Handbücher – die Vierte

Kommentieren 10. July 2008

Berühmt im Netz? – Neue Wege in der Jugendhilfe mit Web 2.0 ist eine neue Publikation der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur. Sie wird herausgegeben von Jürgen Lauffer und Renate Röllecke und ist ein Sammelband mehrerer Autoren.

Auf ihrer Homepage schreiben sie wie folgt:

Berühmt im Netz – berühmt durchs Netz? Das ist die Hoffnung, der viele Kinder und Jugendliche mit ihren neuen Internetaktivitäten im Web 2.0 nachhängen. Schnell und kreativ eignen sie sich die neuen Techniken an. Doch die möglichen Folgen ihrer Präsenz in der Internet-Öffentlichkeit sind den Jugendlichen oft nicht bewusst. Darum benötigen sie Begleitung und Unterstützung, um die kulturelle und kommunikative Vielfalt geschickt und sicher zu nutzen.

Pädagogik, Jugendarbeit und Jugendhilfe stellen sich hier neue Aufgaben.

Zugleich bietet ihnen das Web 2.0 neue Möglichkeiten der Kommunikation, Öffentlichkeit und Beteiligung.

In diesem Band setzen sich Fachleute aus Wissenschaft und Praxis mit den Chancen und Möglichkeiten des Web 2.0 für die Jugendhilfe und Jugendbildungsarbeit auseinander.

Podcasts, Online-Plattformen wie YouTube, schuelerVz, Second Life und auch das Phänomen Mediensucht werden diskutiert. Hinweise über Informationen zum Jugendschutz sowie ein praktisch-technisches Manual zum Umgang mit Foto- und Videoportalen und zur Anfertigung eigener Blogs runden den Band ab.

Der Band zeichnet sich dadurch aus, dass er auf dem derzeit aktuellsten Stand ist und damit zumindest derzeit die wohl umfangreichste und genaueste Analyse des status quo im Web 2.0 (hinsichtlich der behandelten Themen) liefert.

Sowohl derjenige, der sich über den derzeitigen Stand oder die sich hinter den Web 2.0-Tools verbergenden Ideen informieren will, als auch derjenige, der sich Anregungen für deren Verwendung im Umgang mit Jugendlichen holen möchte, findet in diesem Titel einen guten Einstieg bzw. Ausgangspunkt.

Ich denke, da sind die 10 Euro für eine Lehrerzimmer-Ausgabe gut investiert.

Siehe auch die Infos zur letztjährigen GMK-Tagung:

Kinder und Jugendliche erobern eine neue Öffentlichkeit GMK-Fachtagung zu Medienpädagogik und Jugendschutz am 21. August 2007 in Bielefeld

Die Mediennutzungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen ändern sich – Pädagogik und Bildung müssen sich, wollen sie Kinder und Jugendliche erreichen, ebenfalls weiter entwickeln.

Bei der Veranstaltung will die GMK (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur) im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zentrale

Fragen klären:

– Welche neuen Chancen ergeben sich für die Jugendmedienarbeit durch Web2.0?

– Wie muss sich der Jugendschutz vor diesem Hintergrund neu aufstellen?

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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