e-Learning in der Grundschule

Kommentieren 29. June 2008

Ein neuer Beitrag bei teachers.tv stellt eine Grundschule vor, die sich dem e-learning verschrieben hat.

Die von mir übersetze Zusammenfassung sagt:

In der Clunbury Primary School, Shropshire, bedeutet e-Learning nicht nur, vor einem Computer zu sitzen, sondern es ist zu einem integralen Bestandteil der Arbeit in der Schule geworden.

Direktor Andrew Davis hat die Schule vor vier Jahren gegründet und Laptops, Podcasts, Blogs, Camcorder und portable Spiele-Konsolen in den Lehrplan eingeführt.

Die Strategie war so erfolgreich, dass Clunbury Gewinner des Becta IKT Excellence Award für das beste Schule in der Kategorie Primarschule im Jahr 2007 wurde.

Andrew hat e-learning eingeführt, um mehr Verbindungen mit den Eltern und der örtlichen Gemeinde zu bekommen und ihm so mehr Bedeutung zukommen zu lassen, damit ein richtiges Gleichgewicht entsteht und der Einsatz von IKT nicht zum Selbstzweck verkommt.

Es ist spannend zu sehen, wie selbst die Kleinsten mit den Neuen Medien umgehen und sie wie selbstverständlich in ihren Lernprozess integrieren. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler einen Schritt weiter sind und deren Integration in die Lernwelten wertvolle Synergieeffekte wachrufen.

Und es zeigt sich ebenfalls, dass e-learning eben nicht zur Individualisierung und/oder Vereinsamung führen muss. Denn die richtige und ausgewogene Einbindung und der sensibilisierte Umgang damit erlaubt es, Techniken zu einem normalen Medium werden zu lassen. Die Kinder spielen noch immer im Freien, balgen sich noch immer auf dem Schulhof – mit dem kleinen Unterschied, dass anschließend ein Podcast, Blog-Post oder Wiki-Eintrag daraus entstehen kann.

Besonders gelungen finde ich auch den Ansatz, die Eltern aktiv in die Arbeit einzubeziehen. Dadurch erhält das Projekt einen Rückhalt und eine Akzeptanz, die größer kaum sein kann. Denn wenn es gelingt, auch die Eltern nicht nur zu überzeugen sondern zu einem aktiven Teil der sich durch das e-learning eröffnenden Räume werden zu lassen, lebt das Vorhaben auf einer Ebene, die Stabilität und Beständigkeit verspricht. Und auch den Schülerinnen und Schülern wird damit ermöglicht, eine höhere Wertschätzung für ihre Arbeiten zu erhalten.

Und am Ende ist es wieder da: “My vision is, that every child in a school can take the learning home.”

Und nur als winzige, ohne missionarische Intention gedachte Randnotiz: Ist eigentl. schon jemandem aufgefallen, mit welcher Hardware viele der vorgestellte Schulen arbeiten?

Dieses Post wurde erstellt von René Scheppler.

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