Einstieg leicht gemacht – Twitter & Wikis

Kommentieren 07. May 2009

In den letzten Tagen sind mir zwei gelungene Präsentationen durch den rss-Reader gehuscht, die es festzuhalten gilt. Sie beschäftigen sich mit zwei Tools und ihrer Nutzung im Schulunterricht. Die erste beschäftigt sich mit Twitter und ist im Rahmen eines der regelmäßigen Treffen der DaF-Community entstanden. Die zweite ist von Johannes Moskaliuk von der Uni Tübingen.

Während letztere mit einem gewissen theoretischen Vorbau daherkommt, zeichnet beide aus, dass sie sehr konkret auf Beispiele und Tipps für das jeweilige Werkzeug im Unterricht eingehen. Wer also entweder gerade mit dem Gedanken spielt Twitter oder Wikis in seinen Unterricht einzubetten, oder wer ein paar Anregungen sucht, sollte sich die Vortragsfolien mal ansehen – ich habe einige Anstösse erhalten:

Wikis:

Twitter:

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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  1. 07. May 2009 um 20:41 | #1
    Donald Townsend

    Interessante Präsentation zu Twitter im Unterricht. Dass Jugendliche synchrone Kommunikation meist vorziehen, würde ich so nicht sehen. Wenn man sieht, wie gerne sie bei aktuellen sozialen Netzen wie schueler.cc und schuelervz Kommentare in die Profile anderer schreiben, wobei sie wissen, dass der oder die Kommentierte dieses nicht sofort lesen muss, dann denke ich, asynchrone Kommunikation ist für sie schon ein akzeptiertes und auch häufig genutztes Mittel neben IM und Chat. Auch das Argument, dass Twitter als Erwachsenen Tool gesehen wird, wiegt meiner Meinung nach nicht so stark.

    Wie an anderer Stelle in einem Kommentar erwähnt, kennen viele Schüler Twitter nicht einmal. Sie sehen aber vermutlich auch oft den Sinn nicht so direkt, wenn sie Twitter kennen. Interessant wird die Plattform lediglich, wenn man eine Zeit durchhält und ein Netz von Kontakten aufbaut.

    Wie man derzeit hört, gewinnt Twitter rasant neue User, verliert aber auch gleichzeitig 60% davon wieder. Die Gründe für das schnelle Aussteigen liegt vermutlich genau in dieser Problematik begründet. Man weiß nichts damit anzufangen.

    Für Schüler kommt vielleicht noch hinzu, dass Twitter als Plattform asynchroner Kommunikation keinen weiteren Mehrwert bietet wie die anderen Plattformen, die sie nutzen (schueler.cc und schuelervz), keine Möglichkeit zur Selbstdarstellung, zur Bildung von Gruppen etc.. Außerdem ist Twitter komplett offen. Auch das könnte stören. Die anderen Plattformen sind doch scheinbar geschlossener.

  2. 07. May 2009 um 23:00 | #2

    Das ist sicher so richtig. Die Präsentation verkürzt natürlich Vieles und ist ja auch als Diskussionsgrundlage gemeint.

    Wichtig ist aber denke ich in der Mediennutzung bei Jugendlichen – soweit ich sie beobachte und in dem wenigen, was ich bisher dazu gelesen habe, die zeitlich parallele Nutzung von Netzwerk-Onlineplattform und synchroner Kommunikation im IM/Chat/Spiel. Am eigenen Profil wird am liebsten dann gebaut, wenn andere ebenfalls online präsent sind. Hier ist denke ich tatsächlich ein wesentlicher Unterschied zur Online Nutzung von Erwachsenen.

    Die Einschätzung, das Twitter bei Jugendlichen unbekannt ist stimmt, greift aber so wie ich es sehe, Hand in Hand mit dem Charakter des Erwachsenentools. Twitter ist auch durch die nach außen erkennbare Nutzerstruktur für Jugendliche unattraktiv, und spricht sich entsprechend nicht rum. Dies spiegelt aber nur soziales Verhalten in der Realwelt wieder, Jugendliche betreten Kneipen in denen ich mich gerne aufhalte ebenso ungern wie ich die entsprechende Disco. Ich fühle mich auf Twitter wohl, weil hier Menschen mit sehr ähnlichen Interessen und aus ähnlichen Arbeitsfeldern unterwegs sind und ich hier in meinem Netzwerk einen effektiven Kommunikationskanal finde.

    Was in der Präsentation gemeint ist, wenn vom Erwachsenentool die Rede ist, sind selbst und von anderen beobachtete und dokumentierte Kommentare, wenn Jugendlichen Twitter gezeigt wurde. Die Frage beim Sozialen Netzwerk ist natürlich immer zuerst: Wer ist hier unterwegs? Ist diese Gruppe interessant für mich?

    Die Drop-Out Quote finde ich ebenfalls verständlich durch den extremen Hype. Da zeichnet sich sicherlich ähnliches ab, wie bei SecondLife vor 1/2 Jahren und das wird sich sehr relativieren.

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