Youtube-Schmankerl – die Dreiunddreißigste
The New Media Literacies
Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.
The New Media Literacies
Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.
In Rahmen ihrer Themenwoche stellt rpi-Aktuell verschiedene Lernplattformen vor, die besonders für den Einsatz im Schulunterricht in Betracht kommen. Es werden grundsätzlichen Ideen und Möglichkeiten einer solchen Plattform besprochen, um diese dann auf die einzelnen Dienste herunterzubrechen und nach Stärken und Schwächen zu schauen. Ebenso gibt es erste Hinweise, wie die einzelnen Funktionen, die die Plattformen mitbringen, ein- und umgesetzt werden können.
Die Zusammenstellung überzeugt auch, da sie von erfahrenen Nutzern und Lehrern erstellt wurde. An manchen stellen hätte ich mir beim Lesen noch ein wenig mehr konkrete Tipps und Hinweise auf Stolperfallen gewünscht, die auch zeigen, dass Lernplattformen konsequent im Unterricht eingesetzt sehr rasch die gewohnten Lehr-/Lernstrukturen aufbrechen. Ich denke aber, dass derjenige, der gerade vor der Entscheidung steht, eine solche Plattform in seinen Unterricht zu integrieren beim rpi-Themenschwerpunkt einige hilfreiche Hinweise finden wird.
Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.
Kurz bevor ich letzte Woche zum EduCamp aufgebrochen bin, hat Marc Pesce eine Keynote über sein neues Schwerpunktthema Digital Citizenship gehalten, die mir immer wieder in den Sinn kam während der Diskussionen in Ilmenau. Denn ganz richtig wurde an verschiedenen Stellen immer wieder auf die Gefahr hingewiesen, dass wir neue Lehr- und Unterrichtsmethoden zu sehr vom Tool selber aus denken und weniger von dem notwendigen Standpunkt des … – ja, von welchem Standpunkt eigentlich? Gehen wir davon aus, was unsere Schüler in 10, 15, 20 Jahren einmal brauchen werden? Wollen wir sie auf diese Zeit vorbereiten, ihnen Denk- und Handlungsstrukturen für ihre Zeit NACH der Schule geben? Und wenn ja, woher wissen wir, wie diese Zeit, diese Gesellschaft, diese Welt aussehen wird?
Oder – wenn wir nicht vom Tool ausgehen – gehen wir dann von den derzeitigen Gegebenheiten aus? Können wir eigentlich doch nur auf das vorbereiten, was wir selber kennen und mit unserem Wissensvorsprung und Erfahrungsschatz als Erwachsener dem Schüler einfach aufbereitet und in kleinen Portionen darbieten? Was ist dann aber mit dieser angeblich klaffenden Lücke zwischen “digital natives” und “digital immigrants”, die uns ja offenbar so weit von den Lebenswelten der Schüler entfernt, dass wir von unterschiedlichen Voraussetzungen aus denken und so zwangläufig an den Jugendlichen vorbei pädagogisieren?
Marc Pesce sieht genau diese Gefahr, wenn er in seiner gewohnten Art von den “wacky kids” spricht, deren neue, kulture Selbtwahrnehmung sich signifikant von den Denkstrukturen der digital immigrants unterscheidet:
The change is already well underway, but this change is not being led by teachers, administrators, parents or politicians. Coming from the ground up, the true agents of change are the students within the educational system. Within just the last five years, both power and control have swung so quickly and so completely in their favor that it’s all any of us can do to keep up. We live in an interregnum, between the shift in power and its full actualization: These wacky kids don’t yet realize how powerful they are.
Ich werde mich daher an seinen Ausführen entlang bewegen und verrate wohl bereits an dieser Stelle des Beitrags nicht zu viel, wenn ich als Referendar und somit “teaching immigrant” keine Lösung des Problems präsentieren kann.