Schülerzeitung 2.0 – so kann es aussehen

Kommentieren 28. June 2009

Nach den voll gestopften, letzten beiden Wochen sehe ich wieder etwas Land und Zeit zum Bloggen. Und als hätte er es geahnt, meldet sich genau passend Nils van den Boom, der dem regelmäßigen Leser zum Beispiel durch sein NetBook-Projekt bekannt sein sollte, mit einem neuen Schulvorhaben.

Mit einem beeindruckenden Redaktionsteam bringt das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn gerade seine Schülerzeitung ins Internet. Und dabei werden nicht einfach riesige pdf-Dateien zum Download bereit gestellt. Sondern ganz im Sinne des Web 2.0 wird das Ganze mit WordPress und damit interaktiv realisiert. Die technische Umsetzung ist Nils dabei hervoragend gelungen, wäre aber sicher nur halb so viel wert, ohne die vielen inhaltlichen Beiträge. Ich bin mir sicher, dass sich in dem Schulmagazin EMA ein Good-Practice-Beispiel zeigt, das Anregung und Vorbild für ähnliche Vorhaben sein kann. Wer ähnliches plant, sollte es sich auf jeden Fall einmal ansehen – auch ich staune immer wieder, wie mächtig und vielseitig WordPress ist.

Technisch sind hier auch zwei Tipps von mir umgesetzt worden:

  • Template: Wenn auch nicht ganz kostenlos aber dafür dem Layout einer professionellen Zeitung bzw. deren Webauftritt nachgeahmt, ist das WordPress-Newspaper-Template. Die ersten Rückmeldungen von Nils klingen sehr positiv und in meinen Testumgebungen habe ich damit auch gute Erfahrungen gemacht. Sowohl hinsichtlich des zwar vorgegebenen aber dennoch flexiblen Layouts aber auch der Kombinierbarkeit mit weiteren Plugins handelt es sich um ein professionelles Template, welches sich – wie man an der Ema sieht – auch hervoragend für semi-professionelle Projekte eignet und einem viel Arbeit bei einem optisch ansehnlichen Ergebnis abnimmt.
  • Twitter: Vor einigen Tagen habe ich TweetBoard via Matthias Heil gefunden. Dieses eignet sich für schnelle Rückmeldungen. Besonders interessant ist dabei die automatische Strukturierung von Tweets, die es erlaubt, nachzuvollziehen, worauf sich die jeweilige Nachricht bezieht. Vielleicht auch etwas für diesen Blog, wenn ich Zeit zur Integration finde. Aber auch für Schulhomepages, Schülerprojektseiten oder Webauftritte von Klassen, ist dies eine einfache und schnelle Option, Feedback zu ermöglichen und zugleich mit den Schülern zu trainieren. In meiner Examensstunde habe ich in Deutsch noch mit der Herausforderung von inhaltlichen Bündelungen (von einzelnen Werther-Briefen) in Form von SMS gearbeitet (auf Papier muss ich gestehen: SMS-Vorlage-iPhone). Eine solche Twitter-Leiste könnte für solche Einsätze eine gute Alternative sein. Ich denke, damit öffnet sich die EMA über die weiteren Mitmach-Optionen (wie das Einreichen von Gastbeiträgen, Gästebuch usw.) prima auch nach außen und zeigt, was hinter der Web 2.0-Idee praktisch steckt.

Bleibt eigentlich nur noch, dem Team viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit zu wünschen. Der Grundstein scheint ja vorbildlich gelegt worden zu sein. Und natürlich sind in den Kommentare Hinweise auf ähnliche Projekte herzlich willkommen, da man sicher einiges von- und miteinander lernen kann.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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