3-Phasen-Modell schulischer Medienintegration

Kommentieren 04. July 2009

Bei der Suche des morgigen Youtube-Schmankerls bin ich eben auf ein Video getroffen, welches schon etwas älter ist, aber immer noch gut beschreibt, wie sich neue Medien oft ihren Weg in die Klassenzimmer bahnen:

Im Grunde lässt sich dem kaum viel hinzufügen. Denn ich glaube, es beschreibt recht gut, welche Ebenen von Mediennutzung es in vielen Schulen gibt. Ich begegne bei meinen Gesprächen mit Kollegen, meinen Schulbesuchen und meinen hier im Blog gesammelten Recherchen immer wieder allen drei Phasen, so dass es ganz richtig ist – und das ist für mich neben der genaueren Darstellung der Phase 3 die Kernaussage des Videos – hervorzuheben, dass es sich nicht um eine hierarchische Stufung handelt, mit der letzten Form als bester.

Vielmehr wird deutlich, wie wichtig es ist, alle Ebenen zu erkennen und zu reflektieren, dass sich darin ein Lernprozess des Lehrers verbirgt. Auch meine ersten Schritte und Versuche, neue Medien im Unterricht zu verwenden, sahen so aus wie die ersten beiden Stufen. Und die dritte Ebene ist im Schulalltag immer wieder so schwer zu erreichen, dass man wirklich nur mit dem Projektgedanken und den im Video hervorgehobenen Umdenken diese Form erreichen kann. Somit tauchen auch in meinen Unterrichtsstunden, die immer wieder den allen Lehrern bekannten Rahmenbedingungen von Schule unterliegen, Ebene-2-Stunden auf, die aber durchaus auch ihre Berechtigung haben können..

Ich poste daher dieses Video, da ich glaube, dass es zum Einen aufzeigt und zum Anderen Mut macht, sich immer wieder zu versuchen, sich der Stufe-3 anzunähern, ohne dabei ein “schlechtes Gewissen” haben zu müssen, wenn man sich doch erst an die ersten beiden Ebenen herantraut. Ich denke, das knüpft auch sehr gut an den vorherigen Blogbeitrag an, in dem deutlich wurde, dass auch die Lehrer besonders durch den Einsatz neuer Medien wieder verstärkt in die Rolle des Lernenden versetzt werden.

In diesem Sinne: Nur Mut und keine Scheu davor, sich selber bewusst in den 3 Phasen zu verorten – solange man die Dritte nicht aus dem Blick verliert.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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