D21-Projekt im “nachtmagazin” der ARD

Kommentieren 17. November 2008

Unter dem Titel “Lehrer der Berliner Rütli-Hauptschule für Lehrmethoden ausgezeichnet” sendete am Freitag das “nachtmagazin” der ARD einen Bericht, der im Zusammenhang mit der Preisverleihung bei dem diesjährigen D21-Jahreskongress stand (Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen).
Sieht man einmal von der sicher nicht ganz korrekten Bemerkung ab, dass dank “Millioneninvestitionen” die Schule wieder einen positiven Weg eingeschlagen hat, freut uns natürlich die Grundaussage: Dank der Nutzung neuer Medien im Schullalltag einschließlich innovativer Lehr- und Lernmethoden kann sich selbst in schon “abgeschriebenen” Schulformen des deutschen Bildungssystems die Situation verbessern. Diese Erkenntnis wird u.a. auch durch Studien zur “digitalen Integration” unterstrichen, die sehr geringe soziale oder ethnische Unterschiede, was den Zugang zum Internet in der Bundesrepublik angeht, belegen. D.h., dass eine mögliche Teilhabe an Bildung, Kultur, Wissen und Öffentlichkeit in digitaler Form praktisch für jedes Individuum zumindest stark vereinfacht wurde. Die Aufgabe besteht nun darin sich persönlichin problem- und themenbezogenen Communities weiterzuentwickeln – egal, ob in einer Berufs-, Haupt- oder Realschule bzw. einem Gymnasium! Eine tolle Entwicklung mit riesigem Potenzial, wie ich finde.

Da die Geschwindigkeit des Fortschritts sich oft an dem vermeintlich “langsamsten” Teil der “Karawane” orientiert, lohnt sich auch ein Blick auf das, was in dem Bericht aus der Praxis am Campus Rütli gezeigt wurde: Das @nien-Projekt zeigt eindrucksvoll, wie ein allgemein guter Projektunterricht aussehen kann, der neue Medien im Fokus hat. Hier werden grundlegende Kulturtechniken vermittelt, auf denen jeder Schüler aufbauen kann und heutzutage muss!
Deswegen sollte die Symbolik des kurzen Beitrags für die Debatte nicht unterschätzt und von unserer Community genutzt werden. Während der Vorgespräche mit der ARD-Redaktion zum Beitrag war man sich schnell einig, dass eine positive Entwicklung der Rütli-Schule in der heutigen bildungs- und innenpolitischen Diskussion von großer Tragweite ist und darum letztlich auch dem ganzen System helfen wird.

Deswegen ein Dank an alle, die bei diesem kleinen Bericht mitgeholfen haben: Kai Richter, Yvonne Blum, Schuldirektor Aleksander Dzembritzki (alle Campus Rütli), Nikolai Neufert von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung , Wissenschaft und Forschung, der ARD-aktuell-Redaktion und den “D21-Tandems”, die der Rütli-Schule den Vortritt bei der Preisverleihung gelassen haben.

Sami Rabieh

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