screencast from der webweiser on Vimeo.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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