Schüler meets Technik – finnische Schule zeigt, wie es auch sozial gehen kann
Haben wir eine finnische Schule gesehen? Haben wir finnische Lehrer gesehen? Haben wir finnische Schüler gesehen? Haben wir eine Mentalität erlebt? Oder ganz schlicht: Was war das heute eigentlich?
Tag 2: Zusammen mit den anderen Teilnehmern aus unseren Referendarsworkshopsiegerteams habe ich heute die Sotunki Upper Secondary School in Vantaa besucht. Wir wurden nicht nur sehr feundlich begrüßt und aufgenommen sondern auch mit einer Flut von Eindrücken konfrontiert, die es mit schwer machen, sie hier in einem kurzen abendlichen Post zu bündeln. Von daher an dieser Stelle einige erste, spontane Wahrnehmungen, die sich der Einfachheit halber am Tagesablauf orientieren (aso nicht inhaltlich) und sicher später vertieft werden müssen:
- The use of IT in teaching: Zu Beginn wurden wir von einem Lehrer (mit einem IT-Schwerpunkt, aber nicht im Sinne des in Deutschland typischen Medienbeauftragten) in die grundlegende Situation der IT-Implementierung in den Lehrprozess eingeführt. Dabei wird die Schule von einem externen, städtischen Servicedienst unterstützt, der sämtlichen technischen Support von der bereitstellung von E-Mail-Adressen bis hin zur Installation vor Ort übernimmt. Dies umfasst auch die für jeden Klassenraum standardisiert vorhandene Ausstattung mit Beamer, Dokumentenkamera, DVD&VHS-Player, Computer für den Lehrer, Internetzugang in jedem Raum und Drucker. Wie das aussieht vermag folgendes Bild verdeutlichen:
- Lern-/Lehrplattformen: An der finnischen Schule und dies auch an den meisten anderen, werden mehrere Systeme kombiniert. Das eine ist das so genannte “Wilma” (scheint ein eigenes System zu sein, muss ich recherchieren), welches es erlaubt, online An-/Abwesenheitslisten zu führen, Noten zu geben und Mitteilungen zu versenden. Mit unterschiedlichen Rechten haben Lehrer, Schüler und Eltern Zugriff, so dass unser Klassenbuch dort nur digital und zudem multipersonal einseh- und ergänzbar funktioniert. Zusätzlich wird Fronter eingesetzt, um Materialien und kollaborative Prozesse bereitzustellen und zu begleiten. Damit stehen den Lehrern sowohl vor Ort als auch im virtuellen Raum Arbeitsbedingungen zur Verfügung, die nicht nur funktionieren, sondern so aufeinander ab- und eingestimmt sind, dass es bei mir zu schlichtem staunen geführt hat, mit welcher Selbstverständlichkeit und vor allem Tempo zwischen den Medien innerhalb einer Stunde gewechselt wird.
- SmartBoard: In mehreren Klassen werden SmartBoards eingesetzt und der Einsatz im Matheunterricht, den wir beobachtet haben, wirkte nicht nur souverän, sondern vor allem sehr einfach und arbeitserleichternd. So wurden Formeln/Gleichungen einfach kopiert, mit wenigen Klicks Bilder und Graphen eingefügt und animiert und korrigiert ohne besonderen Aufwand. Auch der Bericht der Lehrerin über die eigenständige Aneignung und die umfangreichen Einsatzmöglichkeiten haben mir endgültigt verdeutlicht, dass das Ende der Kreidezeit in Finnland bereits massiv eingeläutet wurde.
- Video-recorded lessons: Ein Kollege stellte uns seine mit einer einfachen Handykamera und einem Stativ – also mit einfachsten mittel – erstellten Aufzeichnungen seines Unterrichts vor, die er den Schülern zur Nachbereitung des Unterrichts bzw. Vorbereitung auf Klausuren online zur Verfügung stellt. Diese Aufzeichnungen ergänzt er mit commencraft-style ähnlichen Kurzfilmen zu speziellen Themen, in denen er quasi gerafft die entwiklung seiner Tafelbilder im Biologieunterricht nachvollzieht.




> lediglich meine allerersten … Eindrücke
You know how to use understatement
Prima, vielen Dank für diese Eindrücke – klingt sehr beeindruckend!
[...] in Helsinki – erste Eindrücke Schüler meets Technik – finnische Schule zeigt, wie es auch sozial gehen kann Deutsche Schule Helsinki – Vorzeige- oder [...]