eLearning bringt’s – Tipps & Tricks für die Praxis

Kommentieren 11. February 2009

Nicht erst seit PISA ist es zunehmend populär in Bildungsangelegenheiten auf die Erfolge Anderer zu zeigen, um damit meist die implizite Aufforderung an die eigenen Administration oder Politik zu verbinden, es denen gleich zu tun. In diese Kerbe möchte ich nicht stoßen, wenn ich heute eine Broschüre vorstellen möchte, die aus Österreich kommt und in der sich unsere Nachbarn auch recht offensiv in Sachen eLearning selber loben. Aber angesichts dieser sehr praxisnahen und wie ich finde hilfreichen Zusammenstellung, sei ihnen das auch mal gegönnt (zum Vergrößern auf den Pfeil oben rechts klicken):

PDF-Download

Ich habe die Broschüre gerne gelesen, da viele wichtige Dinge auf den Punkt gebracht werden, die es einerseits zu bedenken gilt, die andererseits aber auch mit praktischen Tipps vermieden werden können, wenn man plant, verstärkt eLearning und das Web 2.0 im eigenen Unterricht oder gar koordiniert an der eigenen Schule zu implementieren.

Einige schöne Zitate:

Dem Unterrichten mit Hilfe von Internet im Sinne von WEB 2.0 kann man sich über viele Wege nähern:

• Man kann das, was man bislang immer so gemacht hat, einfach durch die Neuen Medien organisatorisch unterstützen.

• Man kann einige neue Elemente einbringen und so durch Methodenvielfalt mehr Abwechslung in den Alltag bringen.

• Man kann sich aber auch drüber trauen und den Unterricht komplett auf den Kopf stellen: Die Schüler/innen mehr und mehr in den Mittelpunkt

rücken und sich selbst als Lehrer/in in einer neuen, durchaus

spannenden Rolle wieder finden.

Oder dieses:

Mit zunehmender Erfahrung wird es für Lehrkräfte leichter, den echten Mehrwert von eLearning zu nutzen, beispielsweise bei der Zusammenarbeit und dem Miteinander-Lernen von klassen-

oder schulübergreifenden Gruppen. Dadurch kommen Individualisierung, neue Lehr- und Lernformen wie von selbst in den Unterricht.

Oder ein sehr praktischer Tipp zum Abbau der Angst des lehrers, weniger zu wissen als die Schüler:

Nutzen Sie das Wissen der Schüler/innen, indem Sie ihnen bestimmte Aufgaben und Rollen für die Klassengemeinschaft geben. Zwei Schüler/innen, ähnlich den Klassenordner/innen, sorgen vor Stundenbeginn dafür, dass Computer, Internet und Beamer funktionieren.

Zeigen Sie den Schüler/innen, dass Sie ihr Können schätzen und es gerne nutzen. Bei einer funktionierenden Vertrauensbasis muss weniger kontrolliert werden.

Ich glaube, gerade denjenigen, die neu anfangen, das Web 2.0 zu einem Bestandteil ihres Unterrichts zu machen, liefert die Broschüre viele hilfreiche Anregungen und bewahrt vor mancher Stolperstelle. Aber auch denjenigen, die schon mehr Erfahrungen haben, sei dieses heft empfohlen, denn es macht nicht nur Mut, weiter zu machen, sondern liefert auch durch seine grundlegende Einfachheit einige Ideen, Routinen aufzubrechen und evtl. auch andere Kollegen zu gewinnen.

Und für mich war dieses Post mal eine Gelegenheit Adobe Share zu testen, von dem ich nach den ersten Versuch durchaus angetan bin. Auch für Implementierung von PDF in mein Moodle ist es ein guter Service. Give it a try…

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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