Archive: April, 2009

In eigener Sache: Aufräumarbeiten mit Mehrwert

No comments April 29th, 2009

Heute habe ich die Blogzeit mal nicht für einen neuen Beitrag genutzt, sondern den Blog etwas aufgeräumt. Vieles davon sind Dinge, die die WordPress-Installation, Plugins und anderes betreffen, was Euch nicht sonderlich interessieren wird.

Eine Sache könnte für den Einen oder Anderen dann aber doch einen kleinen Mehrwert bedeuten (für mich allemal, um der drohenden Gefahr der Doppelung im Blog zu entgehen): Ich habe die bisherigen Youtube-Schmankerl in einer Playlist zusammengefasst. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da ich evtl. beim Durchforsten etwas übersehen habe und einige Youtube-Schmankerl auch Google-Videos oder Beiträge bei Teacher-Tube beinhalten. Dennoch, hier mal die Sammlung für den, der sich einen schnellen Überblick verschaffen mag:

Youtube-Schmankerl (Projektblog Initiative D21)

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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Digitaler Marshallplan – Laptop für jedes Kind!?

13 comments April 28th, 2009

Seit einigen Tagen – konkret dem 22. April – geistert eine Meldung durch die Zeitungen und Online-Berichterstattung, die für vorsichtige Zustimmung und grobe Ablehnung sorgt. Von einem digitalen Marshallplan ist die Rede, davon, dass jedes Kind einen Laptop bekommen soll. Offen bleibt, was genau gefordert wird, wer was gesagt hat und der Klassiker, wie es bezahlt werden soll.

Am 22. April veröffentlicht das Magazin Cicero ein Interview mit der Bundesministerin Schavan, in dem diese zuerst sagt:

Es reicht nicht aus, dass wir uns alle darüber aufregen. Wir sollten das Wissen und die Erfahrungen von Jugendlichen besser nutzen, Schülermentoren ernennen, die als Assistenten der Lehrer eine Mittlerrolle wahrnehmen können. Darüber hinaus sollte der Bildschirm mehr zum Lernen, als wirkliches Arbeitsinstrument, eingesetzt werden.

Cicero vom 22. April 2004, S. 54

Zu beachten ist hier, dass das Interview zu diesem Zeitpunkt vom Amoklauf in Winnenden ausgeht und die Ministerin gefragt wurde, was sie konkret meine, wenn Sie verstehen wolle, was Heranwachsende an Killerspielen mit möglichst realistischen Lebensweltbezügen fasziniere.

Die Nachfrage von Christiane Goetz-Weimer und Cathrin Wilhelm ist dann erstaunlich konkret und die Antwort von Schavan lässt fragen, ob sie damit gerechnet hat oder ihre Antwort eine klassische Plattitüde ist:

Für jeden Schüler einen Laptop?

Ja, hierfür müssen wir Finanzierungsmodelle finden, sodass die Schüler in die Lage versetzt werden, damit verantwortungsbewusst umzugehen. Die jugendlichen müssen lernen, dass im Internet die gleichen Regeln gelten, wie im wirklichen Leben. Wir müssen besser verstehen lernen, was die Jugendlichen wirklich bewegt, und wir dürfen sie nicht in Isolation abgleiten lassen.

Cicero vom 22. April 2004, S. 54

Die offenbar auch in Journalistenkreisen überraschende Aussage wurde dann von einer Ministeriumssprecherin bestätigt (stern.de), so dass derzeit davon ausgegangen werden kann, dass die Ministerin tatsächlich ein staatlich finanziertes Projekt im Kopf hat, mit dem Schüler technisch ausgestattet werden sollen. Das erinnert stark an den digitalen Marshallplan der International Telecommunication Union (ITU) in dessen Rahmen der portugiesische Gastgeber am 4. World Telecom Policy Forum (WPTF) in Lissabon am 24. April vorshlug, jedes Kind ab 4 jahren mit einem Laptop auszustatten (heise.de).

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Drag & Drop – Ein Einstieg ins interaktive Whiteboard (Wii)

No comments April 27th, 2009

Ich habe bereits an mehreren Stellen im Blog über die Möglichkeit berichtet, die Fernsteuerung der Wii-Konsole als Self-Made-Smartboard einzusetzen. Ebenso freue ich mich, dass diese Idee bereits in verschiedenen Blogs und schulischen Situationen aufgegriffen wurde.

Heute habe ich es nach “schülerfreien” Testläufen erstmals im eigenen Unterricht verwendet. Ich habe die Übung bewusst einfach gehalten, um sowohl mir als auch den Schülern zu Beginn einen guten Start zu ermöglichen. Und so ging es darum, Ereignisse auf einem Zeitstrahl zu ordnen und zu erklären. Die Schüler haben zur Wiederholung wichtige Ereignisse zwischen 1789 und 1848 genannt und erklärt, die ich dann am Rechner als Textfeld in die virtuelle Tafelebene der Smart-Software eingefügt habe. Der jeweilige Schüler ging dann vor und bewegte das Element auf dem zuvor eingefügten Zeitstrahl an die richtige Stelle. Der dadurch entstehende Verlauf macht die Entwicklung hin zur 1848er-Revolution in Deutschland deutlich.

Technik und Situation waren für die Schüler natürlich sehr neu, was auf beiden Seiten zu Phasen des Ausprobierens geführt hat. Der grundsätzliche Ansatz hat allerdings gut funktioniert, wobei ich inzwischen den Bedenken zustimme, dass längere, handschriftliche Texte aufgrund der Auflösung der Wii-Remote weniger gut gelingen. Ebenso war unsere zwar schwere und einigermaßen stabile Leinwand dann doch etwas zu beweglich – besonders, wenn Schüler fester aufdrücken wollten (ein scheinbar intuitiver “Trick”, um seiner Geste mit dem Stift Nachdruck zu verleihen). Ein schöner Vorteil der Wii-Lösung wurde aber auch schnell deutlich: Die Projektionsfläche ist beweglich und auf die Körpergröße der Schüler justierbar, so dass das wii-Whiteboard “mitwachsen” kann.

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