Moodle for free

Kommentieren 18. October 2009

Oft wird in Diskussionen angeführt, dass Moodle daher für Schulen und Lehrer derzeit noch “schwierig” sei, da es selber gehostet (also auf einem eigenen WebServer) betrieben werden muss, während Fronter, Lo-Met2 usw. einem diese Arbeit abnehmen und eine fertige Umgebung bereitstellen. Dies ist auf den ersten Blick tatsächlich richtig und wirkt natürlich verlockend, wird sich aber mit zunehmender Nutzung einer Lehr-/Lernplattform auch bald als evtl. Handikap erweisen, da man nicht mehr die volle, eigene und schnelle Kontrolle hat.

Für Moodle gibt es aber auch seit kurzem einen neuen Anbieter, der kostenloses Hosten der eigenen Plattformumgebung verspricht und dazu noch ansehnliche Eckdaten für die tägliche Nutzung mitbringt: http://www.keytoschool.com. Etwas länger beobachte und nutze ich bereits den wachsenden Service NineHub mit ähnlichem Angebot. Zudem soll es aber mit Moodle 2.0, dessen Veröffentlichung womöglich noch dieses Jahr zu erwarten ist, auch möglich werden – ähnlich zu WordPress (für Blogs) – eigene Moodle-Instanzen direkt vom Anbieter zu registrieren.

Ich denke, dass dies gute Angebote sind, sich mit Moodle vertraut zu machen, es auszuprobieren und ohne weitere Kosten und Sorgen auch über einen gewissen Zeitraum zu betreiben. Ich persönlich habe während meiner Zeit mit Moodle bereits den einen oder anderen Anbieter dieser Art kommen und auch wieder gehen sehen, so dass ich für mich diese Angebote gerne für Testumgebungen nutze, in denen ich herumprobiere. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Bereitstellen von Internetspeicherplatz und vor allem des Traffics (also den Zugriffen) Geld kostet und bei einer Lernplattform schnell wachsen kann. Ich empfehle daher, sich gegen eventuelle Veränderungen bei solchen Anbietern regelmäßig mit Backups der dortigen Moodle-Kurse zu “wappnen”.

Dennoch möchte ich auf solche Optionen verweisen, da sie mir bereits mehrfach schnelle und unkomplizierte Gelegenheiten gegeben haben, außerhalb meines eigenen Moodles auszuprobieren und das Eine oder Andere “auszulagern”. Und bei diesen beiden, genannten Anbietern, kann man wohl ein recht gutes Gefühl haben (was einen aber nicht vor dem Lesen der AGB bewahrt 😉 ).

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

Share