Keine Bildung ohne Medien
Und da sage ich, da bedarf es weiterer Überzeugungsarbeit, dass Medien eben nicht nur singulär für einen Teilbereich relevant sind, sondern dass sozusagen Bildungsprozesse mit und über Medien in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr vorstellbar ist. Das heißt, es geht um den Bildungsbegriff selbst. Der – aus unserer Sicht der Medienpädagogik – hochgradig medial aufgeladen ist und medial gefunden ist, also das Selbstverständnis von Menschen und ihrem Verhältnis zur Welt kann nicht frei von medialen Fragen gesehen werden.
Mit dieser Einsicht endet der spannende Beitrag von Prof. Horst Niesyto im von Christian Hoppe und Stefan Buch betreuten Bildungstalk-Podcast an der Uni Frankfurt. Ausgangspunkt ist dabei das medienpädagogische Manifest verschiedener, unterzeichnender Institutionen, in dem eine breitere und verbindlichere Verankerung medienpädagogischer Aspekte in die unterschiedlichen Bereiche von institutionalisierten Bildungsprozessen gefordert wird. In diesem Podcastbeitrag spricht Niesyto mehrere, sehr wichtige Gedanken an, die sowohl für universitäre aber auch schulische Um- und Neustrukturierungen von Relevanz sind. Im folgenden werde ich aber vor allem die schulischen Aspekte herausgreifen und versuchen mit meinen eigenen Erfahrungen der Lehrerausbildung zu koppeln – ohne dabei die Gesamtqualität des Podcasts schmälern zu wollen. Vor allem unseren eher universitär geprägten Bloglesern ist das Hören des Beitrags deshalb umso mehr empfohlen, als diese Aspekte hier im Blog nicht unmittelbar angesprochen werden:
[audio:http://www.bildungstalk.uni-frankfurt.de/wp-content/uploads/2009/09/bildungstalk_folge_33.mp3]

