Log In-Heft “Web 2.0 in der Schule”

Kommentieren 05. August 2008

Das aktuelle Heft der LogIn (Nr. 152) mit dem Titel “Web 2.0 in der Schule” ist erschienen. Nils van den Boom war so nett, mir seine erste Zusammenfassung und Einschätzung zur Verfügung zu stellen (besten Dank, das erspart mir etwas Schreibarbeit):

Die aktuelle Login beschäftigt sich mit dem Thema “Web 2.0 in der Schule” (Inhaltsverzeichnis als PDF).

1. Peter Baumgartner und Klaus Himpsel: “Auf dem Weg zu einer neuen Lernkultur – Was die Schule von Web 2.0 lernen kann …“

In dem Artikel wird erläutert, was man sich unter Web 2.0 vorzustellen hat und wo die Unterschiede zum “Web 1.0″ liegen. Außerdem wird am Beispiel der Öffentlichkeitsarbeit dargelegt, wie die Technologien auch Schulen sehr hilfreich sein können.

Der Artikel gibt eher einen allgemeinen Überblick und geht nicht detailliert auf die Umsetzung in der Schule ein.

2. Reinhard Dietrich: “Weblogs im schulischen Umfeld”

Dietrich (Europa-Universität Viadrina) legt zunächst Aufbau und Bestandteile eines Blogs dar. Danach geht er speziell auf die “schulische Blogosphäre” ein. Er präsentiert erste empirische Befunde aus einer von ihm begonnenen Studie mit ca. 350 schulischen Blogs. Er beleuchtet die von ihm festgestellten Blogtypen “Lehrerblog”, “Klassenblog” und “Schulleitungsblog” näher.

3. weitere interessante Artikel:

“Gemeinsam sind wir stark – Kooperativer Wissenerwerb mit Wikis”, “Von der Faszination des Web 2.0 – Interview mit Beat Döbeli Honegger”, “Blogs im Englischunterricht”, “Podcasts im Fremdsprachenunterricht”, “Kooperativ-kollaborative Quelleninterpretation mit Wikis”, “Wikis im Deutschunterricht und anderswo”

4. Projekt http://www.medialeproduktion.de: “Medialeproduktion.de ist ein Verbundprojekt aus vier Hochschulen in Niedersachsen und will allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbstständig Medienkompetenzen anzueignen. Für das selbstständige Lernen sowie als Nachschlagewerk wird eine umfangreiche Wissensbasis in Form von Inhaltsmodulen bereitgestellt.”

Ich halte das Heft für eine gelunge Synopse des status quo, der es gelingt, sowohl eine Übersicht und einen Einstieg in die derzeit für den Schulunterricht sinnvollsten bzw. populärsten Web 2.0 Tools zu liefern, als auch deren konkrete Implementierung in den Unterricht unter didaktischen und methodischen Aspekten zu beleuchtet.

Ich möchte das Heft auch bewusst den eher etwas “technikferneren” Fachkollegen empfehlen, da die drei Artikel zum Einsatz von Web 2.0 im Fremdsprachen-, Deutsch- und Geschichtsunterricht sehr anschaulich und verständlich geschrieben sind und gute Anregungen auch oder besonders für Einsteiger in die Verwendung neuer Medien im Unterricht liefern. Man sollte sich hier nicht vom Zeitschriftenuntertitel “Informatische Bildung …” abschrecken lassen.

In diesem Sinne möchte ich Beat Döbeli Honegger beipflichten, wenn er in dem in der Zeitschrift abgedruckten Interview (welches überhaupt sehr gelungen ist, da es die wesentlichen Aspekte des Unterrichtseinsatzes von Web 2.0 Anwendungen pointiert zusammenführt) sagt:

Einige Interessierte verstehen sofort, was ein Wiki ist, andere Leute verstehen sofort, was ein Weblog ist, und andere sehen “Oh, Social Bookmarking, das könnte ich brauchen”. Und so verbreiten sich diese Anwendungen dann in Schulhäusern durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Ein Kollege macht etwas, andere sehen, dass es funktioniert und möchten das auch machen. Darum habe ich nicht das Gefühl, es gäbe einen Weg, sondern es ist ausgesprochen individuell, womit jeder anfangen möchte.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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