Teachers for the future: Hope is not strategy

Kommentieren 04. July 2009

Auf eine inhaltlich gelungene Präsentation mit vielen richtigen Feststellungen und Anregungen bin ich bei Jürgen Wagner gestoßen:

Auf Folie 10 wird der Dreiklang von Fachinhalt, Methodik und Technologie visualisiert. Der Eindruck, dass diese drei Bereiche unverbunden nebeneinander stehen, wie es die Grafik suggerieren könnte, wird aber aufgebrochen, denn

the illiterate of the 21st century will not be those who cannot read and write, but those who cannot learn unlearn and relearn.

Und dies wird dann auch ganz richtig auf die Lehrer übertragen, weshalb ich diese Präsentation für gelungen halte:

What we want for our children… we should want for their teachers, that schools are places of learning for both of them (…)

Erst neulich hatte ich im Lehrerzimmer eine kurze Diskussion mit einer Kollegin über die Struktur der Lehrerfortbildungen im Bereich neuer Medien mit der Erfahrung, dass die organisierten “Camps” auf denen einen einmalig die Technik gezeigt und erklärt wird, keine Nachhaltigkeit haben, da sie die Lehrer nicht im (all-)täglichen Unterrichtsgeschehen begleiten oder zumindest abholen. Dass auch Lehrer ständig und nicht jährlich mit einer Nachmittagsfortbildung Lerngelegenheiten bekommen müssen, wird spätestens durch die Web 2.0-Technologien mit ihrem einerseits rasanten Wandel aber auch die durch sie geschaffenen Möglichkeiten der neuen Vernetzung von Kollegen evident.

Gestern entspann sich dann zwischen Christian Spannagel, Mandy Schiefner, Felix Schaumburg und mir in Twitter eine kurze Diskussion über Lehrerbildung von der PH bzw. Uni an. Auch dort wurde man sich rasch einig (bei evtl. unterschiedlichen Vorstellungen zur zeitlichen Intensität), dass zwar mit oder unmittelbar vor den ersten Praxiseinsätzen natürlich eine stabile Basis gelegt werden muss, es dann aber zunehmend fragwürdig wird, Lehrer über Jahrzehnte unbetreut oder ohne regelmäßige und ähnlich praxisnahe Reflexions- und Lernmöglichkeiten agieren zu lassen.

Die Präsentation greift diese Aspekte in meinen Augen gelungen auf und benennt wichtige Bereiche, in denen nicht nur zwar auch notwendiges Vertrauen in die Lehrer sondern auch aktives Umdenken notwendig wird:

No one ever said teaching was easy.

Why do we act as if it is?

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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