Has the Net-Generation Arrived at the University? oder Studierenden von Heute, Digital Natives?

Kommentieren 23. September 2008

Eine interessante Präsentation von Martin Ebner, Mandy Schiefner und Walther Nagler, gefunden hier. Die Folien dazu gibt es hier.

Ich glaube, die Autoren stellen genau die richtige Frage: Wie sieht der Lerner von heute aus?

Die Zahlen, die Martin Ebner vorstellt, sind natürlich für die Universität besonders interessant, da sie Grundlagen liefern, anhand derer man sich dort auf die Studierenden einstellen und zu einem gewissen Teil auch ausrichten kann.

Ich habe mir allerdings die Frage gestellt: Sind die vorgestellten Personen nicht genau unsere Schüler in der Oberstufe? Vor allem hinsichtlich der technischen Ausstattung und der Internetverfügbarkeit. Ich glaube, hier muss man differenzieren. Ich persönlich habe mir meinen ersten Laptop speziell für das Studium nach der Schulzeit gekauft. Auch die Internetverfügbarkeit hat sich für mich mit dem Aufbau des ersten eigenen Haushalts geändert. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch heute noch der Fall ist, was auch zu einem gewissen Teil in den speziellen Studentenangeboten vieler Hardwareproduzenten zu erkennen ist. Schüler werden hier im Gegensatz zu Schülern/Schulen/Eltern weniger offensiv umworben. Alleine aus der Tatsache, dass ich in der Schule momentan noch so gut wie gar nicht auf einen eigenen Rehner angewiesen bin, wohingegen ich als Student ohne einen solchen regelrecht aufgeschmissen bin.

Anders muss es aber mit den Web 2.0-Diensten aussehen. Denn wenn Ebner und Schiefner junge Erstsemester befragen und zu diesen Ergebnissen kommen, muss man davon ausgehen, dass der Erstkontakt nicht mit der Immatrikulation stattfinden kann. Wir müssen also davon ausgehen, dass zumindest unsere Abiturienten zu einem großen Teil bei gezielten Umfragen ähnliche Zahlen produzieren würden.

Digitale Kommunikationswege sind etabliert,

ist für mich die wesentliche Aussage. Denn diese Kommunikationswege werden an den Schulen (zumindest im Lehrer-Schüler-Kontakt) fast gar nicht genutzt. Die zweite wesentliche Aussage ist, dass die so genannte Net-Generation gerade am heranwachsen ist. Für Schule bedeutet dies, dass wir die Möglichkeit haben, diesen Trend aktiv aufzugreifen. Statt also in ein paar Jahren da zu stehen und zu beklagen, dass die Schüler viel weiter sind als die Lehrer, haben wir beim Web 2.0 derzeit die Chance, auf gleicher Augenhöhe mit den Schülern Erfahrungen zu sammeln, Kenntnisse zu sammeln und Neues auszuprobieren. Ganz im Sinne des “Guide at the side” kann man sich als Lehrer noch getroßt mit den Schüler aufmachen, Plattformen und Dienste zu nutzen, ohne Angst haben zu müssen, als “überholt” belächelt zu werden. Ich merke dies, wenn ich mit meinen Schülern mit Moodle, Wikis oder Youtube arbeite: Wir lernen dort wirklich mit- und voneinander.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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