Weblog in der Grundschule – ein Erfahrungsbericht

Kommentieren 11. July 2008

Eine ansprechend gestaltete Diashow unter der Überschrift “Grundschüler rechtzeitig auf die Wissensgesellschaft vorbereiten” habe ich im Blog von Martin Riemer gefunden.

Er beschreibt sein Projekt, mit einer 2. Klasse einen Weblog zu erstellen mit vielen Bildern und Schülerbeiträgen:

Ich staune immer wieder, wenn ich Berichte dieser Art aus Grundschulen höre und lese. Diese große Sorge vor dem Medium, der Technik und dem Inhalt, scheint gar nicht so berechtigt – oder sagen wir: begründet – zu sein, wie es oft den Anschein macht, wenn man vergleichbare Szenenbeschreibungen aus Sekundarstufen bekommt.

Die Unbefangenheit gegenüber derartigen Web 2.0-Applikationen scheint bei den “Kleinen” viel größer als bei manchem studierten Pädagogen. Dies ist auf der einen Seite natürlich richtig – unsere Projekte sollen durchdacht, begründet, verifizierbar usw. sein – aber ich gewinne auch zunehmend den Eindruck, dass zu enge Vorgaben oder Strukturen gerade bei solchen kreativen Projekten viel eher und schneller zu als Misserfolg interpretierten Enttäuschungen führen.

Wie Martin Riemer richtig betont, lebt das Web 2.0 vom Selber- und Mitmachen (seine Zahlen bzgl. Posts und Kommentaren sind ehrlich beeindruckend und sprechen für sich). Den Schülerinnen und Schülern genau diese beiden Komponenten gänzlich und vor allem für sie spürbar zu gewähren, scheinen mir wesentliche Bestandteile fürs Gelingen von Weblogs, Wikis & Co im Unterricht.

Die in der Diashow erwähnte Diplomarbeit von Prüher wurde übrigens auch in diesem Post bereits vorgestellt.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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