Die iphone-Klasse

Kommentieren 23. August 2009

Das hochinteressante iphone-Projekt in Goldau/Schweiz von Beat Döbeli Honegger scheint langsam aber sicher Fahrt aufzunehmen. Denn nun ist auch das Fernsehen darauf aufmerksam geworden:

Es zeigt sich einmal mehr, mit welchen Bedenken solche Projekte begleitet werden und wie schwer es offenbar ist – im Blog des Projekts existieren ja mehrere Beiträge darüber, wie denen begegnet wurde -, diese zu mildern. Fatal ist in meinen Augen aber nach den unterschiedlichen Meinungen der letzte Satz des Kommentators:

Das Handy im Schulalltag. Für die Kinder ist dies im Moment vor allem eines: eine faszinierende und lustige Spielerei.

So wie ich das Projekt bisher wahrgenommen habe, wird dies keineswegs so bleiben. Es verdeutlicht aber einmal mehr den auch hier im Blog schon öfters beschriebenen Effekt: Bei nahezu jedem Medienprojekt, welches sich in seiner Intensität und seinem Anspruch von sporadischen Einsätzen des Beamers zu Präsentationszwecken abhebt, nehmen die Schüler dies zuerst als willkommene Spielerei wahr. Die “Gefahr” lauert dann in der 3. bis 4. Woche, in der evtl. bereits erste Ergebnisse oder genauere Kenntnisse gefordert sind und der Lernende feststellt, dass man mit der Technik auch lernen und arbeiten kann.

Was für mich an dieser Stelle eine noch offene aber sehr spannende Frage bleibt, ist, ob die Reaktion von außen (vor allem Kollegen und Eltern) auch eine Veränderung erfährt, wenn die Kinder vielleicht nicht mehr mit der anfänglichen Euphorie über solche Unterrichtsphasen berichten – wenn der Einsatz für die Jugendlichen selbstverständlicher wird. Ich hoffe dies evtl. bald selber genauer beobachten zu können, wenn das neue Schuljahr und ein von mir betreutes Computerprojekt etwas vorangeschritten sein wird. Aber auch beim Goldauer-Projekt bin ich sehr gespannt, wie sich diese Entwicklung gestalten wird.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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