Christian Spannagel lebt die Lehre von morgen schon heute

Kommentieren 25. October 2008

Auf einen großartigen Beitrag bin ich soeben im Blog von Christian Spannagel gestoßen. Unseren Blog-Lesern ist er ja bereits bekannt aufgrund seiner Lehrveranstaltung “Web 2.0 im Unterricht” an der PH Ludwigsburg.

Unter dem Titel “Über Vortragsseminare und die Dynamik des Netzes” präsentiert er nun sein diessemestriges Seminar und beschreibt eine unglaubliche Dynamik, die er mit Hilfe von Web 2.0-Netzwerken und der positiven Grundeinstellung seiner Studenten und vom ihm gegenüber der Öffnung von Seminarveranstaltungen erlebt. Seine Ausgangsfrage ist mehr als berechtigt, wenn er schreibt:

Gibt es unspannendere Veranstaltungsformen als klassische Vortragsseminare? Vermutlich nicht. Der Dozent verteilt die Themen, und jede Woche wird eine Präsentation von einem Teilnehmer gehalten. Demjenigen, der vorträgt, merkt man die Unsicherheit an, weil der Vortrag oft auf dünnem Grund steht. Diejenigen Teilnehmer, die gerade keine Präsentation halten, sitzen in der Regel die Zeit ab und nehmen praktisch nichts mit. Das ist natürlich kein Wunder – es handelt sich um klassischen Frontalunterricht, in dem die Teilnehmer zur Passivität verdammt sind. Da helfen auch die zwei,  drei “Pseudofragen” nichts, die der Vortragende sich ausgedacht hat, um das “Publikum” mit einzubinden. Darf man solche Veranstaltungen guten Gewissens abhalten, wenn die Teilnehmer allesamt Lehramtsstudenten sind? Klare Antwort: Nein.

Seine Antwort scheint klar. Doch dies geht auch vielen anderen so. Christian schafft es hingegen, die grundsätzliche Idee “Lernen durch Lehren” mit dem Web 2.0 zu koppeln bzw. zu verbinden. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sein Projekt weiter verlaufen wird, welches diesmal offenbar recht gut (nicht nur durch uns 😉 ) dokumentiert und begleitet wird. Da kann man sich auch als Lehrer an der Schule noch viel abschauen…

Quintessenz: Web 2.0 richtig genutzt, entsteht ein Mehrwert, der eindeutig als Alleinstellungsmerkmal zu bezeichnen ist.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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