Moodle meets Google Apps
Ich gebe zu, dies ist kein Post für den Neuling auf dem Gebiet der neuen Medien im Unterricht. Und ich gebe zu, dass dieser Beitrag auch zu großem Teil meinem eigenen, aktuellen Interesse entspringt. Allerdings halte ich es durchaus für erwähnenswert.
Das Schuljahr geht langsam zu Ende. Dies war mein erstes Jahr (angesichts meines beendeten Referendariats auch nicht verwunderlich), welches ich komplett mit Moodle bestritten habe. Ich bin damit sehr zufrieden, gebe aber auch offen zu, dass es da einige Dinge gab, die mich etwas gefuchst haben. Vor allem im Bereich der Kollaboration über die Plattform stand ich öfters vor dem Problem, dass das Moodle-Wiki nicht so wollte wie ich und im Unterricht immer wieder Klagen der Schüler laut wurden. In den letzten Wochen bin ich dann zunehmend – auch um diese etwas genauer auszuprobieren – auf andere Dienste ausgewichen, die die zeitgleiche (Zusammen-)Arbeit an Texten und Dateien erlauben. Moodle war dann nur noch Ausgangsbasis, von der aus verlinkt wurde. Das ist unbefriedigend, da neue Accounts notwendig werden oder die Schüler durch das Hin- und Herspringen zwischen mehreren Diensten von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt werden. Zumal, wenn etwas nicht reibungslos funktioniert, geht viel Zeit verloren, was sich bei mehreren Diensten natürlich potenziert. Dass man Moodle und Wordpress miteinander verbinden kann, habe ich bereits in einem anderen Beitrag gezeigt:
Moodle und Wordpress from R. Scheppler on Vimeo.
Für die kommenden Sommerferien habe ich mir nun vorgenommen, die Plattform komplett neu aufzusetzen, wobei natürlich sofort die Frage auftaucht, ob es überhaupt sinnvoll ist, bei Moodle zu bleiben. Immer wieder schiele ich etwas neidisch auf Installationen von Google Apps for Education. Das Feedback von befreundeten Kollegen ist zu sehr großen Teilen positiv – nicht zuletzt aufgrund der Stabilität des Dienstes und der einfachen, verständlichen Handhabung. Umso erfreulicher ist für mich, dass ich nun eine Möglichkeit entdeckt habe, Google Apps in Moodle zu integrieren. Mit folgenden Features:
1. Moodle users are automatically created in Google Apps (Google Docs, Calendar, and Gmail).
2. When you log in to Moodle, you are automatically logged in to Google Apps.
3. A Gmail block in Moodle displays your latest Gmail messages when you login to the Moodle Front Page.
4. A Google Apps block on the Moodle Front Page displays links to your Google Start Page, Google Docs, Google Calendar and Gmail.
5. A Google Widget shows a link to Moodle on the Google side.
Ich hatte bisher noch keine Möglichkeit, es mit Schüler auszuprobieren, da ich selber noch keine eigene Google Apps Installation besitze. Die Integration konnte ich aber in einer Testumgebung ausprobieren und bin nach den ersten – zugegeben oberflächlichen – Herumklickereien sehr beeindruckt. Die Installation ist mit etwas Moodle-Kenntnis verbunden und bedarf verschiedener Schritte und Rechte. Wer sich aber einigermaßen sicher fühlt, sollte mit der guten Anleitung von MoodleRooms zurecht kommen. Detailliert wird das Ganze auch bei learningischange.com beschrieben.
Aber über die technischen Finessen hinaus zeigt sich darin zum Einen der klare Vorteil des OpenSource-Konzepts von Moodle und zum Anderen “die Zukunft” der Lernplattform. In meinen Augen wird es für einen Anbieter kaum möglich sein, sämtliche Funktionen und gewünschten Bestandteile in einer eigenen Umgebung zu realisieren. Dafür gehen die Ansprüche zu sehr auseinander und dafür ist auch der “Markt” zu schnelllebig. Das Mashup, das es erlaubt, sich harmonisch mit anderen Diensten zu integrieren, wird die größten Überlebenschancen haben und Lernen im virtuellen/digitalen Raum auch wieder näher an seinen ursprünglichen Gedanken zurückführen. Denn im Moment ist die Gefahr, dass wir als Lehrer den Vorgaben und Einschränkungen des Tools folgen, einfach zu groß. Lernen aber bewegt sich nicht in vorgefertigten und abgegrenzten Räumen sondern wird erst da spannend, wo diese Grenzen gesprengt werden. Schon in paar Mal habe ich im Klassenraum oder besser Computerraum gestanden und mich geärgert, wenn ein Schüler kommentierte in dem Sinne: “Herr Scheppler, cool wäre es jetzt, wenn man in Moodle (…) könnte”. Zum Glück passierte es nicht zu oft, dass ich dann mit den technischen Einschränkungen antworten musste, aber es sollte und dürfte gar nicht auftauchen. (Einen ausführlicheren Erfahrungsbericht zu Moodle hat Matthias Heil geschrieben). Mit Google und Moodle ließen sich so die derzeit wohl mächtigsten und verbreitesten Anwendungen für schulisches eLearning verbinden und das ohne besonderen Mehraufwand.
Ich bin also selber sehr gespannt, diese Hochzeit von Moodle und Google Apps in den Sommerferien zu feiern und werde sicher berichten. Und nun auch ein wenig der Hintergedanke dieses Post: Wenn jemand schneller ist als ich und früher Zeit hat, die vorgestellte Idee zu realisieren, würde ich mich über Erfahrungsberichte sehr freuen. Angesichts der ersten versuche und Berichte in Foren und Blogs dazu bin ich aber sehr zuversichtlich, dass dies eine große Bereicherung für jedes Moodle darstellen kann. Und vielleicht kommen wir damit der Idee des “Goomoodleikiog” etwas harmonischer näher:
Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

Das ist ja witzig – auch ich bin mit Moodle nicht nur wegen seines Schneckentempos unzufrieden… – Erster Grund ist die für sich genommen immer wieder suboptimale Qualität von dessen Bestandteilen und auch die der meisten der nicht selten nur mit nerviger Fummelei zuschaltbaren Ergänzungen: Das Wiki ist die Katastrophe, das Forum irgendwie antik, der WYSIWYG-Editor… na ja. Ein Plugin-System, das ähnlich stabil und komfortabel läuft wie z.B. bei Wordpress sehe ich auch für Moodle 3.0 (wenn ich das noch erleben darf) nicht. – Zweites, eher systemisches Unbehagen: Wenn Moodle noch bekannter wird, wird vielen SchülerInnen vielleicht auch die Totalkontrolle bekannt und damit unsympathisch, die der Admin darin hat – Klick- und Verweil-Logs z.B. sind mir von Anfang an etwas suspekt gewesen. Auch wenn sich so evtl. differenzierter benoten lässt, empfinde ich es als aufrichtiger (und im Faulheitsfall auch weniger konflikttreibend), auf diesen Kram zu verzichten. Sagen wir mal so: Ich könnte auch ohne dieses “Rückgrat” auskommen, was nun die Tür zu Alternativen weit aufstößt…
Jedenfalls will auch ich deshalb in den Ferien mit ähnlichem Ziel basteln: Möglichst professionelle (oder zumindest standardmäßige) Funktionalität mit möglichst nur einer Anmeldung (schon die Doppelanmeldung in deinem WordpressMoodle-Clip erscheint mir nervig… und WPmu steht traditionell für abenteuerliche Upgrade-Schlachten…).
Optionen: 1. WPmu-Only-System (in Kombination mit BuddyPress sehr attraktiv; es gibt ja auch Plugins wie Sand am Meer, die fast alles ermöglichen, z.B. bieten “Edu Suite” und “ScholarPress” viele Moodle-gewohnte Features… Problemchen: Es bleibt halt an der Basis ein Blog und die Ergänzung damit nicht abbildbarer Funktionalität damit schwierig (schon die Kombination mit einem Standard-Forum ist knifflig, die Plugin-Lösungen dazu eher hässlich) – 2. Ellg (das ist einige Schritte weiter als BuddyPress und bietet auch weit mehr Funktionalität; momentan mein Favorit) – 3. Warten auf Google Wave bzw. noch ein Jahr länger bis es die für uns wichtigen Robots und Extensions (oder wie die Viecher dann auch genau heißen) gibt – hatte ja schon mal von einer Wave/Moodle-Kombo fantasiert… – 4. (Achtung, jetzt wird es etwas diffus/unausgegoren…) Wegen der netzweiten Tendenz zur einmaligen Anmeldung (mit Facebook kann man bei TechCrunch kommentieren, mit Google an verschiedene andere Services Anschluss finden) ließe sich vielleicht auch völlig ohne eigene Installation eine Art Anwendungspark zusammenstellen, zu dem ein einziger Schlüssel reicht, wobei die dort gespeicherten Arbeitsergebnisse dann z.B. in einem GoogleDoc zusammengestellt werden könnten (bei Ellg fließt das alles sehr schön auf der Profilseite zusammen, die durchaus Portfolio-Potential hat: netvibes-mäßige Widgets ermöglichen die Präsentation ellg-interner wie -externer Inhalte…). Momentan scheint es auch eine Reihe von Diensten zu geben, für die der Twitter-Zugang schon ausreicht; vielleicht lässt sich auch damit etwas anfangen… – 5. Prinzipiell tut’s aber vielleicht auch schon eine Mixxt- oder Ning-Community oder auch ein – dann hat man auch keine Installationsbarriere mehr… was es da außer Blog, Forum und Bookmarks gibt, müsste ich mir erst einmal anschauen.
Also: Goomoodleikiog, wir kommen…-)
P.S.: Das Teil heißt natürlich elgg – http://elgg.org/ – in die dortige Community geht’s schon mit Twitter- oder OpenID-Login… – deutsches Sprachpaket: http://community.elgg.org/pg/plugins/gugki/read/135533/german-language-megapack-ext
Elgg ist neben BuddyPress eine wirkliche Bereicherung zur Communitybildung. Aber wie Du richtig einräumst, bleibt man damit auch schnell stecken, da dahinter ja auch nur ein Blogsystem steckt.
Ich würde Moodle daher nicht grundsätzlich verteufeln. Es ist für mich eine sehr gute Basis für die Arbeit im Unterricht. Es bietet eine einheitliche Anlaufstelle, die wichtige Tools bereits mitbringt. Im Gegensatz zu vielen Alternativen à la Lo-Net&Co bestehen aber diverse Möglichkeiten, die Plattform individuell zu ergänzen. Gerade in der alltäglichen Arbeit ist das eine große Erleichterung, da schnell die häufigsten/regelmäßigen Aufgaben erledigt werden können.
Von daher würde ich auch vom Warten (Dein Punkt 3) abraten. Dies ein Argument, dass quasi immer gilt und es nie vorwärts geht. Aus den verschiedenen sollte inzwischen für fast jeden was dabei sein. Wichtig ist in meinen Augen, sich noch regelmäßiger und ehrlicher selber zu reflektieren, um sicherzustellen, dass die Lösung, auf die man sich einfach für einen gewissen Zeitraum festlegen muss, weiterhin die passenste ist. Dies ist eine wichtige Kompetenz, die es Lehrern bewusst zu machen: es wird nicht möglich sein, sich auf eine Lösung für die nächsten 10 Jahre festlegen zu können.
Elgg bietet finde ich schon einiges mehr als ein Blogsystem. Egal. Sicher ist richtig, dass die Lernumgebung der Zukunft wohl eher ein Ort sein wird, an dem Datenströme von verschiedenen Tools gebündelt werden. Ein solches System hat durch seine Flexibilität große Vorteile, besonders wenn man als Lehrkraft steuern kann, welche Tools man einbinden und nutzen möchte.
Die angesprochene Google Applikation habe ich in der Moodle Integration getestet. Läuft wirklich hervorragend.
Allerdings darf man angesichts toller technischer Möglichkeiten das Thema Datenschutz bei dieser Diskussion nicht aus den Augen lassen. Bei dieser Einbindung von Google Apps in Moodle werden schließlich Schülerdaten aus der Schulplattform in die Datenbank von Google eingetragen und mit dieser regelmäßig synchronisiert – ein Thema, das man auf jeden Fall im Blick haben sollte.
Ich bin nicht mal sicher, ob das nach deutschem Recht überhaupt zulässig ist. Ich bin auf dem Gebiet kein Experte, nach diesem Artikel habe ich aber große Bedenken:
http://www.ftd.de/karriere_management/gruendung/:Kolumnen%20Die%20Maschinenst%FCrmer/360212.html
Vielleicht kann ja jemand konkret dazu antworten.
Bei einer Einbindung von Google in die Moodle Plattform einer Schule wäre man nach meinem Verständnis ein deutscher Webseitenanbieter, der einem externen (kommerziellen) Dienst über OAuth Zugriff auf die Nutzerdaten und deren Vernetzung gibt.
Ich will hier kein Spielverderber sein, denn eigentlich finde ich GoogleApps für kooperative Online-Arbeit nahezu unübertroffen. Ich aber denke es ist in jedem Fall besser, im Web 2.0 mit anonymisierten Nutzerdaten zu arbeiten und den Lernern diese Medienkompetenz für den Umgang in sozialen Netzen gleich mitzuliefern. In schulinternen Plattformen wird ja wenigstens soweit ich es kenne meist mit Realnamen umgegangen. Aber vielleicht irre ich ja auch hier.
Mit Joachim denke ich, dass elgg als “nur ein Blogsystem” falsch charakterisiert ist. Gerade hinsichtlich der weiteren berechtigten Anfragen hat es wegen seiner Integration auch externer Inhalte datenschutzrechtliche Vorteile gegenüber der Preisgabe von Nutzerdaten und deren Vernetzung.
Ich denke der Ansatz Moodle und GoogleApps zu verbinden ist im Ansatz richtig, denn er bringt zwei hochentwickelte Systeme zusammen, wobei ich einwenden muss, dass GoogleApps noch lange nicht so weit ist, um eine Alternative zu Office zu sein und Google an Apps in letzter Zeit nicht viel gemacht hat.
Das aber Moodle nicht nachhaltig oder nicht performant wäre oder Features fehlen, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe das Gefühl, dass hier Lernräume als individuelle technische Spielwiesen gesehen werden, wo jeder Lehrer seine eigenen persönlichen Features für ein Tool haben will und er deshalb jedes neue Jahr seinen eigenen Lernraum für seine eigene Klasse aufsetzen und administrieren will. Lernräume sind komplexe technische Systeme, die in einem Netzwerk mit anderen Systemen verbunden sind, wie z.B. Identity Management, Repositories, Webkonferenzsysteme oder Instant Messaging. Dem Anwender jedes Jahr eine anderes System vorzusetzen fördert nicht die Akzeptanz, denn oft sind fehlende Features durch Umformulierungen von Aufgabenstellungen auszugleichen. Leider denken viele Lehrer, dass sich die Technik dem Anwender angleichen muss. Das wäre zwar wünschswert ist aber in der Praxis unbezahlbar und der eigentliche Anwender, nämlich der Schüler, leidet unter x Systemen von y Dozenten.
Gruss aus dem Norden
Andreas
Vielen Dank für diesen spannenden Impuls. Neben der technischen Lösung sehe ich hier eher eine Herausforderung ….
Aus verschiedenen Projekten in Unternehmen habe ich bezüglich Google-Dienstleistungen zumindest mitgenommen, dass es Untersagungen gibt, z. B. Projekt-Mails via Google-Mail o. ä. zu senden oder zu empfangen.
Unabhängig davon würde ich einmal das Datenschutzgesetz des Bundeslandes (gilt auch für Schulen) zu Rate ziehen.
Zitat: “Sofern die Vorschriften dieses Gesetzes auf den Auftragnehmer (Anm. vgl. Behörden) keine Anwendung finden, ist der Auftraggeber verpflichtet, vertraglich sicherzustellen, dass der Auftragnehmer die Vorschriften dieses Gesetzes befolgt und sich, sofern die Datenverarbeitung im Geltungsbereich
dieses Gesetzes durchgeführt wird, der Kontrolle des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit unterwirft. ” §3; BlnDSG
Wenn Google diese Unterwerfung abgibt …. geht es weiter im Projekt.
Grüße aus Berlin Dag Klimas
@Totalkontrolle: Es kommt sicherlich darauf an, wie gut der Admin ist, wie gut die Moodle-Einführung projektiert wurde und wie alt das verwendete Moodle-System ist.
@Scheckentempo: Vor kurzem habe ich ein Schulangebot “testen” dürfen. Verwendet wurde der schulinterne Server an einem 16000er-DSL, mit ca. 800 Kbit/s für das Senden (= DSL-Upload) von Moodle-Seiten …. oder in einem anderen Falle 5 € Hosting und 99 virtuelle Nachbarn mit ihren PHP-Anwendungen … hier stimme ich der Bezeichnung Schneckentempo zu. Aber die Betreiber haben sich (sicherlich aus unterschiedlichen) Gründen eben für dieses Hosting entschieden. Da ist vergleichbar, wenn ich maule, dass auf einem 800 Mhz-Rechner meine Präsentations-Software die Seiten ach so langsam aufbauen …
In diesem Sinne auf eine bessere Zukunft … wir sind Teil davon!
Dag Klimas
@Lernräume als individuelle technische Spielwiesen – Hier ein Blog-Beitrag von Tim Hunt, der vielleicht untergegangen ist:
http://tjhunt.blogspot.com/2009/06/geeks-dont-really-matter.html
Problematisch ist an der Google Integration in erster Linie, dass die Nutzerdaten aus Moodle direkt zu Google gepusht werden, dass also eine Datenweitergabe von Anbieter A (der Schule) zu Anbieter B (Google) geschieht. Ganz anders wäre es, wenn sich die Lerner individuell bei Google anmelden würden!
Eine sicherlich nette Interpretation …
Minderjährige melden sich im Auftrag eines Lehrenden bei Google an und schließen einen Nutzungsvertrag ab …
Dag Klimas
Das habe ich in dieser Form nicht gesagt! Mein grundsätzlicher Datenschutz-Einwand richtet sich gegen die technisch elegante Google-Apps Integration. Daher habe ich von Beginn dieser Diskussion meine Bedenken angemeldet.
Egal wozu Google bereit wäre – die Datenweitergabe geht in dieser Form überhaupt nicht. Die Lerner müssten dies individuell tun. Dazu müssen sie natürlich legal in der Lage sein. Aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, die sich auch jenseits der 18 noch weiterbilden.
Schön! Dann haben wir genau die nötige Klarheit erreicht… nicht das ein/e Sek I LehrerIn dies hier liest und ins Risiko rennt …
Ich lese diese Diskussion gerade erst und bin sehr froh, dass datenschutzrechtlich die Google-Dienste problematisiert werden. Andererseits macht Google das, um in den Diensten mit Werbung Geld zu verdienen. Und auch auf die Werbung lasse ich mich ein. Dass muss man halt auch wollen.
Kürzlich hat wieder mal ein Datenschutzbeauftragter die Google Statistik-Dienste als in Deutschland rechtswidrig eingestuft. Diese nimmt man bei den Google-Diensten mit in Kauf.
Der Zugriff eines schulischen Administrators auf Log-Daten ist in Moodle-Systemen unbedingt notwendig. Ich stelle mir nur mal vor wenn ein Fall von Cyber-Bullying auftritt und Eltern die Frage stellen, wer war das? Hier hat die Schule eine Verantwortung und sie trägt diese für Minderjährige.
Die Kritik an Moodle teile ich wenn es um das Wiki geht und die Funktion des gleichzeitigen Schreibens an einem Dokument. Das Wiki wird gerade neu entwickelt. Da passiert etwas.
Ich will aber auch mal die Lanze für das Wiki brechen. Wo ist es so einfach, eben mal für 6 Arbeitsgruppen separate Arbeistgruppenwikis aufzusetzen oder jedem TN sein eigenes zu geben. Da ‘rudert’ man bei jedem anderen System lange herum und der Durchschnittslehrer gibt schnell auf.
Das Beispiel ‘Forum’. Habt ihr euch mal die verschiedenen Forentypen in Moodle und seine Gruppenfunktion angeschaut? Das gibt es andernorts nicht.
Über den Webeditor kann man sich streiten. Letztlich wird man hier an jedem Editor Ecken und Kanten finden. Man kann ihn aberauch austauschen. In der nächsten Version gibt es einen anderen Standardeditor (Tiny). Den wird aber auch nicht jeder lieben.
Das Moodle-Plugin-System ist sehr stabil. Aber denken wir mal an folgendes. Ein Blogsystem betreibt meist ein Lehrer für sich. Ein Moodle-System ist meist eine Schulinstallation. Da ist es nicht sinnvoll, eben mal heute abend für morgen ein neues Tool zu implementieren. Ich mache einen Unterschied zwischen der persönlichen ‘Spielwiese’ eines Lehrers und etwas wo die ganze Schule mitgenommen werden soll.
Die eigentliche Frage wird hier aber nicht diskutiert? Was sind denn die didaktischen Szenarien, die ihr umsetzen wollt?
[...] fehlende Schülerzentrierung – lassen sich über MNET-Funktionen anbinden. Selbst für die GoogleApps-Familie ist ein entsprechendes Plugin entwickelt – ich bin bei letzterem noch vorsichtig, obwohl es [...]