Australisches Ministerium setzt auf google

Kommentieren 01. August 2008

Momentan ist ein deutlicher Boom von google an Schulen und Bildungseinrichtungen weltweit zu beobachten. Jedenfalls lassen dies Meldungen in junger Zukunft rückschließen. Und dass dies von google derzeit durchaus aktiv forciert wird, habe ich bereits gepostet.

Heute nun die Meldung über einen wirklichen Großauftrag aus Australien. Und dass es nicht – wie unten beschrieben – beim Einsatz von gmail bleiben wird, sondern die google apps sicher auch zum Einsatz kommen werden, ist wohl kaum abzustreiten. Gefunden bei und zitiert von heise.de:

Das Bildungsministerium des australischen Bundesstaats New South Wales hat mit dem Internetdienstleister Google die Bereitstellung von E-Mail-Accounts vereinbart. Insgesamt sollen bis zum Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Schüler und Lehrer versorgt werden, berichtet die Tageszeitung Sydney Morning Herald. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre.

Der bisherige Vertrag mit dem Konsortium Unisys, Microsoft, Nortel und Optus läuft nach fünf Jahren aus. Diese seinerzeit laut Mitteilung weltweit umfangreichste Verwendung von Microsoft Exchange in einem Bildungssystem hatte dem NSW Department of Education and Training 33 Millionen australische Dollar (20 Millionen Euro) gekostet. Google verlangt nun laut Bericht 9,5 Millionen. Der Speicherplatz je Nutzer erhöht sich von 35 MByte auf 6 GByte.

Die E-Mail-Accounts sind kostenlos, allerdings muss das System in das Portal des Ministeriums eingebunden werden. Außerdem sorgt Google für die Systemsicherheit. Laut Stephen Wilson, Technikchef des Ministeriums, würden strenge Filter zur Abwehr von Spam eingesetzt. Nach seiner Einschätzung ist sein Ministerium Googles größter institutioneller Einzelkunde. Auch andere australische Bundesstaaten seien interessiert.

Einen Artikel, der sich eher kritisch zu diesem google-Boom verhält, hat jüngst Peter Baumgartner gepostet. er warnt vor einer deutlichen Übermacht eines einzelnen Dienstleisters und teilweise widersprüchliche AGB. Ich denke, eine Stellungnahme dazu wird demnächst auch in diesem Blog folgen (müssen).

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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