Der 3. Tag und der Blick eines Beraters

Kommentieren 13. September 2008

Als Referent des dritten Tages möchte ich mich zuerstmal für das entgegengesetzte Vertrauen bedanken. Ein Blog ist dazu da, Meinungen kundzutun, die vielleicht auch manchmal etwas kontrovers sind und von anderen sicherlich als diskussionswürdig erachtet werden. Von daher will ich mich als Außenstehender und aus der Praxis kommender Mensch auch zu der Tandem-Veranstaltung äußern, mehr aus der Sicht eines Beraters in Online Marketingfragen (was auch mein eigentlicher Job ist). Interessant fand ich, dass es in Deutschland trotz einer in der Öffentlichkeit anders erscheinenden Meinung offensichtlich sehr viele engagierte Lehrkräfte gibt, die auch die Werkzeuge des Mediums Internet zu nutzen wissen.  Wenn diese Teilnehmer repräsentativ sein sollten, dann glaube ich, dass die Schulen Deutschlands auf dem richtigen Weg sind.  Über die Thematik, an welch banalen Dingen die Umsetzung manchmal scheitert, wurde schon häufig diskutiert und will ich auch nicht weiter vertiefen.

Ich habe mich jedenfalls gefreut, den Teilnehmern der Gruppe 3 die Gedankengänge eines “Werbers” von der Zielgruppenanalyse bis hin zur Website-Konzeption und die Ermittlung von zielgruppen-spezifischen Funktionen zu erläutern. Sozusagen als Bonus wird die Zusammenarbeit nämlich weiter geführt und freue mich auf die Kontaktpunkte in der Zukunft, falls Fragen entstehen.

Was mir jedoch wichtig erscheint: Ich glaube, dass es für Schulen wichtig ist, auch mal eine Meinung von externen Partnern hinzuzuholen (klar, die Frage der Finanzierung). Denn hier sehe ich das größte Potential für Veränderungen auf dem Weg in die Zukunft: Schule als Dienstleistung zu sehen und dementsprechend zu handeln, also wirklich zielgruppen-spezifische Angebote zu entwickeln und zu implementieren.

Veranstaltungen wie diese sind wichtig, keine Frage, aber ein täglicher Austausch wirklich vor Ort zwischen Schule und Experten von außerhalb wird meiner Meinung nach in Zukunft immer wichtiger. Denn Lehrer sind Lehrer, keine IT-Experten, Marketing-Experten usw., dies ist auch nicht deren Aufgabe. Dies zu organisieren und vor allem auch zu finanzieren ist eine Frage, mit der “man” sich sicherlich beschäftigen sollte.

Lars Backes, Management Supervisor bei P//MOD

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