I survived it – mit Animoto und Prezi

Kommentieren 26. May 2009

2 Jahre, viel Fleiß, viel Schweiß, manch Wunderliches, manch Wunderbares… Seit gestern liegt mein Referendariat recht erfolgreich hinter mir. Geschafft!

So viel mal zum Privaten und indirekt auch zur begründung, warum die letzten 2 Wochen hier im Blog etwas ruhiger verliefen, was sich nun hoffentlich wieder ändern wird. Aber natürlich gibt es auch in Sachen neue Medien zwei Dinge zu berichten. Zwar war es nicht möglich, in ähnlich breiter Form wie bei der Examensarbeit auf diese neuen Lehr- und Lernformen zu setzen, aber in Gestalt von Animoto und Prezi habe ich sie dann doch eingebettet.

Über Animoto habe ich ja bereits hier im Blog berichtet. Damals war ich ja noch etwas zurückhaltend und habe es auch im Verlauf des Referendariats nur wenige Mal verwendet. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass es zwar ausgesprochen einfach ist, es zu bedienen und schnell zu ansehnlichen Ergebnissen zu kommen. Es braucht aber genau wie alle anderen Tools eine sinnvolle Einbettung, die bei Animoto aufgrund seines engen Anwendungsbereichs nicht immer gegeben ist. In meiner Geschichtsstunde habe ich es als “stummen Videoimpuls” verwendet:

Natürlich blieb es nicht beim Zeigen des Videos, sondern alle Bilder wurden im Stundenverlauf wieder aufgegriffen und näher betrachtet. Als Einstieg ist diese Form in meinen Augen aber schon geeignet, da sie die Aufmerksamkeit der Schüler erreicht und wohl als moderner Dia-Ersatz enger an der medialen Wahrnehmung der Schüler ist.

Neu und nur wenige Male ausprobiert war für mich aber Prezi. Dies ist ein Online-Service, der aber auch einen Offline-Version anbietet, die auf dem eigenen Rechner installiert auch voll einsatzfähig ist, ohne beim Dienst eingeloggt zu sein. Im Gegensatz zu recht statischen PowerPoint-Präsentationen erlaubt Prezi das Erstellen von etwas beweglicheren und flexibleren Visualisierungen. Selbst in der sehr kurzen Vorbereitungszeit ist es mir gelungen, eine einfache Darstellung (also ohne Bilder, Videos oder besonders aufwendiges Layout) zu bauen und mit Inhalt zu füllen. In Prezi kann man dann einen so genannten Pfad anlegen, der dann ähnlich herkömmlicher Präsentationen aber mit harmonischeren Übergängen durchlaufen werden kann. Der klare Vorteil ist aber, dass man seine Inhalte auf einer großen Folie anlegt, die dann durch Hineinzommen gegliedert wird. Dadurch ist jederzeit alles verfügbar und ansteuerbar, ohne durch einen großen Foliensatz vor- und zurückklicken zu müssen. Besonders nach dem Ende des Durchlaufens meines Pfades war ich so in der Lage in der anschließenden Diskussion einzelne Elemente mit ein/zwei Klicks wieder hervorzurufen. Zudem ist eine solche Präsentation, die quasi permanent auf einer Ebene abläuft und (die, wenn nicht zu viel Spielerei betrieben, wird auch als solche erkennbar bleibt) viel übersichtlicher und nachvollziehbarer als ein Foliensatz.

Ich denke, dass dies auch sehr geeignet ist für den Einsatz am interaktiven Whiteboard, da man mit dem Steuerungsstift eine solche Prezi-Präsentation gut steuern kann, dann aber auch schnell die einzelnen Sektiuonen wieder aufrufen kann.

Für Mac-User, die gerne ihre Apple-Remote (Fernsteuerung fürs MacBook) verwenden wollen, sei ired light empfohlen, was bei mir sehr gut funktionierte.

Ich bin von prezi sehr angetan. Es bietet zwar noch nicht so viele Funktionen wie gestandene Präsentationsprogramme, ist aber im Moment am Wachsen und wird sicher noch einige Features aufnehmen (so z.B die Wahl von Schriftart und -Farbe, mehr Übersichtlichkeit beim Ansammeln vieler Präsentationen usw.). Somit ist es für mich nicht nur ein Eye-Catcher durch seine Neuartigkeit, sondern durchaus eine neue Form des Präsentierens, in die man sich hineindenken muss, dann aber schöne Ergebnisse erzielen kann.

Hier ein Beispiel aus meiner Vorbereitung (von der Struktur aber aus Zeitgründen einfacher visualisiert ähnlich im Examen):

Und ein Beispiel, das ein wenig mehr das Potential aufzeigt (von Prezi selber):

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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