iphone & ipod touch ideal für mobile-learning

Kommentieren 30. June 2008

 

Wer sich das Video im Post “Neuerfindung des Klassenraums?” angesehen hat, wird festgestellt haben, dass die New Line Learning Academy in Kent den ipod touch an ihre Schülerinnen und Schüler zum mobile-learning ausgegeben hat. Offenbar scheint sich dieses mobile Endgerät besonders gut für diesen Zweck zu eignen.

Momentan leben die Geräte noch nicht unwesentlich vom Hype, der um sie verbreitet wird. Doch dass die Modelle einen Vorteil gegenüber anderen mobilen Geräten haben, scheint sich auch in Bildungskreisen herumzusprechen.

 

 

Das Centre for Learning & Performance Technologies hat genau dies jetzt auch festgestellt und versucht es mit 10 Punkten zu belegen:

10 Reasons why the iPhone & iPod Touch are ideal for m-learning

  • Size of the screen
  • Quality of the video
  • Touch technology to control it with your fingers rather than a stylus you can lose
  • Always-on functionality of the iPhone and wi-fi connectedness of iPod Touch
  • Safari web browser provides access to great range of web apps
  • Imminent arrival of 3rd party apps will open up mlearning possibilities even further
  • Valuable device for listening to instructional and informational podcasts
  • Ideal for the delivery of short bites of JIT content
  • Well designed; good to look at and great to hold
  • Affordable devices: 3G iPhone costs will be subsidised

Ipod touch & iphone scheinen in der Tat Endgeräte zu sein, die sich für das mobile-learning eignen. Doch dies sind sicher nicht die einzigen. Der Markt ist in diesem Segment derart stark in Bewegung, dass in den nächsten Monaten und Jahren diverse “iphone-Killer” in die Regale drängen werden.

Was man allerdings mitnehmen kann, ist die Beobachtung, dass sich neben e-Learning langsam aber sicher auch das m-Learning durchsetzen wird. Denn die Technik wird es zunehmend ermöglichen, nicht mehr immer den großen Computer einschalten zu müssen, sondern auch kleinere Geräte mit Internetzugang werden es erlauben, e-Learningplattformen anzusprechen oder einfache Blogs und Wikis zu bearbeiten. Damit wird e-Learning und Web 2.0 einen weiteren Einzug erhalten können, denn wie schon öfters angesprochen, muss es langfristig ein Ziel sein, Technik und Lernen so miteinander zu verknüpfen, dass die Schwellen zwischen ihnen fließend werden. Wenn ich erst einen Computer hochfahren muss und mich umständlich einwählen, registrieren oder anmelden muss, da neben mir noch hunderte weitere Schülerinnen und Schüler diesen Computer benutzen, verbleibt der Ansatz im Besonderen. Wenn ich aber von meinem eigenen mobilen Endgerät, welches auf meine persönliche Nutzung zugeschnitten und angepasst ist, auf Lerninhalte zugreife und diese damit immer verfügbar sind, wird Lernen nicht nur spielerischer sondern auch allgegenwärtiger und selbstverständlicher Bestandteil.

Im Gegensatz zur Ausstattung mit Computern kann dies aber nicht die Aufgabe von Schule oder Administration sein, Schülerinnen und Schüler mit derartigen Geräten, die sie auch für ihren Privatgebrauch verwenden, auszustatten. Aufgrund der Entwicklung in Technik und Preis wird dies ein sich entwickelnder und in einigen Jahren von selbst durchsetzender Markt sein. Spätestens wenn der erste Schüler fragt, ob er anstatt vom Computer seinen Blog auch über das schuleigene W-Lan mittels seines iphone-artigen Endgerätes pflegen kann, wird man feststellen, dass m-Learning auch an der eigenen Schule angekommen ist.

Dass bereits ganze Learning Content Management System (LCMS) zugeschnitten auf iphone & ipod touch bestehen, zeigt der Eintrag bei digmo.co.uk.

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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