Computerspiele in Unterricht & Bildung

Kommentieren 18. March 2009

Computerspiele stehen derzeit aus aktuellem Anlass wieder sehr in der Kritik. Dass sie aber nicht nur das Böse in die Jugendzimmer oder Klassenräume bringen und durchaus auch sinnvolle Ansätze für Schule und Bildung mitbringen, zeigt dieses 6-Minuten-Video und Interview mit MIT-Professor Henry Jenkins zu game-based-learning:

Spannende Zitate:

The point of most gamnes is: Every game – whether it is plattform or online – has an online community. And these online communities are places where people trade information, they begin to learn from each other, they trust each other. (…) Most education is about persons who can learn by themselves – and so is everything. And most forms of collaboration in the classroom are cheating.

und..

Right now schools are cutting themselves of from most of the learning ecology by blocking games, by blockin youtube, by block putting filters on the computers. They block of the best the students are most technologically connected from the best ways of learning.

Letztlich fordert er eine “media literacy“, eine Form der Medienkompetenz:

People are learning through games but they are not learning to look at games critically. And so that is why I think media literacy has to be coupled with games if they are going to be brought into the classrooms. (…) A game is a system that stored something and makes it visible. We just have to learn to read it.

Im Grunde steckt dahinter die bekannte Forderung, neue Technologien nicht zu verbannen oder zu verteufeln, sondern nach Lösungen zu suchen, wie man sie effektiv und sinnvoll für die eigenen Zwecke nutzen kann. Vor allem der Gemeinschaftsgedanke war auch derjenige, der auf unseren Workshops in den Spiele-Gruppen besonders betont wurde und für kollaboratives Lernen die größten Anknüpfungspunkte bietet. Und selbst, wenn es nur gelingt, durch ein Spiel einen lerner für eine Thematik zu interessieren oder auf ein Problem aufmerksam zu machen, ist bestimmt schon viel gewonnen.

(via guardian.co.uk)

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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