Internationale Mathe- & Englischwettkämpfe im heimischen Klassenzimmer

Kommentieren 17. October 2008

Ich habe gestern ein Web 2.0-Tool mit Sucht- und Spaßfaktor entdeckt und nutze jede Pause zum Spielen. Das will was heißen! Tutpup heißt das kleine aber feine Ding, welches es erlaubt, in internationale Wettkämpfe einzusteigen – direkt vom eigenen Rechner aus.

Worum geht es? Ich habe früher Vokabellernen gehasst. Nicht, weil ich es nicht hinbekommen habe – nein, meine Vokabeltests waren immer sehr passabel. Sondern, weil ich gemerkt habe, dass es mir nichts bringt. Ich konnte immer genau aufschreiben, was welche Vokabel bedeutet, musste aber feststellen, dass mir das im Unterricht nichts brachte, da ich nicht wusste, wie man diese fremdartigen Worte ausspricht und natürlich immer alles falsch betont habe und mich bald nicht mehr so recht beteiligt habe – Teufelskreis! Auf Kassette aufnehmen versprach auch keinen Erfolg, da ich die Vokabeln ja bereits falsch diktiert habe.

Tutpup verspricht Abhilfe (auch fürs Kopfrechnen in Mathe):

Das Tool ist denkbar einfach. und das beste vorneweg: man muss sich nicht registrieren, um es nutzen zu können, sondern kann direkt loslegen:

Es werden verschiedene Bereiche angeboten, deren Prinzip immer gleich ist: Man startet das Tool, wartet auf einen Mitspieler irgendwo im netz und bekommt dann bei heruntertickender Uhr Aufgaben gestellt, die es zu lösen gilt. Grafisch wird das Ganze durch zwei Tierchen dargestellt, die bei jeder richtigen Antwort weiter nach vorne schieben und so um die Wette rennen. Einfach aber schön.

Es gibt diverse Kategorien zu Mathematik – von einfachen Addition-Aufgaben bis zu Lösungen mit Unbekannten. Jeweils in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Außerdem und das ist mein Favorit gibt es eine Kategorie “Spelling”. Dort wird einem (ebenfalls in verschieden wählbaren Schwierigkeitsgraden) eine englische Vokabel vorgesprochen und man muss sie richtig buchstabiert eintippen.

Das ganze ist so einfach und selbsterklärend, dass es einen riesen Spaß bringt. Ich kann mir vorstellen, dass die Kleinen (evtl. bis Klasse 6) damit mächtig Spaß haben. Manchmal frage ich mich, ob da tatsächlich immer jemand am anderen Ende der Leitung mitspielt oder ob es manchmal einfach ein Computer ist.

ABER: und das macht das Tool endgültig schultauglich: man kann sich als Lehrer registrieren und eine virtuelle Klasse anlegen. Den dabei generierten Code gibt man seinen Schülern, die sich damit – wenn sie sich registrieren – direkt in dieser klasse anmelden können. Somit kann man untereinander spielen und der Lehrer erhält sogar eine Auswertung. Im Gegensatz zum Lehrer muss der Schüler so gut wie keine Daten von sich preisgeben (sehr schulfreundlich!) und kann zudem ein eigenes Tier für die zukünftigen Rennen auswählen (sehr schülernah! – für die Kleinen).

Ich glaube, man merkt, ich bin begeistert von der schlichten aber effektiven und dabei so intuitiven und bedienbaren Idee und Umsetzung. Give it a try!

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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