Informelles Lernen im Internet – Perspektiven aus lernpsychologischer Sicht

Kommentieren 02. July 2008

Eine kurzen Artikel mit dem Titel “Informelles Lernen im Internet – Perspektiven aus lernpsychologischer Sicht” haben Friedrich W. Hesse (Uni Tübingen) und Maike Tibus geschrieben. Darin beschreiben sie die Besonderheiten, welche das Lernen mit oder über das Internet mit sich bringen und welche speziellen Kompetenzen Schülerinnen und Schüler oder allgemeiner Lerner erreichen müssen, um dieses Medium gewinnbringend einsetzen zu können.

So formulieren sie z.B.

Wesentliche Voraussetzungen der Lernenden sind zum Beispiel umfassende Kompetenzen im Hinblick auf selbstgesteuertes Lernen. So müssen Lernende ihre eigenen Lern- und Informationsziele selber im Kopf behalten und verfolgen. Sie müssen zielgerichtet navigieren und dabei interessanten, aber ablenkenden Informationsangeboten widerstehen. Sie müssen die Auswahl und Reihenfolge von Informationen im Hinblick auf ihre Ziele selber festlegen und dabei Informationen und Informationsquellen hinsichtlich ihrer Qualität und Glaubwürdigkeit bewerten.

[…]

Die Erforschung von Lernvoraussetzungen und entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen auf der Basis kognitionspsychologischer Modelle kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Chancen, die das Internet für informelles Lernen bietet, besser zu nutzen.

Leider gehen die Autoren nicht darauf ein, wie die geforderten Kompetenzen vermittelt und gelehrt werden können. Es ist aber dennoch sinnvoll, sich immer mal wieder bewusst zu machen, welche Voraussetzungen erfolgreiches e-Learning fordert und bedarf. Denn wie jede Methode oder jedes Medium im Unterrichtseinsatz schafft auch das e-Learning bestimmte Strukturen, die zu unterschiedlichen Lernen besser oder schlechter passen.

Zu diesem Aspekt der Passung von e-Learning hinsichtlich der Lerner habe ich auch jüngst zwei interessante Videos gefunden, welche ich in morgen hier posten werde.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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