Archive: May, 2009

iMedia 2009 und Taschenfunk

12 comments May 29th, 2009

Gestern ging es für mich direkt nach dem Unterricht nach Mainz zur diesjährigen iMedia. Ich muss sagen, dass das wohl die bisher größte Veranstaltung und zugleich Fortbildung war, die ich zum Thema neue Medien mitgemacht habe – sowohl räumlich als auch von den angebotenen Workshops. Das Programm war regelrecht erschlagend und es galt sehr stark zu selektieren bzw. fokussieren. Dennoch an dieser Stelle ein großes Lob an die Organisatoren, denen es gelungen ist, einen reibungslosen Ablauf und ein wirklich reichhaltiges Angebot zu bieten. Besonder gefallen hat der ständig mögliche Wechsel zwischen offiziellem und inoffiziellen Teilen, die parallel liefen.

Doch was habe ich für mich mitgenommen und was kann ich den Lesern des Blogs als Fund anbieten? Die wichtigsten Erkenntnisse für mich, die sicher nicht neu sind aber auf der iMedia eine eindrucksvolle Bestätigung erfahren haben sind folgende:

  1. Moodle ist DIE Plattform der (nahen) Zukunft: Es war kaum möglich, an Moodle vorbeizukommen. Seien es Stände, direkte Veranstaltungen und selbst in Workshops, die nicht primär zum Thema Lernplattform stattfanden, fiel immer wieder das Stichwort “Moodle”. Die durchaus vorhandenen, anderen Plattformen klangen zwar auch an, wurden aber meistens zu Gunsten von Moodle als zweitrangig eingestuft. Ich glaube, wer derzeit darüber nachdenkt, an seiner Schule eine Plattform einzurichten, die unterstützt und auch vernetzt werden kann und soll, kommt um Moodle derzeit nicht herum. Das Urteil vieler Kollegen – meist im direkten Vergleich mit Lo-Net als möglichste Alternative – klang sehr eindeutig. Dass Lo-Net nicht einmal (als Aussteller oder Workshop) vertreten war, hat mich schon ziemlich erstaunt.
  2. Virtuelle Whiteboards: An jeder Ecke wurde man auf der iMedia mit SmartBoards konfrontiert. Verschiedene Anbieter haben ihre Lösungen präsentiert und auch in den Workshops wurde damit gearbeitet. Die Quantität der Präsenz dieses Mediums war schon beeindruckend und zeigt, dass diese  langsam aber sicher die traditionelle Tafel ablösen werden. Auch wenn immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass es mehr um ein Nebeneinander von Kreidetafel und SmartBoard gehen soll, glaube ich angesichts der Intensität, mit der diese Technik nach vorne drängt, nicht mehr daran, dass Schulneubauten oder -renovierungen an der breiten Etablierung von virtuellen Tafeln vorbei kommen werden. Es klang aber auch an, dass sich diese Technik nicht für jeden Raum anbiete. Hier wurden naturwissenschaftliche Fachräume genannt, in denen man wohl weniger Bedarf sehe, da dort das Experimentieren in Gruppen im Vordergrund stehe.

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Lernen mit iPods – australische Erfahrungen

4 comments May 27th, 2009

Über Martin Ebner bin ich auf ein Video aufmerksam geworden, in dem von einem australischen Schulprojekt mit ipods berichtet wird. Dabei kommen einige bedeutende Aspekte zur Sprache, die es zu bedenken gilt. Und fast umso erstaunlicher ist dann, wie aktuell dieser inzwischen fast 2 Jahre alte Beitrag noch wirkt:

Textbooks and chalkboards are out, the new way to learn is all about computers, ipods and digital interfaces over the internet.”

Zusammen mit dem kernigen Statement von der “Revolution” des Lernens, steigt der Beitrag zugegeben provokant ein. Doch dass das Neue keineswegs als Angriff auf das Alte zu verstehen ist, wird schnell deutlich und zeigt erneut auf, dass es nicht um einen Verdrändungsprozess geht. Dieser Eindruck entsteht schnell und führt nicht selten zu nachvollziehbaren Abwehrreaktionen. Das Urteil der Schüler macht aber deutlich, wo das eigentliche Potential von iPods als Lehr-/Lernhilfe liegen kann.

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I survived it – mit Animoto und Prezi

9 comments May 26th, 2009

2 Jahre, viel Fleiß, viel Schweiß, manch Wunderliches, manch Wunderbares… Seit gestern liegt mein Referendariat recht erfolgreich hinter mir. Geschafft!

So viel mal zum Privaten und indirekt auch zur begründung, warum die letzten 2 Wochen hier im Blog etwas ruhiger verliefen, was sich nun hoffentlich wieder ändern wird. Aber natürlich gibt es auch in Sachen neue Medien zwei Dinge zu berichten. Zwar war es nicht möglich, in ähnlich breiter Form wie bei der Examensarbeit auf diese neuen Lehr- und Lernformen zu setzen, aber in Gestalt von Animoto und Prezi habe ich sie dann doch eingebettet.

Über Animoto habe ich ja bereits hier im Blog berichtet. Damals war ich ja noch etwas zurückhaltend und habe es auch im Verlauf des Referendariats nur wenige Mal verwendet. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass es zwar ausgesprochen einfach ist, es zu bedienen und schnell zu ansehnlichen Ergebnissen zu kommen. Es braucht aber genau wie alle anderen Tools eine sinnvolle Einbettung, die bei Animoto aufgrund seines engen Anwendungsbereichs nicht immer gegeben ist. In meiner Geschichtsstunde habe ich es als “stummen Videoimpuls” verwendet:

Natürlich blieb es nicht beim Zeigen des Videos, sondern alle Bilder wurden im Stundenverlauf wieder aufgegriffen und näher betrachtet. Als Einstieg ist diese Form in meinen Augen aber schon geeignet, da sie die Aufmerksamkeit der Schüler erreicht und wohl als moderner Dia-Ersatz enger an der medialen Wahrnehmung der Schüler ist.

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