Mindmaps online

Kommentieren 07. October 2008

Nach zwei eher theoretischen Beiträgen sollte auch mal wieder etwas praktisches folgen. Und eigentlich zeichnet sich das Web 2.0 ja oft durch seine Kostenfreiheit aus. Dennoch möchte ich hier ein kostenpflichtiges, aber durchaus kostengünstiges, Tool vorstellen. Und am Ende gibt es dann das kostenfreie Pendant 😉

Recht mächtig und einfach zu handhaben ist comapping.com. Was mich aber besonders überzeugt hat, ist die Möglichkeit, simulatan mit mehreren Nutzern am selben Projekt zu arbeiten, welches live und seamless am Monitor je nach den Eingriffen der Mitarbeiter aktualisiert. So etwas kenne ich derzeit prominent nur beim online-Office von Google. Und worum geht es?: Mindmapping:

Mindmaps sind wohl eines der beliebtesten Werkzeuge in diversen Unterrichtsfächern und es wird inzwischen – zu dieser Aussage versteige ich mich – keinen Schüler nach Klasse 10 mehr geben, der nicht mindestens eine Mindmap im Unterricht erstellt hat.

Somit muss an dieser stelle über Vor- und Nachteile dieser Methode nicht mehr groß nachgedacht werden. Wir können uns also auf den digitalen bzw. virtuellen Teil konzentrieren, den comapping.com liefert. Im Grunde sind es Mindmaps, wie wir sie kennen. Doch wer solche im Unterricht – am häufigsten sicher zu Formen des Sammeln und Brainstorming – genutzt hat, wird schnell gemerkt haben, dass die eigentlich sinnvolle Vorgehensweise durch das Nacheinander der Einträge in die Mindmap etwas gebremst wird. Klassisches Szenario: Brainstorming zum Thema XY und der Lehrer fragt nacheinander Schülermeldungen ab, um diese in eine Mindmap an der Tafel zu bringen. Anderes Szenario: Schüler bekommen ein großes, weißes Blatt in ihre Teilgruppe und sollen zu einem Thema eine Mindmap erstellen. Was passiert?: Zwei denken, einer schreibt und der Rest zieht sich mit dem Argument zurück “Wir können eh nichts machen, er muss ja erst schreiben”.

Online ist jeder involviert, kann direkt seinen eigenen Zweig/Arm einfügen, Änderungen vornehmen oder die Struktur verbessern. Die Tatsache, dass mehrere zugleich an der Mindmap laborieren können, macht es zu einem kollaborativen Tool schlechthin. Dies wird verbessert durch die Möglichkeit live mit den Mitarbeitern zu kommunizieren – sowohl via E-Mail als auch Chat:

Ich denke, wo immer die herkömmliche Mindmap zum Einsatz kommt, bietet des online-Tool noch ein paar Möglichkeiten mehr, die das Ganze wieder näher an seine ursprüngliche Idee der spontanen, schnellen und flexiblen Bündelung von Ideen zurückführt.

Und um diesen Beitrag nicht zu einem Werbebeitrag verkommen zu lassen, möchte ich noch auf bubbl.us hinweisen, welches sehr ähnlich im Ansatz ist, aus Erfahrung aber weniger reibungslos mit dem siimultanen Bearbeiten zurecht kommt. Ansonsten gefällt dabei aber die Gruppenfunktion und es sieht optisch für meinen Geschmack im Ergebnis hübscher aus:

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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